Erweiterte Funktionen
MBB Clean Energy-Anleihe: Investitionen in bestehende Wind- und Solarkraftprojekte sichern stabile Cashflows
19.04.13 12:09
fixed-income.org
Wolfratshausen (www.anleihencheck.de) - Nach Ansicht von Robert Cleve und Christian Schiffmacher, Experten von "fixed-income.org" - Die Plattform für Emittenten und Investoren am Anleihemarkt - erscheint die Idee von MBB Clean Energy, das Kapital aus der Anleihe (ISIN DE000A1TM7P0 / WKN A1TM7P) in bereits ans Netz angeschlossene Solar- und Windparks zu investieren, vielversprechend.
Die MBB Clean Energy AG emittiere eine Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 300 Mio. Euro. Das Kapital solle ausschließlich in bestehende und ans Netz angeschlossene Solar- und Windparks investiert werden, sodass die Gesellschaft kein Projektentwicklungsrisiko eingehe. Zudem gebe es ein umfangreiches Treuhandkonzept und eine Finanzierungsrückversicherung. Bei einer sechsjährigen Laufzeit biete die MBB Clean Energy AG für ihre Anleihe einen Kupon von 6,25%.
Die MBB Clean Energy AG beabsichtige, einer der führenden Erzeuger "sauberer Energie" in Deutschland zu werden. Während die MBB Projects Gruppe, zu der die Emittentin gehöre, insgesamt in sämtliche Bereiche der erneuerbaren Energien investiere, würden bei der MBB Clean Energy AG zunächst schwerpunktmäßig die Bereiche Solar- und Windenergie gebündelt. Die Erlöse der 6,25%-igen Anleihe sollten dabei ausschließlich für den Erwerb von Wind- und Solarkraftprojekte genutzt werden. Dafür solle in den kommenden Jahren in Energieprojekte mit ca. 1.500 Megawatt an onshore produzierter "sauberer Energie" investiert werden.
Die Emittentin beabsichtige, ausschließlich in bestehende und ans Netz angeschlossene Solar- und Windparks zu investieren. Ein Projektentwicklungsrisiko, d.h. insbesondere die Entwicklung von Wind- und Solarkraftanlagen ohne sofortige Erlöse aus der Energiegewinnung und -einspeisung, solle nicht übernommen werden. Die Diversifikation der unterschiedlichen Sparten Wind und Solar sowie die Verteilung der Investments auf verschiedene Länder mit hohem politischen Stabilitätsfaktor (EU, in Ausnahmefällen auch Kanada und die USA) solle Risiken für den Investor verringern. So wolle die Emittentin vermeiden, dass eine potenzielle Veränderung der Wetterbedingungen alle Standorte und Energiesparten gleichermaßen beeinträchtige. Ebenso sollten dadurch nach Intention der Emittentin auch andere Risiken diversifiziert werden.
Vor einem Erwerb nehme die Emittentin die technischen, finanziellen und rechtlichen Prüfungen vor. Nach Erwerb von Energieprojekten durch die jeweiligen Projektgesellschaften solle deren Verwaltung für alle Projekte durch die Emittentin erfolgen. Dies beinhalte möglichst einheitliche und effiziente Strukturen für sowohl die administrative, finanzielle und technische Verwaltung einschließlich Vertragscontrolling, Versicherungs- und Grundstücksmanagement, kostengünstige Finanzierungen für die Projektgesellschaften sowie technisches Know-how für Reparaturen, Verbesserung der Verfügbarkeit und technisches Monitoring.
MBB Clean Energy gehe davon aus, dass sich der Markt für erneuerbare Energien aufgrund der Energiewende in Deutschland und auch vergleichbarer Diskussionen in anderen Ländern, der Kritik an der Atomenergie sowie der zumindest regional beschränkten Vorkommen fossiler Energieträger weiter positiv entwickle.
Nach Ansicht des Unternehmens würden die erneuerbaren Energien in Deutschland und auch in anderen Ländern insbesondere Europas weiter an Bedeutung gewinnen. Insbesondere Wind- und Solarkraftanlagen würden nach Einschätzung der Emittentin weiterhin verstärkt gebaut und sowohl neue als auch gebrauchte als Investitionsobjekte zur Verfügung stehen. Die Bedeutung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) und vergleichbarer Regelungen in anderen Ländern werde nach Einschätzung der Emittentin dabei zurückgehen, da Strom auch außerhalb des EEG bzw. vergleichbarer Regelungen zu marktfähigen Preisen immer stärker und umfassender verkaufbar werde.
