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Metalcorp Group-Anleihe: Kupon von 8,75% recht üppig
11.06.13 13:28
fixed-income.org
Wolfratshausen (www.anleihencheck.de) - Nach Ansicht von Christian Schiffmacher, dem Experten von "fixed-income.org" - Die Plattform für Emittenten und Investoren am Anleihemarkt -, fällt der Kupon der Unternehmensanleihe (ISIN DE000A1HLTD2 / WKN A1HLTD) der Metalcorp Group B.V. mit 8,75% recht üppig aus.
Die Metalcorp Group B.V. begebe eine Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 30 Mio. Euro. Unternehmen der Metalcorp Group, die als Holding fungiere, seien auf den physischen Handel mit Stahl und Nichteisen-Metallen sowie auf die Produktion von Walzbarren aus Sekundäraluminium spezialisiert. Die Mittel aus der Anleiheemission sollten vorwiegend zur Ausweitung der Aktivitäten durch Nutzung von Akkreditivlinien verwendet werden. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren biete die Metalcorp Group einen Kupon von 8,75%. Die Transaktion werde von der SCHNIGGE Wertpapierhandelsbank AG begleitet. Die Zeichnungsfrist laufe vom 12.06. bis 25.06.2013.
Das Unternehmen sei im April 2003 unter dem Namen Metalcorp Industries & Trade B.V. gegründet worden. Im August 2010 sei es in seinen heutigen Namen Metalcorp Group B.V. umbenannt worden und habe seinen Sitz in Amsterdam. Es habe eine klassische Holdingstruktur. Die Metalcorp Group sei in drei Bereichen tätig: im Handel mit Stahl und mit Nichteisen-Metallen sowie in der Produktion von Sekundäraluminium.
Die Aluminiumsparte werde insbesondere durch die BAGR Berliner Aluminiumwerk GmbH betrieben. Die Gesellschaft sei im Jahr 2006 von der Metalcorp Group übernommen worden. Innerhalb der Aluminiumsparte seien zwei weitere Gesellschaften angesiedelt, die Projektlizenzen für Explorationsfelder in Guinea und Sierra Leone halten würden. In der Aluminiumsparte würden hauptsächlich Walzbarren und Walzdraht aus Sekundäraluminium hergestellt. Die Produkte würden in den unterschiedlichen Legierungen und teilweise kundenspezifisch gefertigt. Das Produktsortiment der Sparte sei sehr diversifiziert und vielschichtig. Dabei würden die Barren in unterschiedlichen Längen, mit unterschiedlichen Kantenradien und in unterschiedlichen Höhen gegossen. Sie hätten ein Gewicht von bis zu 14 Tonnen.
Für den Erfolg der Aluminiumsparte sei von Bedeutung, dass die BAGR sich als Produzent in der Sekundärherstellung insbesondere mit Blick auf den Energiebedarf vorteilhaft positionieren könne. Zum einen verursache die Sekundärproduktion ca. 95% weniger CO2-Ausstoß als die Primärproduktion. Zum anderen sei der Produktionsprozess deutlich energieärmer als in der Primärproduktion. Weiterhin nutze die BAGR die warme Abluft der Schmelzöfen und könne somit rund 30% der Energiekosten einsparen. Die BAGR erziele ca. 40% des Umsatzes in Europa, weitere Kernmärkte seien Asien und Nordamerika.
Um die aktuelle Marktposition abzusichern und die mittel- und langfristige Geschäftsentwicklung zu fördern, entwickle die Metalcorp für die verschiedenen Segmente Rohstoffvorkommen schwerpunktmäßig in Afrika. Momentan stehe besonders ein Projekt im Fokus des Managements: Die Bauxit-Exploration in Guinea über die Tochtergesellschaft Société des Bauxites de Guinée SA (SBG). In Guinea würden schätzungsweise 40% der weltweiten Bauxitvorkommen lagern. Metalcorp halte daran zwei Lizenzen auf über 1.000 qkm Fläche. Aktuell würden nach Unternehmensangaben fortgeschrittene Verhandlungen mit potenziellen strategischen Partnern stattfinden.
