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Kanada: Weiterhin zäher Disinflationsprozess
04.03.24 11:19
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Im Januar sank die Inflationsrate mit 2,9 Prozent erstmals seit Juni 2023 wieder in den Zielkorridor der BoC (Bank of Kanada) von 1 bis 3 Prozent, so die Analysten von Postbank Research.
Zudem sei der Rückgang stärker als die Markterwartungen von 3,3 Prozent ausgefallen. Die von der Bank of Canada (BoC) bevorzugten annualisierten Kerninflationsmaße (getrimmt und Median) seien im Durchschnitt von revidierten 3,60% im Dezember auf 3,35% gesunken.
Die Arbeitslosenquote sei im Januar auf 5,7 Prozent zurückgegangen, nachdem sie fast zwei Jahre lang bei 5,8 Prozent gelegen habe. Dies sei vor allem auf einen Anstieg bei Teilzeitbeschäftigungen und eine niedrigere Erwerbsquote zurückzuführen gewesen. Während die Beschäftigung im Dienstleistungssektor zugelegt habe, habe die Fertigungsindustrie Arbeitsplätze abgebaut. Zudem habe sich das durchschnittliche Lohnwachstum von 5,7 auf 5,3 Prozent verlangsamt.
Der Einkaufsmanager-Index des Verarbeitenden Gewerbes sei im Januar zwar von 45,4 auf 48,3 Punkte angestiegen, habe damit allerdings den neunten Monat in Folge im kontraktiven Bereich verharrt. Ähnlich, wenngleich auf niedrigerem Niveau habe sich der Stimmungsindikator im Dienstleistungsbereich entwickelt, der von 44,6 auf 45,8 Zähler angestiegen sei.
Angesichts des fortschreitenden Desinflationsprozesses und des abnehmenden Lohndrucks würden die Geldterminmärkte eine erste Zinssenkung der BoC für Juni oder Juli 2024 einpreisen. Bis dahin dürfte auch die EZB bereits die Zinswende eingeleitet haben, sodass sich das EUR/CAD (Kanadischer Dollar)-Währungspaar gegen Mitte des Kalenderjahres in Richtung 1,44 EUR/CAD bewegen könnte. (Ausgabe Währungsbulletin März 2024) (04.03.2024/alc/a/a)
Zudem sei der Rückgang stärker als die Markterwartungen von 3,3 Prozent ausgefallen. Die von der Bank of Canada (BoC) bevorzugten annualisierten Kerninflationsmaße (getrimmt und Median) seien im Durchschnitt von revidierten 3,60% im Dezember auf 3,35% gesunken.
Der Einkaufsmanager-Index des Verarbeitenden Gewerbes sei im Januar zwar von 45,4 auf 48,3 Punkte angestiegen, habe damit allerdings den neunten Monat in Folge im kontraktiven Bereich verharrt. Ähnlich, wenngleich auf niedrigerem Niveau habe sich der Stimmungsindikator im Dienstleistungsbereich entwickelt, der von 44,6 auf 45,8 Zähler angestiegen sei.
Angesichts des fortschreitenden Desinflationsprozesses und des abnehmenden Lohndrucks würden die Geldterminmärkte eine erste Zinssenkung der BoC für Juni oder Juli 2024 einpreisen. Bis dahin dürfte auch die EZB bereits die Zinswende eingeleitet haben, sodass sich das EUR/CAD (Kanadischer Dollar)-Währungspaar gegen Mitte des Kalenderjahres in Richtung 1,44 EUR/CAD bewegen könnte. (Ausgabe Währungsbulletin März 2024) (04.03.2024/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
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