Ein Kernkriterium für die Investments von MBB Clean Energy sei, dass jedes dieser Projekte eine Kapitalverzinsung, auf Basis des EBITDA/Return on Invest (ROI) abzüglich der Betriebskosten, von mindestens 10% erreiche.
Das Anleihekapital werde bis zur Investition an einen Treuhänder verpfändet, der zudem die Einhaltung der vorgegebenen Investment- und Due Diligence-Kriterien überwache. Außerdem würden sämtliche Erlöse aus den Energieprojekten solange beim Treuhänder verbleiben, bis die Anleihe in sechs Jahren zurückgezahlt sei. Darüber hinaus habe die Gesellschaft für die Anleger ein umfangreiches Versicherungspaket geschnürt: Neben politischen sichere es auch wetterbedingte Risiken sowie Risiken aus Änderungen bei den Einspeisevergütungen ab.
Außerdem greife es, wenn die Versicherungsstandards in dem jeweiligen Land unterhalb des in Deutschland üblichen Niveaus lägen. Diese Finanzierungsrückversicherung (FINITE) springe ein, wenn die Zahlungsströme aus den erworbenen Wind- und Solarparks ausbleiben würden. Auch die Versicherungserlöse würden direkt an den Treuhänder gehen.
Stärken/Chancen: Investments ausschließlich in bestehende Projektgesellschaften, die Solar- oder Windkraftanlagen halten würden, dadurch Generierung stabiler Cashflows; kein Projektentwicklungsrisiko; Finanzierungsrückversicherung, die u. a. Wetterrisiken, politische Risiken sowie eine Änderung der Einspeisevergütung abdecke.
Schwächen/Risiken: Das Emissionsvolumen erscheine angesichts des Branchensentiments sehr hoch. Der tatsächlich erzielbare Emissionserlös dürfte eine sinnvolle Diversifikation erschweren.
Die Idee, in bereits ans Netz angeschlossene Solar- und Windparks zu investieren, erscheine vielversprechend. Denn so gehe die Gesellschaft kein Projektentwicklungsrisiko ein. Die Cashflows dürften stabil und verlässlich sein. Zudem biete die Gesellschaft ein umfangreiches Treuhandkonzept und eine Finanzierungsrückversicherung. Aufgrund des Branchensentiments am Kapitalmarkt dürfte es jedoch schwierig werden, die angestrebten 300 Mio. Euro einzusammeln. Daher könnte sich eine sinnvolle Diversifikation in verschiedene Solar- und Windparks schwierig gestalten. CEO Eckhart Misera betone im Interview mit dem "BOND MAGAZINE", dass sich das Geschäftsmodell auch mit einem Emissionserlös von 50 Mio. Euro realisieren lasse.
Die Idee von MBB Clean Energy, in bereits ans Netz angeschlossene Solar- und Windparks zu investieren, erscheint vielversprechend, so die Experten von "fixed-income.org". (19.04.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die MBB Clean Energy AG emittiere eine Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 300 Mio. Euro. Das Kapital solle ausschließlich in bestehende und ans Netz angeschlossene Solar- und Windparks investiert werden, sodass die Gesellschaft kein Projektentwicklungsrisiko eingehe. Zudem gebe es ein umfangreiches Treuhandkonzept und eine Finanzierungsrückversicherung. Bei einer sechsjährigen Laufzeit biete die MBB Clean Energy AG für ihre Anleihe einen Kupon von 6,25%.
Die MBB Clean Energy AG beabsichtige, einer der führenden Erzeuger "sauberer Energie" in Deutschland zu werden. Während die MBB Projects Gruppe, zu der die Emittentin gehöre, insgesamt in sämtliche Bereiche der erneuerbaren Energien investiere, würden bei der MBB Clean Energy AG zunächst schwerpunktmäßig die Bereiche Solar- und Windenergie gebündelt. Die Erlöse der 6,25%-igen Anleihe sollten dabei ausschließlich für den Erwerb von Wind- und Solarkraftprojekte genutzt werden. Dafür solle in den kommenden Jahren in Energieprojekte mit ca. 1.500 Megawatt an onshore produzierter "sauberer Energie" investiert werden.
Die Emittentin beabsichtige, ausschließlich in bestehende und ans Netz angeschlossene Solar- und Windparks zu investieren. Ein Projektentwicklungsrisiko, d.h. insbesondere die Entwicklung von Wind- und Solarkraftanlagen ohne sofortige Erlöse aus der Energiegewinnung und -einspeisung, solle nicht übernommen werden. Die Diversifikation der unterschiedlichen Sparten Wind und Solar sowie die Verteilung der Investments auf verschiedene Länder mit hohem politischen Stabilitätsfaktor (EU, in Ausnahmefällen auch Kanada und die USA) solle Risiken für den Investor verringern. So wolle die Emittentin vermeiden, dass eine potenzielle Veränderung der Wetterbedingungen alle Standorte und Energiesparten gleichermaßen beeinträchtige. Ebenso sollten dadurch nach Intention der Emittentin auch andere Risiken diversifiziert werden.
