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Keine Angst vor Inflation - Zyklische Werte überzeugen
12.05.21 10:15
Fürst Fugger Privatbank
Augsburg (www.anleihencheck.de) - Nicht immer kommen aus den USA nur Wachstumssignale, so die Analysten der Fürst Fugger Privatbank.
Gerade in den letzten Tagen hätten die Börsianer ihre liebe Mühe mit der US-Politik gehabt. Zuerst habe Präsident Bidens Vorschlag, die Impfstoff-Patente bis auf weiteres auszusetzen, den Pharma und Biotech-Sektor irritiert. Noch größer gewesen sei der Schreck nach einer beiläufigen Bemerkung von Finanzministerin Yellen, die Zinsen in den USA könnten schon bald steigen, um eine Überhitzung der Wirtschaft abzuwenden. Für Christoph Mertens, Mitglied des Managementgremiums des FFPB Dividenden Select der Fürst Fugger Privatbank, sei eine Marktreaktion gefolgt, wie er sie im Februar schon einmal gesehen habe: "Nach einem sehr starken Aktienmonat April wurde im Mai die saisonal schwächere Phase eingeläutet."
Das Thema Preisanstieg werde für Mertens auch eine wichtige Rolle spielen, wenn nun die USA, Europa und China ihre Verbraucherpreise präsentieren würden. Dabei empfinde er die Angst vor Inflation als so ungebrochen wie manchmal unlogisch. "Ja, Unternehmen können durch steigende Einkaufspreise belastet werden - aber nicht alle", meine er und gebe zu bedenken: "Es gibt zahlreiche Unternehmen, deren Gewinne auch bei einem deutlich höheren Inflationsniveau deutlich steigen."
So hätten generell die sogenannten "Zykliker" zu den Gewinnern der aktuellen Marktbewegung gehört. "In den ersten Monaten des Jahres haben zyklische Aktien bereits eine Renaissance erlebt und profitieren von der Tendenz steigender Marktzinsen", erläutere Mertens. Diese Bewegung werde sich seiner Einschätzung nach zwar etwas abschwächen, dürfte aber erst 2022 wieder abklingen. Christoph Mertens meine: "Für die vor uns liegenden Monate sehen wir kurzfristige Reaktionen auf die Zinssituation und Nachholeffekte aus dem letzten Jahr." Zyklische Aktien seien damals deutlich unbeliebter gewesen.
Die Angst vieler Marktteilnehmer vor der Inflation sehe Mertens differenziert: "Inflation ist eine Urangst der Märkte, daher wird sie manchmal überbewertet. Viel entscheidender für die konkrete Anlageentscheidung sind die Gewinne der Unternehmen, das Geschäftsmodell und die Perspektive."
Was bedeute das für die Depots der Anleger? Hoffnung und Lust am Zocken seien für Christoph Mertens keine guten Ratgeber. Er empfehle, nur die Qualität entscheiden zu lassen: "Bei einer ausgewogenen Aktienauswahl mit einer langfristigen Ausrichtung sind die Aussichten weiterhin gut. Kurzfristig auftretende Hypes oder Störgeräusche sind im Rückblick oft nur spannende Anekdoten." (12.05.2021/alc/a/a)
Gerade in den letzten Tagen hätten die Börsianer ihre liebe Mühe mit der US-Politik gehabt. Zuerst habe Präsident Bidens Vorschlag, die Impfstoff-Patente bis auf weiteres auszusetzen, den Pharma und Biotech-Sektor irritiert. Noch größer gewesen sei der Schreck nach einer beiläufigen Bemerkung von Finanzministerin Yellen, die Zinsen in den USA könnten schon bald steigen, um eine Überhitzung der Wirtschaft abzuwenden. Für Christoph Mertens, Mitglied des Managementgremiums des FFPB Dividenden Select der Fürst Fugger Privatbank, sei eine Marktreaktion gefolgt, wie er sie im Februar schon einmal gesehen habe: "Nach einem sehr starken Aktienmonat April wurde im Mai die saisonal schwächere Phase eingeläutet."
So hätten generell die sogenannten "Zykliker" zu den Gewinnern der aktuellen Marktbewegung gehört. "In den ersten Monaten des Jahres haben zyklische Aktien bereits eine Renaissance erlebt und profitieren von der Tendenz steigender Marktzinsen", erläutere Mertens. Diese Bewegung werde sich seiner Einschätzung nach zwar etwas abschwächen, dürfte aber erst 2022 wieder abklingen. Christoph Mertens meine: "Für die vor uns liegenden Monate sehen wir kurzfristige Reaktionen auf die Zinssituation und Nachholeffekte aus dem letzten Jahr." Zyklische Aktien seien damals deutlich unbeliebter gewesen.
Die Angst vieler Marktteilnehmer vor der Inflation sehe Mertens differenziert: "Inflation ist eine Urangst der Märkte, daher wird sie manchmal überbewertet. Viel entscheidender für die konkrete Anlageentscheidung sind die Gewinne der Unternehmen, das Geschäftsmodell und die Perspektive."
Was bedeute das für die Depots der Anleger? Hoffnung und Lust am Zocken seien für Christoph Mertens keine guten Ratgeber. Er empfehle, nur die Qualität entscheiden zu lassen: "Bei einer ausgewogenen Aktienauswahl mit einer langfristigen Ausrichtung sind die Aussichten weiterhin gut. Kurzfristig auftretende Hypes oder Störgeräusche sind im Rückblick oft nur spannende Anekdoten." (12.05.2021/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


