Kaum Inflation in Großbritannien


12.04.16 09:17
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die britische Inflationsrate scheint ihren Boden gefunden zu haben und setzte sich seit dem vergangenen November langsam von der Null-Linie in den positiven Bereich ab, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Auch die Inflationserwartungen auf Sicht der nächsten zwölf Monate hätten sich zuletzt wieder leicht dem Inflationsziel der Bank of England von 2% angenähert. Dennoch bleibe die Teuerungsrate auf Basis der Konsumentenpreise (Februar: 0,3% gg. Vj.) insgesamt noch sehr niedrig und dürfte auch im März keine kräftige Dynamik aufweisen (HSBCe: 0,3% gg. Vj.).

Die moderat gestiegenen Benzinpreise würden im Berichtsmonat wohl von der anhaltenden Deflation der Nahrungsmittelpreise kompensiert worden sein. Erst zum Ende des laufenden Jahres würden die Analysten wieder mit einer Jahresrate von rund 1% rechnen, wobei vor allem Basiseffekte der Ölpreisentwicklung eine große Rolle spielen würden. Der am 1. April eingeführte Mindestlohn dürfte ebenfalls zu einer höheren Inflation beitragen. Insgesamt bleibe der Handlungsdruck für die Bank of England, die am Donnerstag die nächste gelpolitische Entscheidung treffe, von dieser Seite aber auf absehbare Zeit gering. (12.04.2016/alc/a/a)