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Liquiditätskrise und Rezession zwingen in die Defensive
24.03.20 12:30
Unigestion
Genf (www.anleihencheck.de) - Die gegenwärtige Finanz- und bald auch Wirtschaftskrise begann mit einem Makroschock, so die Experten von Unigestion.
Dieser habe zu einer finanziellen Marktkorrektur geführt, eine Flucht in Liquidität ausgelöst und ein erhebliches systemisches Risiko verursacht. Obwohl diese Abfolge ähnlich wie bei früheren Krisen erscheine, darunter auch die berüchtigtste Krise der Nachkriegszeit - nämlich die Globale Finanzkrise von 2008 - seien die Experten von Unigestion der Meinung, dass es wesentliche Unterschiede gebe, die in Betracht gezogen werden müssten. Diese Unterschiede würden andere Maßnahmen für die Wirtschaft und die Märkte erfordern, zumal der Durchschnittsanleger jetzt in Richtung Cash fliehe: Deshalb könnte zu der Wirtschaftskrise noch eine Liquiditätskrise hinzukommen, die in die Defensive zwinge.
Nach Meinung der Experten von Unigestion seien es vier Kernpunkte, die diese Krise von anderen unterscheide:
Erstens sei dieser Schock exogen und mit Unsicherheiten behaftet. Dadurch entstehe eine schwierige Situation, die weitaus komplexer sei als der Zusammenbruch des Immobilienmarktes und/oder der Finanzmärkte in den Jahren 2008 und 2001. Aus diesem Grund sei auch die Suche nach einer Lösung heute viel ungewisser als bei früheren Krisen.
Zweitens seien im Gegensatz zu 2008 die Renditen zu Beginn der Krise niedrig gewesen. Die Bilanzen der Zentralbanken seien nach wie vor hoch, während die Staatsschulden nicht wesentlich zurückgegangen seien. Diese Situation werde das Ausmaß fiskalischer Stimulierung aus zwei Gründen begrenzen: Erstens entmutige die enorme Verschuldung die Marktteilnehmer, mehr davon zu absorbieren. Zweitens sei die Fähigkeit der Zentralbanken, die Renditen zu begrenzen, geringer als 2008: Der Überraschungsmoment sei vorbei, und die Dosis des Medikaments müsse stärker sein als zuvor, um erfolgreich zu wirken. Der Anstieg der Anleiherenditen der letzten zwei Wochen sei das Symptom dafür, und löse einen Korrelationsschock aus, da die Anleger in Richtung Bargeld flüchten würden.
Drittens betreffe die aktuelle Krise alle Wirtschaftsbereiche. Mit China hatten wir zunächst einen Produktionsschock, so die Experten von Unigestion. Mit der Ausbreitung des Virus auf die Eurozone und die USA werde dieser nun durch einen Nachfrageschock ergänzt. Im Jahr 2008 habe sich der Schock auf den US-Immobiliensektor konzentriert und auf die Finanzwelt übergegriffen. Heute sei das Ausmaß des Schadens viel breiter.
Schließlich viertens sei die Welt äußerst abhängig vom Niveau der Zinssätze: Die heutige Zinssensitivität sei größer denn je. Finanzanlagen, BIP-Wachstum und soziale Stabilität hätten weitgehend von den niedrigen Anleiherenditen der letzten zehn Jahre profitiert. Angesichts der potenziellen Zunahme der Staatsverschuldung könnte ein Anstieg der Anleiherenditen daher weltweit negative Auswirkungen auf die Märkte, die Wirtschaft und die Bevölkerung im weiteren Sinne haben.
Diese außergewöhnliche Situation erfordert eine Sonderreaktion, und wir verfügen nun über mehr Informationen zu den verschiedenen Finanzplänen, die in den betroffenen Ländern vorgeschlagen werden, so die Experten von Unigestion. Es gebe zwei verschiedene Arten von Plänen: Direkte Pläne und Pläne auf Darlehensbasis: Direkt - Pläne in den USA und in anderen Ländern, ein Fiskalprogramm für direkte Ausgaben durchzuführen, um das Wachstum zu unterstützen und kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) zu helfen, den Schock zu überstehen; Kredite - in Europa bestünden vor allem Pläne, der Wirtschaft bei Bedarf Geld zu leihen, um die Zahl der Ausfälle zu begrenzen.
