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Konstruktives Umfeld für Anleihen-Investments
05.04.17 11:00
Swisscanto Invest
Zürich (www.anleihencheck.de) - Seit einigen Jahren erwarten die Finanzmärkte das Ende des Zyklus mit fallenden Zinsen, so die Experten von Swisscanto Invest.
Doch Jahr für Jahr hätten Notenbanken die Marktteilnehmer eines Besseren belehrt. Mit der historisch erstmaligen Einführung von Negativzinsen durch die Schweizer Nationalbank und darauf folgend durch die Europäische Zentralbank (EZB) seien Investoren sogar überrascht worden bezüglich möglicher Zinsentwicklungen. Nachdem die US-Notenbank nun zwei Zinserhöhungen durchgeführt habe, stehe die Frage wieder im Raum: Sei der Zyklus am Wendepunkt?
"Für Anleiheninvestoren ist es eine spannende Phase. Der sanft eingeleiteten Zinswende in den USA steht Europa gegenüber. Wir erwarten aufgrund steigender Inflationszahlen und besserer globaler Konjunkturprognosen weder Zinssenkungen noch -erhöhungen durch die EZB. Daher sehen wir noch kein wirkliches Ende des Zyklus und werten das Umfeld für Anleihen-Investments als konstruktiv. Auch die Wahl Donald Trumps schadete den Finanzmärkten nicht und die Wachstumsaussichten in den USA sind ein gutes Zeichen", so Thomas Kirchmair, Manager des Swisscanto (LU) Bond Fund Global Credit Opportunities.
Insgesamt seien die globalen Wirtschaftsdaten unterstützend. Auch der Surprise-Index, der aktuelle Daten zu den erwarteten Zahlen relativ ins Verhältnis setze, sei positiv. Die tatsächlichen Resultate würden derzeit die Erwartungen übertreffen - überwiegend bei den Sentimentindikatoren.
"Diese Tatsache ist im Markt eingepreist. Zudem wird es immer schwieriger, die steigenden Erwartungen zu erfüllen, sodass im zweiten Quartal auch einmal ein Dämpfer möglich wäre. Momentan registrieren wir fundamentale Daten, die bereits im ersten Quartal 2017 für gute Entwicklungen in den Anleihenmärkten sorgten. Neben den erfreulichen Trump-Effekten stabilisierten sich die Schwellenländer. Deren Währungen notieren wieder auf dem Niveau vor der US-Wahl und der US-Dollar legt nur langsam zu. Aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds und dem Verhalten der Notenbanken sehen wir momentan einen Sweet spot für höher rentierliche Anleihen", sage Kirchmair.
Politische Risiken für das Anleihensegment würden von den europäischen Wahlen ausgehen. Hier wäre es wichtig, dass analog der Wahl in den Niederlanden kein Rechtsruck - zum Beispiel in Frankreich - entstehe. Denn wenn die politische Mitte und das Konstrukt der EU gestärkt würden, komme das Anlegervertrauen in Europa zurück und entsprechend Investitionen. "Mit diesem für Europa positiven Szenario rechnen wir auch. Doch wir sind wachsam beim Investieren, denn die Aussagekraft von Vorhersagen und Umfragen sind mit Vorsicht zu genießen, wie die US-Wahl belegte", meine Kirchmair. (05.04.2017/alc/a/a)
Doch Jahr für Jahr hätten Notenbanken die Marktteilnehmer eines Besseren belehrt. Mit der historisch erstmaligen Einführung von Negativzinsen durch die Schweizer Nationalbank und darauf folgend durch die Europäische Zentralbank (EZB) seien Investoren sogar überrascht worden bezüglich möglicher Zinsentwicklungen. Nachdem die US-Notenbank nun zwei Zinserhöhungen durchgeführt habe, stehe die Frage wieder im Raum: Sei der Zyklus am Wendepunkt?
Insgesamt seien die globalen Wirtschaftsdaten unterstützend. Auch der Surprise-Index, der aktuelle Daten zu den erwarteten Zahlen relativ ins Verhältnis setze, sei positiv. Die tatsächlichen Resultate würden derzeit die Erwartungen übertreffen - überwiegend bei den Sentimentindikatoren.
"Diese Tatsache ist im Markt eingepreist. Zudem wird es immer schwieriger, die steigenden Erwartungen zu erfüllen, sodass im zweiten Quartal auch einmal ein Dämpfer möglich wäre. Momentan registrieren wir fundamentale Daten, die bereits im ersten Quartal 2017 für gute Entwicklungen in den Anleihenmärkten sorgten. Neben den erfreulichen Trump-Effekten stabilisierten sich die Schwellenländer. Deren Währungen notieren wieder auf dem Niveau vor der US-Wahl und der US-Dollar legt nur langsam zu. Aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds und dem Verhalten der Notenbanken sehen wir momentan einen Sweet spot für höher rentierliche Anleihen", sage Kirchmair.
Politische Risiken für das Anleihensegment würden von den europäischen Wahlen ausgehen. Hier wäre es wichtig, dass analog der Wahl in den Niederlanden kein Rechtsruck - zum Beispiel in Frankreich - entstehe. Denn wenn die politische Mitte und das Konstrukt der EU gestärkt würden, komme das Anlegervertrauen in Europa zurück und entsprechend Investitionen. "Mit diesem für Europa positiven Szenario rechnen wir auch. Doch wir sind wachsam beim Investieren, denn die Aussagekraft von Vorhersagen und Umfragen sind mit Vorsicht zu genießen, wie die US-Wahl belegte", meine Kirchmair. (05.04.2017/alc/a/a)


