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Der Markt testet den Start-Zeitpunkt eines neuen potenziellen Zinserhöhungszyklus
16.03.21 10:15
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - Chris Iggo, CIO Core Investments von AXA Investment Managers, analysiert realistische Szenarien mit Blick auf die Anleihen- und Aktienmärkte.
Die Märkte würden versuchen der Realität zuvorzukommen. Das erkläre die steigenden Aktienmärkte seit letztem März. Stützungsmaßnahmen und der Glaube an den Impfstoff seien 2020 die Markttreiber gewesen. Die aktuellen Bewegungen am Markt würden sich jedoch bereits auf die nächste Stufe des Marktzyklus, eine höhere Inflation und eine straffere Geldpolitik beziehen. Die US-Verbraucherpreisinflation habe im Februar bei 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gelegen. Folge der Anstieg des Verbraucherpreisindex dem Muster der letzten zwanzig Jahre, dürfte die Gesamtinflationsrate damit im zweiten Quartal bereits durchschnittlich über 3 Prozent notieren. Ein monatlicher Inflationsanstieg bis Ende 2021 um das 1,5Fache des historischen durchschnittlichen Wertes dürfte die Inflation für 2021 und 2022 auf über 3 Prozent wachsen lassen.
Dieses Szenario sehe Chris Iggo von AXA Investment Managers allerdings als unwahrscheinlich an, da derzeit kein überzeugendes Argument dafür spreche, dass man in ein neues Inflationsregime eintreten werde. Eine Rückkehr zu einem monatlichen Inflationsanstieg vergleichbar mit den letzten Jahren scheine Chris Iggo aktuell realistisch. Damit würde sich die Inflation bis 2022 erneut den 2 Prozent annähern. Es sei jedoch zu erwarten, dass der FED dieses Inflationsszenario nicht ausreichen werde. Einer erfolgreichen Feinadjustierung durch die FED stünden die Marktteilnehmer jedoch weitestgehend kritisch gegenüber. Folglich bleibe abzuwarten, welche Konsequenzen sich für die Märkte am Ende ableiten würden.
Es werde sich am 17. März zeigen, wie die FED das aktuelle Konjunkturprogramm von Präsident Biden in ihren eigenen Ausblick miteinbeziehe. Bei dieser Sitzung würden wahrscheinlich auch die Prognosen der FED aktualisiert sowie auch die Zinserwartungen. Mit der Verabschiedung des Konjunkturprogramms, den bescheidenen Inflationszahlen vom Februar und dem Versprechen der EZB, die Zinskurve zu kontrollieren, sei zu erwarten, dass auch ein Teil der Inflationspanik an den Märkten vorübergehe. Die Aktienmärkte hätten sich erholt und die Kreditmärkte seien nach wie vor lebhaft und durch Neuemissionen in Rekordhöhe gekennzeichnet - darunter einige Jumbo-Deals, wie der von Verizon in Höhe von 25 Milliarden US-Dollar.
Sollte es der FED gelingen, einige der Zinserwartungen zu beruhigen und die Märkte davon zu überzeugen, dass erst 2023 Zinserhöhungen zu erwarten sind, spricht vieles dafür, dass wir bis zum Frühjahr eine noch bullischere Marktentwicklung erleben, so Chris Iggo von AXA Investment Managers. Das sei jedoch keine Prognose, sondern ein mögliches Szenario. (16.03.2021/alc/a/a)
Die Märkte würden versuchen der Realität zuvorzukommen. Das erkläre die steigenden Aktienmärkte seit letztem März. Stützungsmaßnahmen und der Glaube an den Impfstoff seien 2020 die Markttreiber gewesen. Die aktuellen Bewegungen am Markt würden sich jedoch bereits auf die nächste Stufe des Marktzyklus, eine höhere Inflation und eine straffere Geldpolitik beziehen. Die US-Verbraucherpreisinflation habe im Februar bei 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gelegen. Folge der Anstieg des Verbraucherpreisindex dem Muster der letzten zwanzig Jahre, dürfte die Gesamtinflationsrate damit im zweiten Quartal bereits durchschnittlich über 3 Prozent notieren. Ein monatlicher Inflationsanstieg bis Ende 2021 um das 1,5Fache des historischen durchschnittlichen Wertes dürfte die Inflation für 2021 und 2022 auf über 3 Prozent wachsen lassen.
Es werde sich am 17. März zeigen, wie die FED das aktuelle Konjunkturprogramm von Präsident Biden in ihren eigenen Ausblick miteinbeziehe. Bei dieser Sitzung würden wahrscheinlich auch die Prognosen der FED aktualisiert sowie auch die Zinserwartungen. Mit der Verabschiedung des Konjunkturprogramms, den bescheidenen Inflationszahlen vom Februar und dem Versprechen der EZB, die Zinskurve zu kontrollieren, sei zu erwarten, dass auch ein Teil der Inflationspanik an den Märkten vorübergehe. Die Aktienmärkte hätten sich erholt und die Kreditmärkte seien nach wie vor lebhaft und durch Neuemissionen in Rekordhöhe gekennzeichnet - darunter einige Jumbo-Deals, wie der von Verizon in Höhe von 25 Milliarden US-Dollar.
Sollte es der FED gelingen, einige der Zinserwartungen zu beruhigen und die Märkte davon zu überzeugen, dass erst 2023 Zinserhöhungen zu erwarten sind, spricht vieles dafür, dass wir bis zum Frühjahr eine noch bullischere Marktentwicklung erleben, so Chris Iggo von AXA Investment Managers. Das sei jedoch keine Prognose, sondern ein mögliches Szenario. (16.03.2021/alc/a/a)


