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Mexikanische Zentralbank: Aggressiver Schritt


16.12.16 16:00
Aberdeen Asset Management

London (www.anleihencheck.de) - Leitzinserhöhung um 50 Basispunkte - das war aggressiver als die meisten erwartet hatten. Die Mexikanische Zentralbank führt einen inoffiziellen Kampf, um die Währung zu stützen, so Andrew Stanners, Investment Manager bei Aberdeen Asset Management.

Sie sei schon immer eine der aggressivsten Zentralbanken in Bezug auf Zinserhöhungen gewesen, selbst in Zeiten in denen die Inflation unterhalb ihres offiziellen Ziels gelegen habe. Das liege zum Teil in der Katerstimmung nach der Tequila-Krise begründet, als die abwertende Währung der Vorbote einer Wirtschaftskrise gewesen sei. Die Zeiten hätten sich geändert, aber die abwertende Währung wecke bei vielen Mexikanern schlechte Erinnerungen. Die brutale Wahrheit sei, dass im Moment die Geschicke Mexikos stärker davon bestimmt würden, was Donald Trump tun könnte, wenn er im Amt sei, als von dem, was die Zentralbank tue. Wir haben uns an den Gedanken gewöhnt, dass die Zentralbanker als "Masters of the Universe" gesehen werden, so die Experten von Aberdeen Asset Management. Mexiko sei ein gutes Beispiel dafür, wie sich derzeit das Gleichgewicht der Macht verschiebe, indem die Politik die Zentralbanken "übertrumpfe". (16.12.2016/alc/a/a)