Die erforderlichen Staatsausgaben um den gegenwärtigen Makroschock abzufedern würden höher sein als 2008. Unser Kernszenario geht nun von einer 5%igen Schrumpfung im zweiten Quartal aus, was einen erheblichen Rezessionsschock für die Weltwirtschaft darstellt, so die Experten von Unigestion. Diese Schätzungen könnten sogar noch höher ausfallen, sollte die Quarantänezeit länger dauern.
Von dem, was die meisten Regierungen bisher angekündigt hätten, entsprächen die Zahlen noch nicht diesem Niveau, mit Ausnahme der USA. Die Regierungen würden eine wichtige Rolle spielen, um die Reaktionen der verschiedenen Länder zu verstehen: Für die USA sei eine groß angelegte Reaktion zu erwarten, im Falle Europas sollte es nach Meinung der Experten von Unigestion schwieriger sein, deutlich mehr auszugeben. In Europa sei bisher vor allem ein Kreditvergabemechanismus angekündigt worden, also keine Steuerausgaben an sich.
Nach Berechnungen der Experten von Unigestion dürften die Auswirkungen in der Größenordnung von 2,5 Billionen USD negatives Wachstum in den USA und bei etwa ähnlichen Zahlen in Europa liegen. Derzeit würden die Regierungen etwa 2 Billionen "direkte" Maßnahmen und 1,8 Billionen USD kreditbezogene Maßnahmen anbieten. Das Problem sei, dass die meisten dieser 2 Billionen USD in Form einer Virus-Gesetzesvorlage aus den USA kämen. Die Experten von Unigestion würden davon ausgehen, dass das Gesetz verabschiedet werde, aber ohne die Bemühungen der USA würden die übrigen Regierungen nur 10% dessen beitragen, was zum Ausgleich der negativen Folgen unseres Kernszenarios erforderlich sei. Dies sei nach Ansicht der Experten von Unigestion nicht ausreichend.
Es werde einige Zeit dauern, bis dieser Stimulus die Wirtschaft erreiche: Die Ankündigung sollte die Investoren beruhigen, aber ihre tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen würden erst nach einer gewissen Zeit den weltweiten Verlust an Wohlstand und Einnahmen aufgrund der strengen Quarantänemaßnahmen ausgleichen können. Zwischen der Verabschiedung eines Finanzierungsgesetzes und dem Zeitpunkt, an dem es in die Taschen der Haushalte und KMUs gehe, sei eine Verzögerung zu erwarten, und das sei eine zusätzliche Unsicherheit, die kluge Investoren in ihren Szenarien berücksichtigen müssten.
Zudem - und wahrscheinlich noch wichtiger - erwarte man, dass der durchschnittliche Anleger schnell in Liquidität fliehen werde, was zu einem erhöhten Bedarf an Marktliquidität führe. Die FED stelle diese Liquidität derzeit nur auf dem Treasuries-Markt zur Verfügung: Die Experten von Unigestion würden glauben, dass die restlichen Märkte nun diesem steigenden Liquiditätsrisiko ausgesetzt seien. Dies sollte Anlagelösungen wie ETFs schwer belasten und möglicherweise Verwerfungen bei den Marktpreisen verursachen, die die derzeitige Panik noch verschärfen dürften. Was wäre die Lösung?
Um diese Folgen zurückzudrängen, wäre aus Sicht der Experten von Unigestion eine neue Art von "Helikoptergeld" notwendig. Eine aktualisierte TARP-Version, bei der alle Vermögenswerte einschließlich Aktien-ETFs und Unternehmens-HYs gekauft würden, wie es die Bank von Japan seit einiger Zeit tue, würde sicher helfen. Wäre das ausreichend? Das wisse man nicht und niemand wisse es endgültig.
