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Mexikanische Geldpolitik: Entwicklung bleibt unklar


27.02.19 10:45
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Auch die Entwicklung der mexikanischen Geldpolitik ist weiter unklar, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Nach ihrem letzten Treffen Anfang Februar hätten die mexikanischen Währungshüter einerseits vor der Gefahr steigender Preise, andererseits aber auch vor einem sich abschwächenden Wirtschaftswachstum gewarnt. Die Inflation habe im Januar im Vorjahresvergleich mit 4,4 Prozent zwar so niedrig gelegen wie zuletzt im Dezember 2016, rechne man jedoch die Preisentwicklung im Lebensmittel- und Energiesektor heraus, zeige sich eine persistente Kerninflationsrate von 3,6 Prozent.

Zudem sei am Montag bekannt geworden, dass das mexikanische Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2018 saisonbereinigt um lediglich 0,2 Prozent gewachsen sei. Auch für das erste Quartal 2019 werde aufgrund von Arbeiterstreiks und Problemen bei der Treibstoffversorgung mit einem schwachen Wirtschaftswachstum gerechnet. Mit Spannung werde daher die heutige Einschätzung der Währungshüter zur künftigen Entwicklung der Wirtschaft und Teuerungsrate erwartet. Die Deutsche Bank geht davon aus, dass die Notenbank erst dann den Leitzins senken wird, wenn ein klarer Rückgang der Inflation und der Inflationserwartungen zu beobachten ist. Sollte es hingegen zu einem Währungsverfall aufgrund von ausufernden Problemen mit dem staatlichen Mineralölkonzern Pemex kommen, könnte dies die Zentralbank sogar zu einer Anhebung des Leitzinssatzes bewegen. (27.02.2019/alc/a/a)