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Kazuo Ueda wird nächster Gouverneur der Japanischen Zentralbank:
14.02.23 09:45
Carmignac Gestion
Luxemburg (www.anleihencheck.de) - Kazuo Ueda wurde als neuer Chef der Japanischen Zentralbank nominiert, nachdem die wahrscheinlichsten (und erwarteten) Kandidaten die Ernennung abgelehnt hatten, so Frédéric Leroux, Mitglied des Strategic Investment Committee bei Carmignac.
Kazuo Ueda habe das MIT während eines Teils seiner akademischen Laufbahn zur gleichen Zeit wie der ehemalige FED-Chef Ben Bernanke besucht, als Stanley Fisher dort gelehrt habe, bevor er einige Jahre später selbst Mitglied der FED geworden sei. Man könne also mit Fug und Recht behaupten, dass Ueda mit seinen 71 Jahren einen akademischen Blick auf die Geldtheorie und das Zentralbankwesen habe.
Westliche Zentralbanker hätten in letzter Zeit auf die harte Tour gelernt, dass jetzt wieder die Inflation über die Höhe der Leitzinsen entscheide oder darüber, ob unorthodoxe geldpolitische Maßnahmen wie die Steuerung der Renditekurve beibehalten werden sollten oder nicht.
Auch in Japan mache sich die Inflation bemerkbar. Die Tage der Renditekurvensteuerung seien gezählt, ebenso wie die einer Zinskurve, die schon zu lange nichts mehr mit der wirtschaftlichen Realität zu tun habe. In diesem Zusammenhang sei der gewählte Leiter zweitrangig. Was zähle, sei die Einhaltung des Mandats der Institution, die er vertrete: die Stabilität des japanischen Finanzsystems.
Eine rasche Normalisierung der Geldpolitik stehe bevor und es sei keineswegs sicher, dass der daraus resultierende Anstieg der Zinssätze und des Yen der japanischen Wirtschaft und der Bewertung der japanischen Risikoanlagen schaden werde. Die geldpolitische Normalisierung, die in Japan im Gange sei, stelle nach 30 Jahren fast ununterbrochenen Deflationsdrucks einen Wendepunkt dar. Sie verdient unsere volle Aufmerksamkeit und unser Interesse, so Frédéric Leroux, Mitglied des Strategic Investment Committee bei Carmignac. (14.02.2023/alc/a/a)
Kazuo Ueda habe das MIT während eines Teils seiner akademischen Laufbahn zur gleichen Zeit wie der ehemalige FED-Chef Ben Bernanke besucht, als Stanley Fisher dort gelehrt habe, bevor er einige Jahre später selbst Mitglied der FED geworden sei. Man könne also mit Fug und Recht behaupten, dass Ueda mit seinen 71 Jahren einen akademischen Blick auf die Geldtheorie und das Zentralbankwesen habe.
Auch in Japan mache sich die Inflation bemerkbar. Die Tage der Renditekurvensteuerung seien gezählt, ebenso wie die einer Zinskurve, die schon zu lange nichts mehr mit der wirtschaftlichen Realität zu tun habe. In diesem Zusammenhang sei der gewählte Leiter zweitrangig. Was zähle, sei die Einhaltung des Mandats der Institution, die er vertrete: die Stabilität des japanischen Finanzsystems.
Eine rasche Normalisierung der Geldpolitik stehe bevor und es sei keineswegs sicher, dass der daraus resultierende Anstieg der Zinssätze und des Yen der japanischen Wirtschaft und der Bewertung der japanischen Risikoanlagen schaden werde. Die geldpolitische Normalisierung, die in Japan im Gange sei, stelle nach 30 Jahren fast ununterbrochenen Deflationsdrucks einen Wendepunkt dar. Sie verdient unsere volle Aufmerksamkeit und unser Interesse, so Frédéric Leroux, Mitglied des Strategic Investment Committee bei Carmignac. (14.02.2023/alc/a/a)