Unsere größte wirtschaftliche Befürchtung ist vorerst, dass der schwächste Teil der Wirtschaft, der am meisten unter dieser Krise leiden wird (KMUs), einen großen Teil der Beschäftigung und des Konsums ausmacht, so die Experten von Unigestion. Die KMUs würden von einer Lockerung der Geldpolitik nur begrenzt profitieren: Der fiskalische Stimulus müsse daher groß sein, um die Grenzen der Geldpolitik auszugleichen. Im Jahr 2008 sei der Wohnungsmarkt zinsgetrieben gewesen: Die heutige Situation sei dagegen viel weniger empfindlich gegenüber den Maßnahmen der Zentralbanken (kurz- und längerfristige Zinsen).
Bevor wir an die Märkte zurückkehren und unsere Cash-Position reduzieren würden, wären drei wesentliche Bedingungen notwendig, so die Experten von Unigestion.
1. Eine deutliche Verbesserung der Gesundheitslage, d.h. eine Verlangsamung der Wachstumsrate der Zahl der neuen COVID19-Fälle. So weit sind wir noch nicht, und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt sie in Europa immer noch bei 20%, so die Experten von Unigestion.
2. Wie bereits erläutert, eine signifikante Kombination aus fiskal- und geldpolitischen Stimulierungen, einschließlich aller oben genannten Herausforderungen.
3. Ein weiterer Rückgang der Aktienkurse, der dem Ausmaß der derzeit erwarteten wirtschaftlichen Kontraktion entspreche. Historisch gesehen bedeute in Rezessionsphasen jedes Prozent des negativen BIP-Wachstums etwa eine zehnfache Kontraktion des Gewinnwachstums und eine vergleichbare Veränderung des Aktienkurses. Die nächsten Gewinnmeldungen würden für die Kursfeststellung von Aktien ungewöhnlich relevant werden. Daher sei ein Rückgang vom Höchststand bei Aktien ähnlich wie 2008 erforderlich, um das zentrale Makroszenario der Experten von Unigestion zu erfüllen.
Keine dieser Bedingungen sei vorerst erfüllt. Technische Rallys könnten stattfinden, aber die damit einhergehende Verbesserung dürfte nach Meinung der Experten von Unigestion nur von kurzer Dauer sein. Längerfristig würden die Experten glauben, dass die Kombination aus Liquiditätsengpässen und ungewissen, jedoch erheblichen makroökonomischen Schäden die meisten wachstumsorientierten Anlagen belasten werde. Die Experten von Unigestion würden deshalb defensiv positioniert bleiben. (24.03.2020/alc/a/a)
Dieser habe zu einer finanziellen Marktkorrektur geführt, eine Flucht in Liquidität ausgelöst und ein erhebliches systemisches Risiko verursacht. Obwohl diese Abfolge ähnlich wie bei früheren Krisen erscheine, darunter auch die berüchtigtste Krise der Nachkriegszeit - nämlich die Globale Finanzkrise von 2008 - seien die Experten von Unigestion der Meinung, dass es wesentliche Unterschiede gebe, die in Betracht gezogen werden müssten. Diese Unterschiede würden andere Maßnahmen für die Wirtschaft und die Märkte erfordern, zumal der Durchschnittsanleger jetzt in Richtung Cash fliehe: Deshalb könnte zu der Wirtschaftskrise noch eine Liquiditätskrise hinzukommen, die in die Defensive zwinge.
Nach Meinung der Experten von Unigestion seien es vier Kernpunkte, die diese Krise von anderen unterscheide:
Erstens sei dieser Schock exogen und mit Unsicherheiten behaftet. Dadurch entstehe eine schwierige Situation, die weitaus komplexer sei als der Zusammenbruch des Immobilienmarktes und/oder der Finanzmärkte in den Jahren 2008 und 2001. Aus diesem Grund sei auch die Suche nach einer Lösung heute viel ungewisser als bei früheren Krisen.
