Kanada: Währungshüter dürften Leitzins weiter senken


02.12.24 15:08
BNP Paribas

Paris (www.anleihencheck.de) - Der Schub durch Donald Trump ist weitgehend verpufft, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Der Kanadische Dollar, der in den zwei Wochen nach dem Wahlsieg des Republikaners im Schlepptau des US-Dollar rund 4 Prozent gegenüber der Gemeinschaftswährung habe zulegen können, habe seit dem vergangenen Wochenende wieder rund die Hälfte seiner Zugewinne abgegeben.

Die weitere Entwicklung des im Fachjargon so genannten Loonie hänge nicht nur, aber vor allem von der Zinsentwicklung und der Konjunktur im Ahornstaat ab. Der jüngste Inflationsbericht zeige zwar eine erneute Beschleunigung der Inflation auf 2,0 Prozent im Oktober, nach 1,6 Prozent im September - da dieses Niveau aber genau in der Mitte des Zielkorridors der Bank of Canada liege, würden die meisten Marktbeobachter davon ausgehen, dass die Währungshüter den Leitzins in den kommenden Monaten weiter senken würden. Seit Juni sei der Schlüsselzins bereits um 125 Basispunkte auf zuletzt 3,75 Prozent reduziert worden.

Gut für die kanadische Wirtschaft, die besonders sensibel auf günstigeres Geld reagiere: Der Hypothekenzyklus sei kürzer als in vielen anderen großen Volkswirtschaften, während die Verschuldung der privaten Haushalte im Verhältnis zum verfügbaren Nettoeinkommen im vergangenen Jahr laut OECD mit 184 Prozent deutlich höher gewesen sei als in sämtlichen anderen G7-Staaten. Der Loonie dürfte hingegen wohl eher nicht von einer weiteren möglichen Zinssenkung profitieren, im Gegenteil. (Ausgabe vom 29.11.2024) (02.12.2024/alc/a/a)




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