Die Aluminiumsparte habe 2012 rund 43% zum Bruttoergebnis der Firmengruppe beigetragen. Für dieses Jahr seien bereits 70% der Jahreskapazität gebucht. Zu den größten Kunden der Sparte würden Alcoa, Aleris, Hydro, Impexmetal und Novelis zählen.
Die Stahlsparte werde durch die Steelcom S.A.M. mit Sitz in Monaco betrieben. Steelcom habe über 50 Jahre Erfahrung im Bereich des internationalen Stahlhandels. Innerhalb der Sparte würden weitere Auslandsgesellschaften existieren, wie Steel and Commodities Iberica SL und die Steelcom USA LLC. Mit diesen internationalen Vertretungen werde der weltweiten Ausrichtung im Stahlhandel Rechnung getragen. Steelcom handle hauptsächlich mit Eisenerz, Roheisen, Briketteisen sowie zahlreichen Fertigprodukten. Steelcom bewege sich dabei entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Stahlherstellung und versucht so stetig, neue Rohstoffe, halbfertige oder fertige Erzeugnisse zu erwerben.
Grundsätzlich sei Steelcom auf die Verfügbarkeit von knappen Ressourcen angewiesen. Das Geschäftsmodell der Steelcom sei dabei auf Risikoaversität angelegt. Das bedeute, dass ein Kontrakt nur dann geschlossen werde, wenn Käufer- und Verkäuferseite abgedeckt seien. Ebenso müsse die Finanzierung für jeden Kontrakt gesichert sein. Durch diese so genannte Back-to-back-Vertragsgestaltung könne die Steelcom Preis-, Lager- und Zinsrisiken ausschließen. Der Nachteil dabei sei, dass die Verträge im besten Fall zum Marktpreis geschlossen würden und somit die Margen für die Einzelabschlüsse sehr gering seien. Steelcom gelinge es dabei, sich als Händler ohne eigene Stahlproduktion am Markt zu etablieren. In der Stahlsparte seien 2012 rund 41% des Bruttoergebnisses der Metalcorp Group erwirtschaftet worden. Die größten Kunden seien AHMSA, ArcelorMittal, Badische Stahlwerke, David Joseph Company und SIMS.
Im Juni 2011 sei die Nichteisenmetall-Sparte (Non-Ferrous) durch den Erwerb der Tennant Metals Pty. Ltd. (TM) mit Sitz in Sydney hinzugekommen. TM sei weltweit vertreten und unterhalte weitere Büros in Perth, China, Südafrika, Taiwan und der Türkei. TM ergänze damit die Handelsaktivitäten der Gruppe sinnvoll, vor allem in den Märkten, in denen Steelcom bisher noch nicht in dem Maße vertreten sei. Hier sei insbesondere ein ausgeprägtes Netzwerk in Asien erworben worden. Damit sei die Metalcorp noch besser in einem Markt vertreten, der für die zukünftige Entwicklung von strategisch großer Bedeutung sei. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sei es der TM gelungen, einige Verträge im Bereich der Schüttgüter abzuschließen, was die rückläufigen Margen der Steelcom im Handel insgesamt abgefedert habe.
Ferner hätten durch die Akquisition Abnahmeverträge erworben werden können, mit denen sich die Lieferantenbasis insgesamt verbreitert habe. In der Nichteisenmetall-Sparte habe Metalcorp 2012 rund 16% des Bruttoergebnisses erzielt.
Der größte Teil des Emissionserlöses (rund 17 Mio. Euro) solle zur Hinterlegung bei Banken als Barsicherheit zur Erhöhung des Handelsvolumens im Rahmen der Handelsaktivitäten der Metalcorp verwendet werden. 2 Mio. Euro sollten in die Finanzierung von und Anlage in verschiedene kleine Investitionsmöglichkeiten und Produktionseinheiten zur Absicherung und Entwicklung der Ressourcengrundlagen fließen.
Zur Ablösung kurzfristiger Verbindlichkeiten, für die ungünstigere Konditionen als für die Anleihe gelten würden, würden ca. 10 Mio. Euro verwendet. Dies schließe Finanzierungen des Umlaufvermögens ein, die 2013 zurückgezahlt, verlängert oder refinanziert werden müssten.
