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Kanada: Inflationsrate bei 3% stellt Abwarten der BoC etwas in Frage
29.08.18 11:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Nachdem die kanadische Notenbank im Juli im Schlepptau der US-Zentralbank die Leitzinsen um 25 BP auf 1,50% angehoben hatte, sind die eher "hawkishen" Kommentare von Notenbankchef Stephen Poloz von manchen Marktteilnehmern als bemerkenswert bezeichnet worden, so die Analysten der Nord LB.
Mit der zuletzt überraschend deutlich angezogenen Inflationsrate auf 3% erscheinen die Äußerungen aber in einem etwas anderen Licht - eine erneute Leitzinsanhebung ist wahrscheinlicher geworden, so die Analysten der Nord LB. Zudem müsse mit einem derartigen Schritt auch der Federal Reserve Ende September gerechnet werden. Insofern sollte in den kommenden sechs Monaten eine erneute Leitzinsanhebung der BoC abstehen. Daneben bleibe der Blick auch in Kanada auf die neuen Datenveröffentlichungen gerichtet. Dabei müsse angemerkt werden, dass für die erwähnte hohe Jahresteuerung der Preisanstieg an den Tankstellen zu einem großen Teil verantwortlich gewesen sei - so liege die Kernrate exklusive Nahrung und Energie bei "nur" 2,0% Y/Y.
Höhere US-Zölle hätten dagegen bisher offenbar kaum Auswirkungen auf die Preise gehabt. Die Konjunkturdaten seien überwiegend robust ausgefallen: Das BIP-Wachstum liege aktuell bei 2,6% Y/Y und die anhaltend optimistischen Unternehmensumfragen würden eine Fortsetzung der freundlichen Tendenz - in etwas abgemilderter Form - auch für die kommenden Monate erwarten lassen. Entsprechend sei die Arbeitslosenquote mit 5,8% auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten gefallen. Soweit zeige sich das ökonomische Umfeld für Kanada positiv.
Dennoch sei das Land des Ahorns nicht sorgenfrei: Die Unsicherheit bezüglich des Fortbestandes der NAFTA bleibe ein großes Problem für die Wirtschaft Kanadas. Ein Handelsabkommen mit den beiden südlichen Partnern bleibe zwar im Bereich des Möglichen - ein völliges Ende der NAFTA erscheine sogar recht unwahrscheinlich. Dennoch strebe die US-Regierung wohl eher bilaterale Abkommen mit beiden Ländern an - derzeit würden aber nur Gespräche mit Mexiko laufen.
Ob es noch vor den im November stattfindenden Kongresswahlen in den USA zu endgültigen Ergebnissen komme, sei zweifelhaft. Generell sorge auch die Eiszeit zwischen den Gegensätzen Trudeau und Trump für Unbehagen - zumindest nördlich der Großen Seen. Die Abwertung des Kanadischen Dollar (CAD) bis Mitte des Jahres habe seit Anfang Juli umgekehrt werden können. Der Zinsschritt der BoC sowie solide Konjunkturzahlen hätten dazu beigetragen. Perspektivisch würden die Analysten einen stärkeren Gleichlauf Kanadas mit der US-Volkswirtschaft sehen, sodass sich der US-Dollar bei 1,30 CAD einpendeln sollte. (Ausgabe vom 24.08.2018) (29.08.2018/alc/a/a)
Mit der zuletzt überraschend deutlich angezogenen Inflationsrate auf 3% erscheinen die Äußerungen aber in einem etwas anderen Licht - eine erneute Leitzinsanhebung ist wahrscheinlicher geworden, so die Analysten der Nord LB. Zudem müsse mit einem derartigen Schritt auch der Federal Reserve Ende September gerechnet werden. Insofern sollte in den kommenden sechs Monaten eine erneute Leitzinsanhebung der BoC abstehen. Daneben bleibe der Blick auch in Kanada auf die neuen Datenveröffentlichungen gerichtet. Dabei müsse angemerkt werden, dass für die erwähnte hohe Jahresteuerung der Preisanstieg an den Tankstellen zu einem großen Teil verantwortlich gewesen sei - so liege die Kernrate exklusive Nahrung und Energie bei "nur" 2,0% Y/Y.
Dennoch sei das Land des Ahorns nicht sorgenfrei: Die Unsicherheit bezüglich des Fortbestandes der NAFTA bleibe ein großes Problem für die Wirtschaft Kanadas. Ein Handelsabkommen mit den beiden südlichen Partnern bleibe zwar im Bereich des Möglichen - ein völliges Ende der NAFTA erscheine sogar recht unwahrscheinlich. Dennoch strebe die US-Regierung wohl eher bilaterale Abkommen mit beiden Ländern an - derzeit würden aber nur Gespräche mit Mexiko laufen.
Ob es noch vor den im November stattfindenden Kongresswahlen in den USA zu endgültigen Ergebnissen komme, sei zweifelhaft. Generell sorge auch die Eiszeit zwischen den Gegensätzen Trudeau und Trump für Unbehagen - zumindest nördlich der Großen Seen. Die Abwertung des Kanadischen Dollar (CAD) bis Mitte des Jahres habe seit Anfang Juli umgekehrt werden können. Der Zinsschritt der BoC sowie solide Konjunkturzahlen hätten dazu beigetragen. Perspektivisch würden die Analysten einen stärkeren Gleichlauf Kanadas mit der US-Volkswirtschaft sehen, sodass sich der US-Dollar bei 1,30 CAD einpendeln sollte. (Ausgabe vom 24.08.2018) (29.08.2018/alc/a/a)
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