Kanada: Leitzinserhöhung um 75 BP im Juli erwartet


30.06.22 09:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Ölpreise stützen den Kanadischen Dollar (CAD) weiterhin, so die Analysten von Postbank Research.

Dank der Lockerung der chinesischen Lockdowns und der beginnenden Normalisierung der Aktivitäten seien die Preise gestiegen. Obwohl die Analysten weiterhin mit einem hohen Ölpreis rechnen würden, spiegle sich dies bereits weitgehend im Wechselkurs wider.

Das Verarbeitende Gewerbe sei weiter expandiert. Der PMI sei für Mai von 56,2 im April auf 56,8 gestiegen. Die Arbeitslosenquote sei im Mai von 5,2% auf 5,1% gesunken. Der angespannte Arbeitsmarkt schlage sich zunehmend auf die Löhne nieder. Das Stundenlohnwachstum der festangestellten Mitarbeiter sei um 4,5% im Jahresvergleich gestiegen, verglichen mit 3,4% im April.

Die Inflationsraten (CPI) würden weiter ansteigen. Der CPI sei im April um 6,8% gestiegen, das höchste Niveau seit August 1991. Der Durchschnitt dreier Kerninflationsraten, der für die Bank of Canada die entscheidende Messgröße sei, liege bei 4,2%.

Die Märkte würden zunehmend von einer Erhöhung des Leitzinses um 75 Basispunkte im Juli ausgehen, nachdem die Bank of Canada (BoC) ihn Anfang Juni um 50 Basispunkte angehoben habe. Bis Ende des Jahres seien aktuell Zinsschritte um 225 Basispunkte eingepreist. Die Postbank erwarte jedoch "nur" 150 bps., wodurch der CAD im Falle einer Neubewertung des Zinserhöhungszyklus nach unten einem Abwertungsrisiko ausgesetzt werde.

Der CAD könnte von aktuellen 1,368 (Stand: 22.06.2022) auf Sechs-Monatssicht leicht in Richtung EUR/CAD 1,35 aufwerten, falls die Bank of Canada die Markterwartungen nicht enttäusche. (Ausgabe Juli 2022) (30.06.2022/alc/a/a)






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