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Klimaschutz kostet Geld und steigert Inflation, aber ist unverzichtbar
10.12.21 15:15
fairesearch
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Internationale Währungsfonds weist auf einen besonderen Aspekt des Klimaschutzes hin, der bei der internationalen Klimakonferenz in Glasgow so nicht zur Sprache kam, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Bei der Investition in umweltfreundliche Anlagen zur klimaneutralen Produktion von erneuerbaren Energien seien Metalle erforderlich, die zu erheblichen Preissteigerungen führen würden. Das deute darauf hin, dass die Inflationsraten insgesamt höher ausfallen und länger anhalten würden als von den Notenbanken und Politikern bisher möglich gehalten. Deshalb steige die Wahrscheinlichkeit, dass im neuen Jahr 2022 bei weniger starkem Wachstum die Zentralbanken ihre Geldpolitik nicht mehr so ultra-expansiv gestalten würden. Doch restriktiv würden sie wegen der starken Staatsverschuldung nicht.
Warum seien die Metallpreise stärker gestiegen als die für Energie oder Agrarprodukte? Hierfür gebe es vier Gründe: Die Aktivitäten im Verarbeitenden Gewerbe hätten sich kräftiger erholt, insbesondere in China, dem größten Nachfrager nach Industriemetallen. Die Förderung der Minen sei zeitweise wegen Covid-19 unterbrochen gewesen. Infrastrukturprogramme in der EU und den USA würden eine höhere Nachfrage nach Kupfer, Eisenerz und anderen Industriemetallen versprechen. Metalle seien leichter zu lagern als Rohöl oder Nahrungsmittel, weshalb hier die Disponenten weiter in die Zukunft blicken würden.
Ausgaben für den Klimaschutz könnten in den nächsten Jahrzehnten weit mehr Nachfrage nach Industriemetallen veranlassen als bisher angenommen. Elektrofahrzeuge mit Batterieantrieb würden ungefähr 8 kg Lithium, 35 kg Nickel, 20 kg Mangan und 14 kg Kobalt benötigen. Ladestationen würden einen erheblichen Umfang von Kupfer benötigen. Solarzellen würden große Mengen an Kupfer, Silicon, Silber und Zink erfordern, während Windräder Eisenerz, Kupfer und Aluminium verbauen würden. Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch dürfte von gegenwärtig 10% auf 60% weltweit steigen. Fossile Energien würden jetzt noch zu 80% zum Energiebedarf beitragen, dies könnte auf etwa 20% sinken.
Fossile Brennstoffe durch weniger CO2 ausstoßende Technologien zu ersetzen, erfordere nach Meinung des IWF achtfach höhere Investitionen in erneuerbare Energien und erzeuge damit eine starke Nachfrage nach Metallen. Doch der Ausbau von Minen zu ihrer Förderung sei ein längerer Prozess, der manchmal ein Jahrzehnt oder länger dauern könne. In Südafrika gebe es Goldminen in 4000 m Tiefe, eine besondere Herausforderung an die Minengesellschaft und die angewendeten Techniken.
Wenn man bis zum Jahr 2050 die Klimabelastung weltweit ganz senken wolle, dann seien die gegenwärtigen Produktionsquoten von Graphit, Kobalt, Vanadium und Nickel zu niedrig, so der IWF, weil die Nachfrage nur zu einem Drittel befriedigt werden könne. Lithium, Kupfer und Platin würden ebenfalls eine große Lücke zeigen.
Folgerung: Das Jahr 2022 dürfte wieder ein bewegtes Börsenjahr werden. Bei steigender Teuerung könnten die Notenbanken die Liquiditätsversorgung etwas senken.
Dispositionen: Geld- und Rentenmarkt würden als Anlagen weiter ausfallen. An den nahe Allzeithoch notierenden Aktienmärkten werde die Luft nach oben dünner, wenn die Geldschöpfung der Notenbanken abebbe. Aktienanlagen von alternativen Energien würden interessant bleiben. Meerwasser sei der einzige unbegrenzt verfügbare Rohstoff (Wasserstoff). Edelmetalle würden durch steigende Inflationsraten weiter Auftrieb erhalten. (10.12.2021/alc/a/a)
Bei der Investition in umweltfreundliche Anlagen zur klimaneutralen Produktion von erneuerbaren Energien seien Metalle erforderlich, die zu erheblichen Preissteigerungen führen würden. Das deute darauf hin, dass die Inflationsraten insgesamt höher ausfallen und länger anhalten würden als von den Notenbanken und Politikern bisher möglich gehalten. Deshalb steige die Wahrscheinlichkeit, dass im neuen Jahr 2022 bei weniger starkem Wachstum die Zentralbanken ihre Geldpolitik nicht mehr so ultra-expansiv gestalten würden. Doch restriktiv würden sie wegen der starken Staatsverschuldung nicht.
Warum seien die Metallpreise stärker gestiegen als die für Energie oder Agrarprodukte? Hierfür gebe es vier Gründe: Die Aktivitäten im Verarbeitenden Gewerbe hätten sich kräftiger erholt, insbesondere in China, dem größten Nachfrager nach Industriemetallen. Die Förderung der Minen sei zeitweise wegen Covid-19 unterbrochen gewesen. Infrastrukturprogramme in der EU und den USA würden eine höhere Nachfrage nach Kupfer, Eisenerz und anderen Industriemetallen versprechen. Metalle seien leichter zu lagern als Rohöl oder Nahrungsmittel, weshalb hier die Disponenten weiter in die Zukunft blicken würden.
Fossile Brennstoffe durch weniger CO2 ausstoßende Technologien zu ersetzen, erfordere nach Meinung des IWF achtfach höhere Investitionen in erneuerbare Energien und erzeuge damit eine starke Nachfrage nach Metallen. Doch der Ausbau von Minen zu ihrer Förderung sei ein längerer Prozess, der manchmal ein Jahrzehnt oder länger dauern könne. In Südafrika gebe es Goldminen in 4000 m Tiefe, eine besondere Herausforderung an die Minengesellschaft und die angewendeten Techniken.
Wenn man bis zum Jahr 2050 die Klimabelastung weltweit ganz senken wolle, dann seien die gegenwärtigen Produktionsquoten von Graphit, Kobalt, Vanadium und Nickel zu niedrig, so der IWF, weil die Nachfrage nur zu einem Drittel befriedigt werden könne. Lithium, Kupfer und Platin würden ebenfalls eine große Lücke zeigen.
Folgerung: Das Jahr 2022 dürfte wieder ein bewegtes Börsenjahr werden. Bei steigender Teuerung könnten die Notenbanken die Liquiditätsversorgung etwas senken.
Dispositionen: Geld- und Rentenmarkt würden als Anlagen weiter ausfallen. An den nahe Allzeithoch notierenden Aktienmärkten werde die Luft nach oben dünner, wenn die Geldschöpfung der Notenbanken abebbe. Aktienanlagen von alternativen Energien würden interessant bleiben. Meerwasser sei der einzige unbegrenzt verfügbare Rohstoff (Wasserstoff). Edelmetalle würden durch steigende Inflationsraten weiter Auftrieb erhalten. (10.12.2021/alc/a/a)
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