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Kommt es zum Umdenken in Schwedens Geldpolitik?
12.07.19 10:12
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nachdem die schwedische Inflationsrate im Mai noch ihren bisherigen Jahreshöchstwert erreicht hatte, ließ die Teuerung im Juni deutlich nach, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Mit 1,7 Prozent sei die Inflationsrate sogar unter den Zwei-Prozent-Zielwert von Schwedens Zentralbank gefallen. Diese habe allerdings aufgrund der nachlassenden Energiepreisinflation mit einem stärkeren Rückgang auf 1,6 Prozent gerechnet. Die Kerninflationsrate, die stark schwankende Komponenten wie Energiepreise außer Acht lasse, habe hingegen zulegen können und über den Erwartungen gelegen. Die schwache Inflationsentwicklung dürfte die schwedischen Währungshüter daher nicht von ihrem Plan abbringen, den Leitzins im Jahresverlauf erneut zu erhöhen. Die Schwedenkrone habe deshalb nach Veröffentlichung der Inflationszahlen um 0,4 Prozent gegenüber dem Euro zugelegt.
Die insgesamt schwache Konjunkturentwicklung könnte allerdings zu einem Umdenken führen. Neben der im Mai schwächer als erwarteten Industrieproduktion würden auch die nachlassende Aktivität im Dienstleistungssektor und der Rückgang im privaten Konsum den Eindruck einer Konjunkturverlangsamung verstärken. Zusammen mit dem Druck, dem geldpolitischen Trend einer weiteren Lockerung der Geldpolitik zu folgen, dürfte es diese Entwicklung der schwedischen Notenbank schwer machen, den Leitzins wie geplant anzuheben. (12.07.2019/alc/a/a)
Mit 1,7 Prozent sei die Inflationsrate sogar unter den Zwei-Prozent-Zielwert von Schwedens Zentralbank gefallen. Diese habe allerdings aufgrund der nachlassenden Energiepreisinflation mit einem stärkeren Rückgang auf 1,6 Prozent gerechnet. Die Kerninflationsrate, die stark schwankende Komponenten wie Energiepreise außer Acht lasse, habe hingegen zulegen können und über den Erwartungen gelegen. Die schwache Inflationsentwicklung dürfte die schwedischen Währungshüter daher nicht von ihrem Plan abbringen, den Leitzins im Jahresverlauf erneut zu erhöhen. Die Schwedenkrone habe deshalb nach Veröffentlichung der Inflationszahlen um 0,4 Prozent gegenüber dem Euro zugelegt.
Die insgesamt schwache Konjunkturentwicklung könnte allerdings zu einem Umdenken führen. Neben der im Mai schwächer als erwarteten Industrieproduktion würden auch die nachlassende Aktivität im Dienstleistungssektor und der Rückgang im privaten Konsum den Eindruck einer Konjunkturverlangsamung verstärken. Zusammen mit dem Druck, dem geldpolitischen Trend einer weiteren Lockerung der Geldpolitik zu folgen, dürfte es diese Entwicklung der schwedischen Notenbank schwer machen, den Leitzins wie geplant anzuheben. (12.07.2019/alc/a/a)