Die Metalcorp Group sei seit 2006 immer profitabel gewesen. Im Geschäftsjahr 2012 habe die Metalcorp Group B.V. im Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 387,3 Mio. Euro bei einem Bruttoergebnis in Höhe von 17,1 Mio. Euro erzielt. Im Jahr 2011 habe der Umsatz bei 375,9 Mio. Euro gelegen, das Bruttoergebnis bei 14,8 Mio. Euro. Das Periodenergebnis sei 2012 von 3,8 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro gesunken.
Die Eigenkapitalquote sei mit 50,8% bei einer Bilanzsumme von 159,2 Mio. Euro sehr ordentlich. Allerdings werde das SBG-Projekt mit 61,4 Mio. Euro bilanziert und habe damit in den letzten Jahren eine erhebliche Zuschreibung erfahren. Der Kaufpreis solle sich dem Vernehmen nach im einstelligen Millionenbereich bewegt haben.
Stärken: skalierbares Geschäftsmodell, internationale Aufstellung, wenig anfällig gegen Preisschwankungen, hoher Kupon, hohe Eigenkapitalquote und sehr hoher Umsatz pro Mitarbeiter (2012: über 3,2 Mio. Euro pro Mitarbeiter).
Schwächen: relativ schwache Margen und möglicherweise ambitionierter Bilanzansatz des SBG-Projektes (deutliche Zuschreibung gem. Wertgutachten).
Die Metalcorp Group sei in verschiedenen Märkten tätig, deren Preis- und Volumenentwicklung sich teils unabhängig voneinander entwickeln würden. Ferner hätten die Handelsgesellschaften praktisch keine Preisrisiken, das Geschäft sei sehr skalierbar und sollte mit den Mitteln aus der Anleiheemission weiter ausgeweitet werden können. In der Aluminiumsparte werde zudem nur auf Kundenbestellung produziert.
Das Unternehmen sei in den letzten Jahren stets profitabel, und das auch während der Finanzkrise. Die Margen seien relativ niedrig, der Umsatz je Mitarbeiter jedoch ausgesprochen hoch. Die Eigenkapitalausstattung der Firmengruppe sei sehr ordentlich, auch wenn man beim SBG-Projekt vorsichtshalber einen gewissen Abschlag vornehme.
Insgesamt macht die Metalcorp Group mit ihrem stabilen, profitablen und skalierbaren Geschäftsmodell einen positiven Eindruck, zumal auch der Kupon mit 8,75% recht üppig ausfällt, so Christian Schiffmacher, der Experte von "fixed-income.org". (11.06.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die Metalcorp Group B.V. begebe eine Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 30 Mio. Euro. Unternehmen der Metalcorp Group, die als Holding fungiere, seien auf den physischen Handel mit Stahl und Nichteisen-Metallen sowie auf die Produktion von Walzbarren aus Sekundäraluminium spezialisiert. Die Mittel aus der Anleiheemission sollten vorwiegend zur Ausweitung der Aktivitäten durch Nutzung von Akkreditivlinien verwendet werden. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren biete die Metalcorp Group einen Kupon von 8,75%. Die Transaktion werde von der SCHNIGGE Wertpapierhandelsbank AG begleitet. Die Zeichnungsfrist laufe vom 12.06. bis 25.06.2013.
Das Unternehmen sei im April 2003 unter dem Namen Metalcorp Industries & Trade B.V. gegründet worden. Im August 2010 sei es in seinen heutigen Namen Metalcorp Group B.V. umbenannt worden und habe seinen Sitz in Amsterdam. Es habe eine klassische Holdingstruktur. Die Metalcorp Group sei in drei Bereichen tätig: im Handel mit Stahl und mit Nichteisen-Metallen sowie in der Produktion von Sekundäraluminium.
Die Aluminiumsparte werde insbesondere durch die BAGR Berliner Aluminiumwerk GmbH betrieben. Die Gesellschaft sei im Jahr 2006 von der Metalcorp Group übernommen worden. Innerhalb der Aluminiumsparte seien zwei weitere Gesellschaften angesiedelt, die Projektlizenzen für Explorationsfelder in Guinea und Sierra Leone halten würden. In der Aluminiumsparte würden hauptsächlich Walzbarren und Walzdraht aus Sekundäraluminium hergestellt. Die Produkte würden in den unterschiedlichen Legierungen und teilweise kundenspezifisch gefertigt. Das Produktsortiment der Sparte sei sehr diversifiziert und vielschichtig. Dabei würden die Barren in unterschiedlichen Längen, mit unterschiedlichen Kantenradien und in unterschiedlichen Höhen gegossen. Sie hätten ein Gewicht von bis zu 14 Tonnen.
