Kein Inflationsdruck in der Eurozone


18.08.16 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Gemäß der Schnellschätzung von Eurostat lag die Inflationsrate in der Eurozone im Juli bei 0,2% in der Jahresrate, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Sie würden heute mit den finalen Daten eine Abwärtsrevision auf 0,1% erwarten. Für das Kalenderjahr 2016 würden sie im Durchschnitt mit einem Jahresplus von nur 0,2% rechnen, gefolgt von 0,9% für 2017. Bei der Kerninflationsrate, die die volatilen Komponenten "Nahrungsmittel" und "Energie" nicht berücksichtige, sollte die Jahresrate auch bis Ende 2017 bei nur knapp 1% verharren. Insofern baue sich kein nachhaltiger Inflationsdruck im gemeinsamen Währungsraum auf.

In Großbritannien sollten die Einzelhandelsumsätze im Juli mit 0,2% im Monatsvergleich expandiert sein, womit die Jahresrate weiter auf 4,4% zugelegt haben würde. Von Seiten der "harten" Konjunkturdaten sollten damit weiterhin noch keine Indizien für ein kräftig nachlassendes Niveau der Wirtschaftsaktivität nach dem Votum der Briten für den EU-Austritt vom 23. Juni vorliegen. (18.08.2016/alc/a/a)