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Mexiko: Banxico glättet die Wellen - trotz Inflationsschubs
29.08.18 12:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Nach dem wenig überraschenden Abwarten der mexikanischen Notenbank Anfang August scheint sie sich auch perspektivisch mit weiteren Zinsschritten Zeit lassen zu wollen, so die Analysten der Nord LB.
So sei ihrem jüngst veröffentlichten Sitzungsprotokoll (Minutes) zu entnehmen gewesen, dass der zuletzt zu beobachtende erneute Inflationsanstieg auf 4,8% Y/Y überwiegend den höheren Gas- und Benzinpreisen geschuldet sei und als nur vorrübergehend angesehen werde. Die Kernrate dagegen - aktuell bei 3,6% Y/Y - werde zukünftig niedriger erwartet. Da die Notenbanker zudem in der zweiten Jahreshälfte 2018 von einem schwächeren Wirtschaftswachstum als in den ersten sechs Monaten des Jahres ausgehen würden, könnte Banxico damit bereits angedeutet haben, von weiteren Zinsanhebungen, die in den vergangenen beiden Jahren aufgrund der Abwertung des Mexikanischen Peso notwendig geworden seien, Abstand zu nehmen. Das sei das wahrscheinlichste Szenario der Analysten. Doch die Unsicherheit über den weiteren Verlauf beim Peso bleibe natürlich bestehen. Insofern würden die Einflussfaktoren NAFTA, Trump, aber auch die zukünftigen Maßnahmen der neuen mexikanischen Regierung in den Fokus der Notenbanker rücken.
Einen warnenden Zeigefinger habe Banxico bereits mit der Aussage erhoben, dass die fiskalpolitischen Entscheidungen der neuen Regierung unter Lopez Obrador entscheidend für die makroökonomische Gesundheit des Landes seien. Weiterhin würden auch die Verhandlungen um den Fortbestand der NAFTA als Unsicherheitsfaktor bestehen bleiben. Ob man sich noch vor den Midterm Elections in den USA im November einigen werde, erscheine möglich. Zuletzt hätten sich offenbar die Aussichten für ein Festhalten an einer leicht angepassten NAFTA grundsätzlich verbessert.
Washington sehe auch die Möglichkeit eines bilateralen Handelsabkommens jeweils zwischen beiden Ländern - insbesondere mit Mexiko. Nach Auffassung der Analysten sei es für die ökonomische Entwicklung in Mexiko von großer Bedeutung, dass die Unternehmen des Landes weiterhin einen möglichst freien Zugang zum US-Markt hätten. Sogar von der Türkei-Krise sei das Land zuletzt tangiert worden - so habe auch der Mexikanische Peso kurzzeitig abgewertet. Die Währung habe sich aber bei 19 MXN je USD stabilisieren können. In diesem Bereich würden die Analysten sie auch perspektivisch erwarten. (Ausgabe vom 24.08.2018) (29.08.2018/alc/a/a)
So sei ihrem jüngst veröffentlichten Sitzungsprotokoll (Minutes) zu entnehmen gewesen, dass der zuletzt zu beobachtende erneute Inflationsanstieg auf 4,8% Y/Y überwiegend den höheren Gas- und Benzinpreisen geschuldet sei und als nur vorrübergehend angesehen werde. Die Kernrate dagegen - aktuell bei 3,6% Y/Y - werde zukünftig niedriger erwartet. Da die Notenbanker zudem in der zweiten Jahreshälfte 2018 von einem schwächeren Wirtschaftswachstum als in den ersten sechs Monaten des Jahres ausgehen würden, könnte Banxico damit bereits angedeutet haben, von weiteren Zinsanhebungen, die in den vergangenen beiden Jahren aufgrund der Abwertung des Mexikanischen Peso notwendig geworden seien, Abstand zu nehmen. Das sei das wahrscheinlichste Szenario der Analysten. Doch die Unsicherheit über den weiteren Verlauf beim Peso bleibe natürlich bestehen. Insofern würden die Einflussfaktoren NAFTA, Trump, aber auch die zukünftigen Maßnahmen der neuen mexikanischen Regierung in den Fokus der Notenbanker rücken.
Einen warnenden Zeigefinger habe Banxico bereits mit der Aussage erhoben, dass die fiskalpolitischen Entscheidungen der neuen Regierung unter Lopez Obrador entscheidend für die makroökonomische Gesundheit des Landes seien. Weiterhin würden auch die Verhandlungen um den Fortbestand der NAFTA als Unsicherheitsfaktor bestehen bleiben. Ob man sich noch vor den Midterm Elections in den USA im November einigen werde, erscheine möglich. Zuletzt hätten sich offenbar die Aussichten für ein Festhalten an einer leicht angepassten NAFTA grundsätzlich verbessert.
Washington sehe auch die Möglichkeit eines bilateralen Handelsabkommens jeweils zwischen beiden Ländern - insbesondere mit Mexiko. Nach Auffassung der Analysten sei es für die ökonomische Entwicklung in Mexiko von großer Bedeutung, dass die Unternehmen des Landes weiterhin einen möglichst freien Zugang zum US-Markt hätten. Sogar von der Türkei-Krise sei das Land zuletzt tangiert worden - so habe auch der Mexikanische Peso kurzzeitig abgewertet. Die Währung habe sich aber bei 19 MXN je USD stabilisieren können. In diesem Bereich würden die Analysten sie auch perspektivisch erwarten. (Ausgabe vom 24.08.2018) (29.08.2018/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
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