Für den Erfolg der Aluminiumsparte sei von Bedeutung, dass die BAGR sich als Produzent in der Sekundärherstellung insbesondere mit Blick auf den Energiebedarf vorteilhaft positionieren könne. Zum einen verursache die Sekundärproduktion ca. 95% weniger CO2-Ausstoß als die Primärproduktion. Zum anderen sei der Produktionsprozess deutlich energieärmer als in der Primärproduktion. Weiterhin nutze die BAGR die warme Abluft der Schmelzöfen und könne somit rund 30% der Energiekosten einsparen. Die BAGR erziele ca. 40% des Umsatzes in Europa, weitere Kernmärkte seien Asien und Nordamerika.
Um die aktuelle Marktposition abzusichern und die mittel- und langfristige Geschäftsentwicklung zu fördern, entwickle die Metalcorp für die verschiedenen Segmente Rohstoffvorkommen schwerpunktmäßig in Afrika. Momentan stehe besonders ein Projekt im Fokus des Managements: Die Bauxit-Exploration in Guinea über die Tochtergesellschaft Société des Bauxites de Guinée SA (SBG). In Guinea würden schätzungsweise 40% der weltweiten Bauxitvorkommen lagern. Metalcorp halte daran zwei Lizenzen auf über 1.000 qkm Fläche. Aktuell würden nach Unternehmensangaben fortgeschrittene Verhandlungen mit potenziellen strategischen Partnern stattfinden.
Die Aluminiumsparte habe 2012 rund 43% zum Bruttoergebnis der Firmengruppe beigetragen. Für dieses Jahr seien bereits 70% der Jahreskapazität gebucht. Zu den größten Kunden der Sparte würden Alcoa, Aleris, Hydro, Impexmetal und Novelis zählen.
Die Stahlsparte werde durch die Steelcom S.A.M. mit Sitz in Monaco betrieben. Steelcom habe über 50 Jahre Erfahrung im Bereich des internationalen Stahlhandels. Innerhalb der Sparte würden weitere Auslandsgesellschaften existieren, wie Steel and Commodities Iberica SL und die Steelcom USA LLC. Mit diesen internationalen Vertretungen werde der weltweiten Ausrichtung im Stahlhandel Rechnung getragen. Steelcom handle hauptsächlich mit Eisenerz, Roheisen, Briketteisen sowie zahlreichen Fertigprodukten. Steelcom bewege sich dabei entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Stahlherstellung und versucht so stetig, neue Rohstoffe, halbfertige oder fertige Erzeugnisse zu erwerben.
Grundsätzlich sei Steelcom auf die Verfügbarkeit von knappen Ressourcen angewiesen. Das Geschäftsmodell der Steelcom sei dabei auf Risikoaversität angelegt. Das bedeute, dass ein Kontrakt nur dann geschlossen werde, wenn Käufer- und Verkäuferseite abgedeckt seien. Ebenso müsse die Finanzierung für jeden Kontrakt gesichert sein. Durch diese so genannte Back-to-back-Vertragsgestaltung könne die Steelcom Preis-, Lager- und Zinsrisiken ausschließen. Der Nachteil dabei sei, dass die Verträge im besten Fall zum Marktpreis geschlossen würden und somit die Margen für die Einzelabschlüsse sehr gering seien. Steelcom gelinge es dabei, sich als Händler ohne eigene Stahlproduktion am Markt zu etablieren. In der Stahlsparte seien 2012 rund 41% des Bruttoergebnisses der Metalcorp Group erwirtschaftet worden. Die größten Kunden seien AHMSA, ArcelorMittal, Badische Stahlwerke, David Joseph Company und SIMS.
