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Leitzins - Rückkehr zur alten Normalität?
23.05.24 10:17
MFS Investment Management
Boston (www.anleihencheck.de) - "Länger höher" oder "Back to Normal"? Benoit Anne, Anleiheexperte bei MFS Investment Management wirft einen Blick auf die aktuelle Zinsentwicklung und die Vorteile von Anleihen in der derzeitigen Marktphase:
Die zehnjährigen US-Zinsen hätten im Zeitraum von Januar 2000 bis zur globalen Finanzkrise 2008 im Durchschnitt bei 4,59 Prozent gelegen. Auf diesem Niveau befinde man sich auch jetzt wieder - mehr oder weniger. Im Gegensatz dazu hätten die zehnjährigen US-Zinsen in der Zeit nach der Finanzkrise im Durchschnitt bei nur 2,2 Prozent gelegen. Dieser ziemlich große Unterschied sei die Folge der jahrelangen lockeren Geldpolitik.
Wo habe der Leitzins der US-Notenbank im Januar 2000 gelegen? Er habe bei 5,50 Prozent gelegen. Das heiße, hohe Zinsen seien nichts Neues. Im Gegenteil: Man sollte die Rückkehr zur alten Normalität feiern - eine Marktphase, in der festverzinsliche Wertpapiere eine sehr wichtige Anlageklasse seien.
Zwar würden festverzinsliche Wertpapiere zurzeit mit Aktien korrelieren. Das sei aber nicht unbedingt schlecht. Wenn man von Anleihen erwarte, dass sie zur Diversifizierung beitragen würden, sei eine hohe Korrelation natürlich suboptimal. Anleihen böten jedoch noch einen anderen Vorteil: Sie würden der Risikominderung dienen. Ein Beispiel: Die Volatilität im Zehn-Jahres-Zeitraum des S&P 500 liege bei 15 Prozent, beim US IG Corporate Credit hingegen nur bei 6,8 Prozent.
Die Experten würden sogar einen Schritt weiter gehen und argumentieren, dass festverzinsliche Wertpapiere von der derzeitigen hohen Korrelation profitieren könnten. Angesichts der geringeren Diversifizierungsvorteile bedeute die hohe Korrelation, dass das Gesamtrisiko des Portfolios gestiegen sei. Aus Sicht des Risikomanagements wäre es daher sinnvoll, die Volatilität des Portfolios aktiv zu senken, was durch eine höhere Allokation in festverzinsliche Wertpapiere erreicht werden könne.
Auf längere Sicht gesehen werde sich die Korrelation zwischen Anleihen und Aktien wahrscheinlich auf einem niedrigeren Niveau einpendeln. Bis es dazu komme, sei jedoch noch Geduld gefragt. Solange der Fokus der Finanzmärkte auf der Geldmarktpolitik liege, werde die Korrelation zwischen Anleihen und Aktien erhöht bleiben. Aber das sei vielleicht gar nicht so schlecht. Denn in einem positiven Börsenumfeld wie derzeit dürften sich sowohl Anleihen als auch Aktien gut entwickeln. (23.05.2024/alc/a/a)
Die zehnjährigen US-Zinsen hätten im Zeitraum von Januar 2000 bis zur globalen Finanzkrise 2008 im Durchschnitt bei 4,59 Prozent gelegen. Auf diesem Niveau befinde man sich auch jetzt wieder - mehr oder weniger. Im Gegensatz dazu hätten die zehnjährigen US-Zinsen in der Zeit nach der Finanzkrise im Durchschnitt bei nur 2,2 Prozent gelegen. Dieser ziemlich große Unterschied sei die Folge der jahrelangen lockeren Geldpolitik.
Zwar würden festverzinsliche Wertpapiere zurzeit mit Aktien korrelieren. Das sei aber nicht unbedingt schlecht. Wenn man von Anleihen erwarte, dass sie zur Diversifizierung beitragen würden, sei eine hohe Korrelation natürlich suboptimal. Anleihen böten jedoch noch einen anderen Vorteil: Sie würden der Risikominderung dienen. Ein Beispiel: Die Volatilität im Zehn-Jahres-Zeitraum des S&P 500 liege bei 15 Prozent, beim US IG Corporate Credit hingegen nur bei 6,8 Prozent.
Die Experten würden sogar einen Schritt weiter gehen und argumentieren, dass festverzinsliche Wertpapiere von der derzeitigen hohen Korrelation profitieren könnten. Angesichts der geringeren Diversifizierungsvorteile bedeute die hohe Korrelation, dass das Gesamtrisiko des Portfolios gestiegen sei. Aus Sicht des Risikomanagements wäre es daher sinnvoll, die Volatilität des Portfolios aktiv zu senken, was durch eine höhere Allokation in festverzinsliche Wertpapiere erreicht werden könne.
Auf längere Sicht gesehen werde sich die Korrelation zwischen Anleihen und Aktien wahrscheinlich auf einem niedrigeren Niveau einpendeln. Bis es dazu komme, sei jedoch noch Geduld gefragt. Solange der Fokus der Finanzmärkte auf der Geldmarktpolitik liege, werde die Korrelation zwischen Anleihen und Aktien erhöht bleiben. Aber das sei vielleicht gar nicht so schlecht. Denn in einem positiven Börsenumfeld wie derzeit dürften sich sowohl Anleihen als auch Aktien gut entwickeln. (23.05.2024/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


