Leitzinssatz in Polen und Tschechien gesenkt


19.03.20 10:00
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die polnische Nationalbank hat am Dienstag als Reaktion auf die Corona-Virus-Pandemie den Leitzinssatz von 1,50% auf 1,00% gesenkt, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Es sei die erste Senkung seit 2015 und diene zum Schutz der Wirtschaft vor den Auswirkungen von COVID-19.

Auch die Tschechische Nationalbank habe bereits am Montagnachmittag den Leitzinssatz von 2,25% auf 1,75% gesenkt. Die anti-zyklische Kapitalpufferanforderung für Kredite sei ebenfalls auf 1,75% gesenkt worden. Die Zinssenkung stelle damit eine Kehrtwende in der Geldpolitik dar; Zinserhöhungen seien angesichts der Krise kein Thema mehr. EUR/CZK (Tschechische Krone) sei über 27,00 hinaus geschossen und habe in der Spitze 27,87 erreicht, den höchsten Wert seit 2017. Die Krone habe sich danach nicht stabilisieren können und stehe heute morgen bei 27,80. Mit weiteren Maßnahmen der Tschechischen Notenbank müsse gerechnet werden.

Die Ungarische Nationalbank habe dem Markt massiv HUF (Ungarischer Forint)-Liquidität für eingelieferte Wertpapiere zur Verfügung gestellt. Ungarische Anleiherenditen würden neue Höchststände erreichen und EUR/HUF sei bis 354,00 gestiegen. HUF- und CZK-Schwäche halte an. (19.03.2020/alc/a/a)




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