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Leitzinsen: EZB bereitet QE-Ausstieg vor, FED unbeirrt
13.04.18 10:30
Independent Research
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die EZB hat im Rahmen der März-Sitzung die Kommunikation vorsichtig angepasst, so die Analysten von Independent Research.
Der sogenannte "easing bias", also die jederzeit mögliche Aufstockung und Verlängerung der Anleihekäufe, sei gestrichen worden. Ein Schritt, der aber letztendlich wenig ändere, denn sollten sich die Konjunkturaussichten und mithin die Inflationserwartungen tatsächlich unerwartet deutlich eintrüben, stände die EZB wieder bereit. Ganz in diesem Sinne sei die Anpassung in der anschließenden Pressekonferenz heruntergespielt worden. Vor allem habe die EZB an der Formulierung festgehalten, wonach die Wertpapierkäufe so lange fortgeführt werden sollten, bis ein klarer Aufwärtstrend bei der Inflation erkennbar sei. Die Leitzinsen (u.a. Hauptrefinanzierungssatz: 0,0%) seien erwartungsgemäß unverändert geblieben.
Die neuen Makro-Projektionen der EZB seien gegenüber Dezember lediglich marginal angepasst worden (Wachstumsprognose 2018: +2,4% (bisher: +2,3%); ansonsten unverändert). Bei der Inflationsprognose habe es für 2019 eine leichte Abwärtskorrektur gegeben (+1,4% (bisher: +1,5%); 2020e unverändert: +1,7%). Trotz der guten Konjunkturlage sei man sich bei der EZB aber noch nicht sicher, dass die Inflation das Ziel ("unter, aber nahe 2,0%") auf absehbare Zeit erreiche. Im Hinblick auf das QE-Programm würden die Analysten mit einer Einstellung zum Ende des Jahres rechnen, wobei es über den September hinaus mit einem reduzierten Volumen (aktuell: 30 Mrd. Euro monatlich) auslaufen dürfte. Die erste Anhebung der Leitzinsen (Einlagesatz von -0,40% auf -0,20%) würden sie im Juni 2019 erwarten.
Die FED habe auf der März-Sitzung erwartungsgemäß den Leitzinskorridor um 25 Basispunkte auf 1,50% bis 1,75% angehoben. Neben den Wachstumsprognosen (u.a. 2019e: +2,4% (bisher: +2,1%)) seien auch die Erwartungen an den künftigen Leitzinspfad nach oben angepasst worden. Die sogenannten Dots würden im Mittel für 2018 nach wie vor drei und für 2019 nun auch drei (bisher: zwei) weitere 25 Basispunkt-Zinsschritte vorsehen. Ob es in diesem Jahr drei (Geldterminmärkte) oder vier (wachsende Anzahl von Volkswirten) Zinsanhebungen geben werde, hänge maßgeblich vom Lohnwachstum (stärker als erwartet im Januar; schwächer als erwartet im Februar) ab. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten zunächst an drei Zinsschritten in diesem Jahr festhalten, zumal sie von weiterer politischer Unsicherheit ausgehen würden. (Investment Navigator Q1 2018) (13.04.2018/alc/a/a)
Der sogenannte "easing bias", also die jederzeit mögliche Aufstockung und Verlängerung der Anleihekäufe, sei gestrichen worden. Ein Schritt, der aber letztendlich wenig ändere, denn sollten sich die Konjunkturaussichten und mithin die Inflationserwartungen tatsächlich unerwartet deutlich eintrüben, stände die EZB wieder bereit. Ganz in diesem Sinne sei die Anpassung in der anschließenden Pressekonferenz heruntergespielt worden. Vor allem habe die EZB an der Formulierung festgehalten, wonach die Wertpapierkäufe so lange fortgeführt werden sollten, bis ein klarer Aufwärtstrend bei der Inflation erkennbar sei. Die Leitzinsen (u.a. Hauptrefinanzierungssatz: 0,0%) seien erwartungsgemäß unverändert geblieben.
Die neuen Makro-Projektionen der EZB seien gegenüber Dezember lediglich marginal angepasst worden (Wachstumsprognose 2018: +2,4% (bisher: +2,3%); ansonsten unverändert). Bei der Inflationsprognose habe es für 2019 eine leichte Abwärtskorrektur gegeben (+1,4% (bisher: +1,5%); 2020e unverändert: +1,7%). Trotz der guten Konjunkturlage sei man sich bei der EZB aber noch nicht sicher, dass die Inflation das Ziel ("unter, aber nahe 2,0%") auf absehbare Zeit erreiche. Im Hinblick auf das QE-Programm würden die Analysten mit einer Einstellung zum Ende des Jahres rechnen, wobei es über den September hinaus mit einem reduzierten Volumen (aktuell: 30 Mrd. Euro monatlich) auslaufen dürfte. Die erste Anhebung der Leitzinsen (Einlagesatz von -0,40% auf -0,20%) würden sie im Juni 2019 erwarten.
Die FED habe auf der März-Sitzung erwartungsgemäß den Leitzinskorridor um 25 Basispunkte auf 1,50% bis 1,75% angehoben. Neben den Wachstumsprognosen (u.a. 2019e: +2,4% (bisher: +2,1%)) seien auch die Erwartungen an den künftigen Leitzinspfad nach oben angepasst worden. Die sogenannten Dots würden im Mittel für 2018 nach wie vor drei und für 2019 nun auch drei (bisher: zwei) weitere 25 Basispunkt-Zinsschritte vorsehen. Ob es in diesem Jahr drei (Geldterminmärkte) oder vier (wachsende Anzahl von Volkswirten) Zinsanhebungen geben werde, hänge maßgeblich vom Lohnwachstum (stärker als erwartet im Januar; schwächer als erwartet im Februar) ab. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten zunächst an drei Zinsschritten in diesem Jahr festhalten, zumal sie von weiterer politischer Unsicherheit ausgehen würden. (Investment Navigator Q1 2018) (13.04.2018/alc/a/a)
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| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,40 % | 2,15 % | ||


