Japanische Inflation verharrt bei unter 1%


19.07.18 09:48
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Im vergangenen Jahr lag der durchschnittliche Preisanstieg in Japan lediglich bei 0,5% gg. Vj., so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Zwar habe die gute BIP-Entwicklung - das Plus von 1,7% im Vergleich zu 2016 sei der stärkste Zuwachs seit vier Jahren gewesen - dazu beigetragen, dass sich der Anstieg der Konsumentenpreise zwischenzeitlich auf mehr als 1% beschleunigt habe. Seit dem Hochstand vom Februar (1,5%) lasse der Preisdruck aber wieder nach. Für Juni würden die Analysten mit einer Jahresrate von 0,8% (Mai: 0,7%) rechnen. In den kommenden Monaten dürfte sich die Teuerung bei rund 1% einpendeln. Damit werde das von der Notenbank (BoJ) mittelfristig angestrebte Ziel von 2% nach wie vor klar verfehlt. So schlage sich die gute Lage am Arbeitsmarkt bisher weiter nicht in einer steigenden Lohndynamik nieder. Per saldo dürfte die BoJ daher auf absehbare Zeit an ihrem expansiven Kurs der Geldpolitik festhalten.

Die japanischen Preisdaten würden an den Finanzmärkten wohl keine großen Bewegungen auslösen. Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen dürfte auch in den kommenden Monaten, wie von der BoJ angestrebt, im Bereich zwischen 0% und 0,1% notieren. Beim Yen werde die jüngste Schwächephase wohl noch eine Weile andauern. Der Euro dürfte somit vorerst weiter oberhalb von 130 JPY handeln. (19.07.2018/alc/a/a)