Zweitens seien im Gegensatz zu 2008 die Renditen zu Beginn der Krise niedrig gewesen. Die Bilanzen der Zentralbanken seien nach wie vor hoch, während die Staatsschulden nicht wesentlich zurückgegangen seien. Diese Situation werde das Ausmaß fiskalischer Stimulierung aus zwei Gründen begrenzen: Erstens entmutige die enorme Verschuldung die Marktteilnehmer, mehr davon zu absorbieren. Zweitens sei die Fähigkeit der Zentralbanken, die Renditen zu begrenzen, geringer als 2008: Der Überraschungsmoment sei vorbei, und die Dosis des Medikaments müsse stärker sein als zuvor, um erfolgreich zu wirken. Der Anstieg der Anleiherenditen der letzten zwei Wochen sei das Symptom dafür, und löse einen Korrelationsschock aus, da die Anleger in Richtung Bargeld flüchten würden.
Drittens betreffe die aktuelle Krise alle Wirtschaftsbereiche. Mit China hatten wir zunächst einen Produktionsschock, so die Experten von Unigestion. Mit der Ausbreitung des Virus auf die Eurozone und die USA werde dieser nun durch einen Nachfrageschock ergänzt. Im Jahr 2008 habe sich der Schock auf den US-Immobiliensektor konzentriert und auf die Finanzwelt übergegriffen. Heute sei das Ausmaß des Schadens viel breiter.
Schließlich viertens sei die Welt äußerst abhängig vom Niveau der Zinssätze: Die heutige Zinssensitivität sei größer denn je. Finanzanlagen, BIP-Wachstum und soziale Stabilität hätten weitgehend von den niedrigen Anleiherenditen der letzten zehn Jahre profitiert. Angesichts der potenziellen Zunahme der Staatsverschuldung könnte ein Anstieg der Anleiherenditen daher weltweit negative Auswirkungen auf die Märkte, die Wirtschaft und die Bevölkerung im weiteren Sinne haben.
Diese außergewöhnliche Situation erfordert eine Sonderreaktion, und wir verfügen nun über mehr Informationen zu den verschiedenen Finanzplänen, die in den betroffenen Ländern vorgeschlagen werden, so die Experten von Unigestion. Es gebe zwei verschiedene Arten von Plänen: Direkte Pläne und Pläne auf Darlehensbasis: Direkt - Pläne in den USA und in anderen Ländern, ein Fiskalprogramm für direkte Ausgaben durchzuführen, um das Wachstum zu unterstützen und kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) zu helfen, den Schock zu überstehen; Kredite - in Europa bestünden vor allem Pläne, der Wirtschaft bei Bedarf Geld zu leihen, um die Zahl der Ausfälle zu begrenzen.
Die erforderlichen Staatsausgaben um den gegenwärtigen Makroschock abzufedern würden höher sein als 2008. Unser Kernszenario geht nun von einer 5%igen Schrumpfung im zweiten Quartal aus, was einen erheblichen Rezessionsschock für die Weltwirtschaft darstellt, so die Experten von Unigestion. Diese Schätzungen könnten sogar noch höher ausfallen, sollte die Quarantänezeit länger dauern.
Nach Berechnungen der Experten von Unigestion dürften die Auswirkungen in der Größenordnung von 2,5 Billionen USD negatives Wachstum in den USA und bei etwa ähnlichen Zahlen in Europa liegen. Derzeit würden die Regierungen etwa 2 Billionen "direkte" Maßnahmen und 1,8 Billionen USD kreditbezogene Maßnahmen anbieten. Das Problem sei, dass die meisten dieser 2 Billionen USD in Form einer Virus-Gesetzesvorlage aus den USA kämen. Die Experten von Unigestion würden davon ausgehen, dass das Gesetz verabschiedet werde, aber ohne die Bemühungen der USA würden die übrigen Regierungen nur 10% dessen beitragen, was zum Ausgleich der negativen Folgen unseres Kernszenarios erforderlich sei. Dies sei nach Ansicht der Experten von Unigestion nicht ausreichend.
