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Mexiko: Die Inflation geht zurück - das Wachstum aber auch
27.03.19 09:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Mit 2,0% legte Mexikos Bruttoinlandsprodukt im Jahre 2018 genauso stark zu wie in 2017, so die Analysten der Nord LB.
Der Trend in den Quartalsdaten sei zuletzt aber eher leicht abwärtsgerichtet gewesen. Dass sich die Tendenz geringerer Dynamik zunächst einmal auch fortsetzen dürfte, würden die monatlichen Indikatoren erkennen lassen. So seien die Einzelhandelsumsätze und die Investitionen zurückgegangen. Aktuelle Februardaten zur Fahrzeugproduktion würden andeuten, dass auch dieser Sektor einen Gang zurückschalte. Auf der positiven Seite verbucht werden könnten der Rebound der Industrieproduktion und der stabile Beschäftigungsaufbau. Auch hätten sich die Stimmungsumfragen sowohl für den Unternehmens- als auch für den Verbrauchersektor wieder etwas aufgehellt. In jedem Fall würden die Aussichten aber unsicher bleiben. Einzig die Einigung zur nordamerikanischen Freihandelszone USMCA habe für ein gewisses Aufatmen gesorgt, wenngleich die drei Parlamente dem Deal immer noch nicht endgültig zugestimmt hätten.
Die seit Dezember im Amt stehende neue Regierung bleibe unter strenger Beobachtung der Kapitalmärkte. Die Absicht, das Hausdefizit nicht auszuweiten, stimme zwar positiv, einige fiskalpolitische Maßnahmen würden aber bezweifeln lassen, ob das Ziel stabiler Haushalt tatsächlich erreicht werden könne. Unsicherheit bestehe auch über die konjunkturelle Dynamik des großen nördlichen Nachbarn USA, von dessen wirtschaftlichen Entwicklung jene Mexikos stark abhänge. Ein Fels in der Brandung bleibe die mexikanische Notenbank, die es zuletzt verstanden habe, den Peso mit der richtigen Geldpolitik zu stützen und die Inflation in Schach zu halten. Der Rückgang der Inflation auf zuletzt unter 4% - das erste Mal seit 2016 und nun wieder innerhalb dem Zielkorridor Banxicos von 2% bis 4% - sei ein Beleg dafür. Allerdings sei dies teilweise auch dem Ölpreisrückgang zu verdanken - die Kernrate dagegen bleibe stabil hoch. Nach Erachten der Analysten dürfte Banxico in den kommenden Monaten abwarten. Schließlich müssten die Notenbanker auch die Gefahr einer Abschwächung des konjunkturellen Wachstums im Blick haben. Andererseits könnte das Verhalten der mexikanischen Regierung Einfluss auf den Peso haben. (Ausgabe April 2019) (27.03.2019/alc/a/a)
Der Trend in den Quartalsdaten sei zuletzt aber eher leicht abwärtsgerichtet gewesen. Dass sich die Tendenz geringerer Dynamik zunächst einmal auch fortsetzen dürfte, würden die monatlichen Indikatoren erkennen lassen. So seien die Einzelhandelsumsätze und die Investitionen zurückgegangen. Aktuelle Februardaten zur Fahrzeugproduktion würden andeuten, dass auch dieser Sektor einen Gang zurückschalte. Auf der positiven Seite verbucht werden könnten der Rebound der Industrieproduktion und der stabile Beschäftigungsaufbau. Auch hätten sich die Stimmungsumfragen sowohl für den Unternehmens- als auch für den Verbrauchersektor wieder etwas aufgehellt. In jedem Fall würden die Aussichten aber unsicher bleiben. Einzig die Einigung zur nordamerikanischen Freihandelszone USMCA habe für ein gewisses Aufatmen gesorgt, wenngleich die drei Parlamente dem Deal immer noch nicht endgültig zugestimmt hätten.
Die seit Dezember im Amt stehende neue Regierung bleibe unter strenger Beobachtung der Kapitalmärkte. Die Absicht, das Hausdefizit nicht auszuweiten, stimme zwar positiv, einige fiskalpolitische Maßnahmen würden aber bezweifeln lassen, ob das Ziel stabiler Haushalt tatsächlich erreicht werden könne. Unsicherheit bestehe auch über die konjunkturelle Dynamik des großen nördlichen Nachbarn USA, von dessen wirtschaftlichen Entwicklung jene Mexikos stark abhänge. Ein Fels in der Brandung bleibe die mexikanische Notenbank, die es zuletzt verstanden habe, den Peso mit der richtigen Geldpolitik zu stützen und die Inflation in Schach zu halten. Der Rückgang der Inflation auf zuletzt unter 4% - das erste Mal seit 2016 und nun wieder innerhalb dem Zielkorridor Banxicos von 2% bis 4% - sei ein Beleg dafür. Allerdings sei dies teilweise auch dem Ölpreisrückgang zu verdanken - die Kernrate dagegen bleibe stabil hoch. Nach Erachten der Analysten dürfte Banxico in den kommenden Monaten abwarten. Schließlich müssten die Notenbanker auch die Gefahr einer Abschwächung des konjunkturellen Wachstums im Blick haben. Andererseits könnte das Verhalten der mexikanischen Regierung Einfluss auf den Peso haben. (Ausgabe April 2019) (27.03.2019/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
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