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Kanada: Folgt die Bank of Canada der FED?
01.03.19 10:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Bank of Canada (BoC) wird die wirtschaftliche Entwicklung der USA, ihres größten Handelspartners und Nachbarn, neben der Entwicklung der eigenen Wirtschaft weiter beschäftigen, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Sollte die FED in ihrem Zinsanhebungszyklus fortfahren, könnte das auch die BoC in ihrem Bestreben bestätigen, den Leitzins dieses Jahr zu erhöhen. Denn zum einen könnte ein zu hohes Zinsdifferential zu einer Kapitalflucht aus Kanada führen, zum anderen habe die BoC bereits ihre Besorgnis über finanzielle Risiken für die Volkswirtschaft angedeutet. Denn die jahrelang niedrigen Zinsen hätten zu einer zunehmenden Verschuldung privater Haushalte geführt. Aufgrund dieser hohen Verschuldung kanadischer Konsumenten, die inzwischen der jährlichen Wirtschaftsleistung Kanadas entspreche, könnte ein höheres Zinsniveau den Konsum jedoch belasten. Allerdings würden die Einzelhandelsumsätze im Januar, die besser ausgefallen seien als erwartet, auf eine robuste Entwicklung des Konsums hindeuten. Auch habe es bereits Anzeichen einer Stabilisierung der Preise am Häusermarkt gegeben, die die Konsumlaune weiter stützen könnte.
Bei den heute erscheinenden Daten zum Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2018 werde jedoch noch nicht mit einer wirtschaftlichen Erholung gerechnet. Von einer Stärkung des Kanadischen Dollars gegen den Euro sei daher nicht auszugehen. (01.03.2019/alc/a/a)
Sollte die FED in ihrem Zinsanhebungszyklus fortfahren, könnte das auch die BoC in ihrem Bestreben bestätigen, den Leitzins dieses Jahr zu erhöhen. Denn zum einen könnte ein zu hohes Zinsdifferential zu einer Kapitalflucht aus Kanada führen, zum anderen habe die BoC bereits ihre Besorgnis über finanzielle Risiken für die Volkswirtschaft angedeutet. Denn die jahrelang niedrigen Zinsen hätten zu einer zunehmenden Verschuldung privater Haushalte geführt. Aufgrund dieser hohen Verschuldung kanadischer Konsumenten, die inzwischen der jährlichen Wirtschaftsleistung Kanadas entspreche, könnte ein höheres Zinsniveau den Konsum jedoch belasten. Allerdings würden die Einzelhandelsumsätze im Januar, die besser ausgefallen seien als erwartet, auf eine robuste Entwicklung des Konsums hindeuten. Auch habe es bereits Anzeichen einer Stabilisierung der Preise am Häusermarkt gegeben, die die Konsumlaune weiter stützen könnte.
Bei den heute erscheinenden Daten zum Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2018 werde jedoch noch nicht mit einer wirtschaftlichen Erholung gerechnet. Von einer Stärkung des Kanadischen Dollars gegen den Euro sei daher nicht auszugehen. (01.03.2019/alc/a/a)


