Keine Beschleunigung beim US-Inflationsdruck


13.02.19 09:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die jüngsten Kommentare seitens der US-Notenbank haben unterstrichen, dass die Hauptsorge der Währungshüter den Wachstumsperspektiven gilt, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Nichts desto trotz sollte die Inflationsentwicklung nicht aus den Augen gelassen werden. Im Dezember habe die Kerninflationsrate bei 2,2% gg. Vj. und damit auf einem Niveau im Zielbereich der Notenbank notiert. Im Januar würden die Analysten sogar mit einem kleinen Rückgang auf 2,1% rechnen, die allgemeine Rate dürfte aufgrund der rückläufigen Energiepreise sogar noch deutlicher von 1,9% auf 1,5% zurückgegangen sein. Aufwärtsgefahren für die Inflation in den USA würden derzeit von der niedrigen Arbeitslosigkeit sowie den in den vergangenen Monaten durch die US-Regierung eingeführten Importzöllen ausgehen. Der angezogene Preisdruck auf vorgelagerter Ebene aufgrund der eingeführten Handelszölle sei bisher von den Unternehmen noch nicht an die Endverbraucher weitergegeben worden.

An den Kapitalmärkten werde derzeit über den Zeitpunkt einer ersten Leitzinssenkung in den USA diskutiert. Die Analysten würden noch von einer Zinserhöhung im 3. Quartal dieses Jahres ausgehen, bevor es dann 2020 zu einer Lockerung der Geldpolitik kommen dürfte. (13.02.2019/alc/a/a)