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Kanada-Dollar stemmt sich gegen jüngste Zinssenkung - noch


24.03.25 09:00
BNP Paribas

Paris (www.anleihencheck.de) - Nach den deutlichen Aufschlägen seit Anfang Januar gab der Euro gegenüber dem Kanadischen Dollar – im Fachjargon "Loonie" genannt - in dieser Woche nach, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Würden Devisenhändler am Dienstag vergangener Woche noch 1,586 Kanada-Dollar für einen Euro zahlen und damit so viel wie seit vier Jahren nicht mehr, seien es zuletzt nur noch knapp 1,560 gewesen. Dabei habe die Bank of Canada in der vergangenen Woche zum siebten Mal in Folge ihren Leitzins auf nun 2,75 Prozent gesenkt, was den Loonie eigentlich weiter schwächen müsste. Immerhin habe sich der Zinssatz seit Beginn der geldpolitischen Wende vor neun Monaten fast halbiert.

Schwerer könnte aber die Furcht vor einer Wirtschaftskrise wiegen. "Die Geldpolitik kann die Auswirkungen eines Handelskriegs nicht ausgleichen, je nach Ausmaß und Dauer der neuen US-Zölle könnten die wirtschaftlichen Auswirkungen schwerwiegend sein", gebe Kanadas oberster Währungshüter Tiff Macklem kürzlich zu bedenken. Im Schlussquartal 2024 zeige sich die Wirtschaft noch gut in Schwung, als das Bruttoinlandsprodukt mit einem annualisierten Wachstum von 2,6 Prozent die Erwartungen der Ökonomen übertroffen habe. Unterdessen zeige sich die OECD in ihrer jüngsten Prognose sehr pessimistisch. Demnach solle sich die Wachstumsrate in diesem Jahr von zuvor prognostizierten 2,0 auf nur noch 0,7 Prozent verlangsamen. Für den Loonie könnten also ungemütliche Zeiten anbrechen. (Ausgabe vom 21.03.2025) (24.03.2025/alc/a/a)