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Massive Kritik von Trump an FED-Chef Powell könnte die Unabhängigkeit der Notenbank gefährden


14.07.25 09:16
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die unberechenbare Handelspolitik von US-Präsident Trump führte dazu, dass in den letzten Wochen und Monaten Meldungen aufgekommen sind, dass die USA den Status als vermeintlicher sicherer Anlagehafen verlieren könnte, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Neben der Zollpolitik gebe es noch weitere Faktoren, welche zu einem Vertrauensverlust führen könnten. Ein weiterer Punkt davon sei die massive Kritik von Trump an FED-Chef Powell, welche die Unabhängigkeit der Notenbank gefährden könnte. Weiters gebe es einen Grund sich über die steigende US-Schuldenlast in Verbindung mit dem Steuer- und Ausgabengesetz (Big Beautiful Bill) zu Sorgen, welches von Trump unterzeichnet worden sei. Die USA seien auf Käufe ihrer Staatsanleihen - durch den zu erwartenden Schuldenanstieg - angewiesen. Zumindest angeschlagen sei das Vertrauen in die Politik der US-Administration und die Instabilität scheine zuzunehmen. Mittlerweile gebe es keine große Ratingagentur mehr, welche der USA eine Top-Bonität bescheinigen würden. Der Wechselkurs EUR/USD notiere heute Morgen bei Werten um 1,1665.

Aufgrund laufender Verhandlungen mit Trump habe die EU geplante Gegenzölle auf Jeans und Motorräder aus den USA vor kurzem erst ausgesetzt. Dieses Paket wäre usrpünglich heute in Kraft getreten und hätte rund EUR 21 Mrd. umfasst. Der US- Präsident habe nun am Wochenende auf seiner Social Media Plattform Truth Social erneut Strafzölle verkündet. Importe aus der EU sollten demnach ab dem 1. August 2025 mit 30% bestraft werden. Die EU-Kommission um Präsidentin Ursula von der Leyen hoffe weiterhin auf eine Verhandlungslösung. Trump hingegen drohe mit noch höeren Zöllen falls die EU mit Gegenmaßnahmen reagieren sollte. (14.07.2025/alc/a/a)