Vor einem Erwerb nehme die Emittentin die technischen, finanziellen und rechtlichen Prüfungen vor. Nach Erwerb von Energieprojekten durch die jeweiligen Projektgesellschaften solle deren Verwaltung für alle Projekte durch die Emittentin erfolgen. Dies beinhalte möglichst einheitliche und effiziente Strukturen für sowohl die administrative, finanzielle und technische Verwaltung einschließlich Vertragscontrolling, Versicherungs- und Grundstücksmanagement, kostengünstige Finanzierungen für die Projektgesellschaften sowie technisches Know-how für Reparaturen, Verbesserung der Verfügbarkeit und technisches Monitoring.
MBB Clean Energy gehe davon aus, dass sich der Markt für erneuerbare Energien aufgrund der Energiewende in Deutschland und auch vergleichbarer Diskussionen in anderen Ländern, der Kritik an der Atomenergie sowie der zumindest regional beschränkten Vorkommen fossiler Energieträger weiter positiv entwickle.
Nach Ansicht des Unternehmens würden die erneuerbaren Energien in Deutschland und auch in anderen Ländern insbesondere Europas weiter an Bedeutung gewinnen. Insbesondere Wind- und Solarkraftanlagen würden nach Einschätzung der Emittentin weiterhin verstärkt gebaut und sowohl neue als auch gebrauchte als Investitionsobjekte zur Verfügung stehen. Die Bedeutung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) und vergleichbarer Regelungen in anderen Ländern werde nach Einschätzung der Emittentin dabei zurückgehen, da Strom auch außerhalb des EEG bzw. vergleichbarer Regelungen zu marktfähigen Preisen immer stärker und umfassender verkaufbar werde.
Das Anleihekapital werde bis zur Investition an einen Treuhänder verpfändet, der zudem die Einhaltung der vorgegebenen Investment- und Due Diligence-Kriterien überwache. Außerdem würden sämtliche Erlöse aus den Energieprojekten solange beim Treuhänder verbleiben, bis die Anleihe in sechs Jahren zurückgezahlt sei. Darüber hinaus habe die Gesellschaft für die Anleger ein umfangreiches Versicherungspaket geschnürt: Neben politischen sichere es auch wetterbedingte Risiken sowie Risiken aus Änderungen bei den Einspeisevergütungen ab.
Außerdem greife es, wenn die Versicherungsstandards in dem jeweiligen Land unterhalb des in Deutschland üblichen Niveaus lägen. Diese Finanzierungsrückversicherung (FINITE) springe ein, wenn die Zahlungsströme aus den erworbenen Wind- und Solarparks ausbleiben würden. Auch die Versicherungserlöse würden direkt an den Treuhänder gehen.
Stärken/Chancen: Investments ausschließlich in bestehende Projektgesellschaften, die Solar- oder Windkraftanlagen halten würden, dadurch Generierung stabiler Cashflows; kein Projektentwicklungsrisiko; Finanzierungsrückversicherung, die u. a. Wetterrisiken, politische Risiken sowie eine Änderung der Einspeisevergütung abdecke.
Schwächen/Risiken: Das Emissionsvolumen erscheine angesichts des Branchensentiments sehr hoch. Der tatsächlich erzielbare Emissionserlös dürfte eine sinnvolle Diversifikation erschweren.
Die Idee, in bereits ans Netz angeschlossene Solar- und Windparks zu investieren, erscheine vielversprechend. Denn so gehe die Gesellschaft kein Projektentwicklungsrisiko ein. Die Cashflows dürften stabil und verlässlich sein. Zudem biete die Gesellschaft ein umfangreiches Treuhandkonzept und eine Finanzierungsrückversicherung. Aufgrund des Branchensentiments am Kapitalmarkt dürfte es jedoch schwierig werden, die angestrebten 300 Mio. Euro einzusammeln. Daher könnte sich eine sinnvolle Diversifikation in verschiedene Solar- und Windparks schwierig gestalten. CEO Eckhart Misera betone im Interview mit dem "BOND MAGAZINE", dass sich das Geschäftsmodell auch mit einem Emissionserlös von 50 Mio. Euro realisieren lasse.
Die Idee von MBB Clean Energy, in bereits ans Netz angeschlossene Solar- und Windparks zu investieren, erscheint vielversprechend, so die Experten von "fixed-income.org". (19.04.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


