Mexiko: Inflation verlangsamt sich überraschend


25.11.15 09:23
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Der Preisauftrieb hat sich in Mexiko erneut verlangsamt und sank in der Jahresrechnung auf einen historischen Tiefstand, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Wie gestern mitgeteilt, hätten die allgemeinen Preissteigerungen in den ersten beiden Novemberwochen lediglich um 0,5% höher als in der zweiten Oktoberhälfte gelegen. Erwartet worden sei zuvor eine Zunahme um immerhin 0,7%. Im Vergleich zur Vorjahresperiode sei die Teuerung auf 2,3% zurückgegangen. Der vorherige Vergleichswert für die beiden letzten Oktoberwochen habe noch auf 2,5% gelautet.

Die Kerninflation, die die Veränderungen der Lebensmittel- und Energiepreise ausblende, sei entsprechend von 2,6% auf nunmehr 2,5% zurückgegangen. Dafür seien vor allem die geringeren Ausgaben für Dienstleistungen verantwortlich gewesen, im Detail besonders für Telekommunikation. Den Rückgang habe die saisonal übliche Anhebung der Stromtarife nicht zu kompensieren vermocht, wobei die Energiepreise infolge der niedrigen Kraftstoff- und Gaspreise ohnehin nur langsam anziehen würden.

Trotz des nun langsameren Inflationsanstiegs würden die Analysten in den kommenden Monaten mit moderaten, preistreibenden Auswirkungen der bisherigen Peso-Abwertung auf die landesweite Teuerung rechnen. Dabei federe das Interesse ausländischer Investoren den Kurs des Mexikanischen Peso immer wieder ab: Gestern habe das Wirtschaftsministerium mitgeteilt, dass der Kapitalzufluss durch ausländische Direktinvestitionen in Mexiko während der ersten neun Monaten dieses Jahres um mehr als 40% höher gelegen habe als 2014. (25.11.2015/alc/a/a)