Im Juni 2011 sei die Nichteisenmetall-Sparte (Non-Ferrous) durch den Erwerb der Tennant Metals Pty. Ltd. (TM) mit Sitz in Sydney hinzugekommen. TM sei weltweit vertreten und unterhalte weitere Büros in Perth, China, Südafrika, Taiwan und der Türkei. TM ergänze damit die Handelsaktivitäten der Gruppe sinnvoll, vor allem in den Märkten, in denen Steelcom bisher noch nicht in dem Maße vertreten sei. Hier sei insbesondere ein ausgeprägtes Netzwerk in Asien erworben worden. Damit sei die Metalcorp noch besser in einem Markt vertreten, der für die zukünftige Entwicklung von strategisch großer Bedeutung sei. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sei es der TM gelungen, einige Verträge im Bereich der Schüttgüter abzuschließen, was die rückläufigen Margen der Steelcom im Handel insgesamt abgefedert habe.
Der größte Teil des Emissionserlöses (rund 17 Mio. Euro) solle zur Hinterlegung bei Banken als Barsicherheit zur Erhöhung des Handelsvolumens im Rahmen der Handelsaktivitäten der Metalcorp verwendet werden. 2 Mio. Euro sollten in die Finanzierung von und Anlage in verschiedene kleine Investitionsmöglichkeiten und Produktionseinheiten zur Absicherung und Entwicklung der Ressourcengrundlagen fließen.
Zur Ablösung kurzfristiger Verbindlichkeiten, für die ungünstigere Konditionen als für die Anleihe gelten würden, würden ca. 10 Mio. Euro verwendet. Dies schließe Finanzierungen des Umlaufvermögens ein, die 2013 zurückgezahlt, verlängert oder refinanziert werden müssten.
Die Metalcorp Group sei seit 2006 immer profitabel gewesen. Im Geschäftsjahr 2012 habe die Metalcorp Group B.V. im Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 387,3 Mio. Euro bei einem Bruttoergebnis in Höhe von 17,1 Mio. Euro erzielt. Im Jahr 2011 habe der Umsatz bei 375,9 Mio. Euro gelegen, das Bruttoergebnis bei 14,8 Mio. Euro. Das Periodenergebnis sei 2012 von 3,8 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro gesunken.
Die Eigenkapitalquote sei mit 50,8% bei einer Bilanzsumme von 159,2 Mio. Euro sehr ordentlich. Allerdings werde das SBG-Projekt mit 61,4 Mio. Euro bilanziert und habe damit in den letzten Jahren eine erhebliche Zuschreibung erfahren. Der Kaufpreis solle sich dem Vernehmen nach im einstelligen Millionenbereich bewegt haben.
Stärken: skalierbares Geschäftsmodell, internationale Aufstellung, wenig anfällig gegen Preisschwankungen, hoher Kupon, hohe Eigenkapitalquote und sehr hoher Umsatz pro Mitarbeiter (2012: über 3,2 Mio. Euro pro Mitarbeiter).
Schwächen: relativ schwache Margen und möglicherweise ambitionierter Bilanzansatz des SBG-Projektes (deutliche Zuschreibung gem. Wertgutachten).
Die Metalcorp Group sei in verschiedenen Märkten tätig, deren Preis- und Volumenentwicklung sich teils unabhängig voneinander entwickeln würden. Ferner hätten die Handelsgesellschaften praktisch keine Preisrisiken, das Geschäft sei sehr skalierbar und sollte mit den Mitteln aus der Anleiheemission weiter ausgeweitet werden können. In der Aluminiumsparte werde zudem nur auf Kundenbestellung produziert.
Das Unternehmen sei in den letzten Jahren stets profitabel, und das auch während der Finanzkrise. Die Margen seien relativ niedrig, der Umsatz je Mitarbeiter jedoch ausgesprochen hoch. Die Eigenkapitalausstattung der Firmengruppe sei sehr ordentlich, auch wenn man beim SBG-Projekt vorsichtshalber einen gewissen Abschlag vornehme.
Insgesamt macht die Metalcorp Group mit ihrem stabilen, profitablen und skalierbaren Geschäftsmodell einen positiven Eindruck, zumal auch der Kupon mit 8,75% recht üppig ausfällt, so Christian Schiffmacher, der Experte von "fixed-income.org". (11.06.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


