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Legg Mason-Experten zur Zinserhöhung der FED
14.12.17 14:30
Legg Mason
Baltimore (www.anleihencheck.de) - Die Zinserhöhung der FED war für die Märkte keine Überraschung und lange eingepreist, so die Experten von Legg Mason.
Doch über die Zukunft seien sich nicht alle Marktteilnehmer - und FOMC-Mitglieder - einig.
Ken Leech, Chief Investment Officer bei der auf Anleihen spezialisierten Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset vergleiche die US-Zinskurve mittlerweile mit Kassandra, einer Figur aus der griechischen Mythologie, deren Vorhersagen zwar immer richtig gewesen seien, denen aber niemand geglaubt habe. Diesen Fehler wollten Anleger wie die Legg Mason-Tochter vermeiden - das zumindest betone Leech: "Wir nehmen das Warnsignal der Zinskurve ernst."
Für Leechs Kollege Jack McIntyre von der Legg Mason-Tochter Brandywine Global seien die "Dot Plots", die Punkte auf der Zinskurve, sogar nur ein Grundrauschen, ein Vorhersageinstrument: "In Wahrheit wird die FED den Markt und das wirtschaftliche Umfeld weiter beobachten. Denn letztendlich bleibt die Währungspolitik datenabhängig."
Für McIntyre sei erst das nächste FED-Meeting im März 2018 wirklich entscheidend, da dann auch der Führungswechsel innerhalb der Zentralbank vollzogen sei. Bei Brandywine Global gehe man jedoch nicht davon aus, dass der neue FED-Chef Powell einen völlig neuen Kurs einschlagen werde, solange es keine dramatischen Veränderungen gebe. "Interessanterweise gab es zwei Gegenstimmen, die gegen eine Zinserhöhung jetzt im Dezember waren. Das ist ein sehr seltener Zwischenfall und könnte bedeuten, dass sich die FED einen weiteren Zinsschritt im kommenden März noch einmal überlegt", schließe McIntyre ab. (14.12.2017/alc/a/a)
Doch über die Zukunft seien sich nicht alle Marktteilnehmer - und FOMC-Mitglieder - einig.
Für Leechs Kollege Jack McIntyre von der Legg Mason-Tochter Brandywine Global seien die "Dot Plots", die Punkte auf der Zinskurve, sogar nur ein Grundrauschen, ein Vorhersageinstrument: "In Wahrheit wird die FED den Markt und das wirtschaftliche Umfeld weiter beobachten. Denn letztendlich bleibt die Währungspolitik datenabhängig."
Für McIntyre sei erst das nächste FED-Meeting im März 2018 wirklich entscheidend, da dann auch der Führungswechsel innerhalb der Zentralbank vollzogen sei. Bei Brandywine Global gehe man jedoch nicht davon aus, dass der neue FED-Chef Powell einen völlig neuen Kurs einschlagen werde, solange es keine dramatischen Veränderungen gebe. "Interessanterweise gab es zwei Gegenstimmen, die gegen eine Zinserhöhung jetzt im Dezember waren. Das ist ein sehr seltener Zwischenfall und könnte bedeuten, dass sich die FED einen weiteren Zinsschritt im kommenden März noch einmal überlegt", schließe McIntyre ab. (14.12.2017/alc/a/a)