Es werde einige Zeit dauern, bis dieser Stimulus die Wirtschaft erreiche: Die Ankündigung sollte die Investoren beruhigen, aber ihre tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen würden erst nach einer gewissen Zeit den weltweiten Verlust an Wohlstand und Einnahmen aufgrund der strengen Quarantänemaßnahmen ausgleichen können. Zwischen der Verabschiedung eines Finanzierungsgesetzes und dem Zeitpunkt, an dem es in die Taschen der Haushalte und KMUs gehe, sei eine Verzögerung zu erwarten, und das sei eine zusätzliche Unsicherheit, die kluge Investoren in ihren Szenarien berücksichtigen müssten.
Zudem - und wahrscheinlich noch wichtiger - erwarte man, dass der durchschnittliche Anleger schnell in Liquidität fliehen werde, was zu einem erhöhten Bedarf an Marktliquidität führe. Die FED stelle diese Liquidität derzeit nur auf dem Treasuries-Markt zur Verfügung: Die Experten von Unigestion würden glauben, dass die restlichen Märkte nun diesem steigenden Liquiditätsrisiko ausgesetzt seien. Dies sollte Anlagelösungen wie ETFs schwer belasten und möglicherweise Verwerfungen bei den Marktpreisen verursachen, die die derzeitige Panik noch verschärfen dürften. Was wäre die Lösung?
Um diese Folgen zurückzudrängen, wäre aus Sicht der Experten von Unigestion eine neue Art von "Helikoptergeld" notwendig. Eine aktualisierte TARP-Version, bei der alle Vermögenswerte einschließlich Aktien-ETFs und Unternehmens-HYs gekauft würden, wie es die Bank von Japan seit einiger Zeit tue, würde sicher helfen. Wäre das ausreichend? Das wisse man nicht und niemand wisse es endgültig.
Unsere größte wirtschaftliche Befürchtung ist vorerst, dass der schwächste Teil der Wirtschaft, der am meisten unter dieser Krise leiden wird (KMUs), einen großen Teil der Beschäftigung und des Konsums ausmacht, so die Experten von Unigestion. Die KMUs würden von einer Lockerung der Geldpolitik nur begrenzt profitieren: Der fiskalische Stimulus müsse daher groß sein, um die Grenzen der Geldpolitik auszugleichen. Im Jahr 2008 sei der Wohnungsmarkt zinsgetrieben gewesen: Die heutige Situation sei dagegen viel weniger empfindlich gegenüber den Maßnahmen der Zentralbanken (kurz- und längerfristige Zinsen).
Bevor wir an die Märkte zurückkehren und unsere Cash-Position reduzieren würden, wären drei wesentliche Bedingungen notwendig, so die Experten von Unigestion.
1. Eine deutliche Verbesserung der Gesundheitslage, d.h. eine Verlangsamung der Wachstumsrate der Zahl der neuen COVID19-Fälle. So weit sind wir noch nicht, und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt sie in Europa immer noch bei 20%, so die Experten von Unigestion.
2. Wie bereits erläutert, eine signifikante Kombination aus fiskal- und geldpolitischen Stimulierungen, einschließlich aller oben genannten Herausforderungen.
3. Ein weiterer Rückgang der Aktienkurse, der dem Ausmaß der derzeit erwarteten wirtschaftlichen Kontraktion entspreche. Historisch gesehen bedeute in Rezessionsphasen jedes Prozent des negativen BIP-Wachstums etwa eine zehnfache Kontraktion des Gewinnwachstums und eine vergleichbare Veränderung des Aktienkurses. Die nächsten Gewinnmeldungen würden für die Kursfeststellung von Aktien ungewöhnlich relevant werden. Daher sei ein Rückgang vom Höchststand bei Aktien ähnlich wie 2008 erforderlich, um das zentrale Makroszenario der Experten von Unigestion zu erfüllen.
Keine dieser Bedingungen sei vorerst erfüllt. Technische Rallys könnten stattfinden, aber die damit einhergehende Verbesserung dürfte nach Meinung der Experten von Unigestion nur von kurzer Dauer sein. Längerfristig würden die Experten glauben, dass die Kombination aus Liquiditätsengpässen und ungewissen, jedoch erheblichen makroökonomischen Schäden die meisten wachstumsorientierten Anlagen belasten werde. Die Experten von Unigestion würden deshalb defensiv positioniert bleiben. (24.03.2020/alc/a/a)


