Erweiterte Funktionen
Japan: Zinsentscheidung der BoJ im Fokus
29.10.24 10:45
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - In dieser Woche werden harte Konjunkturdaten für September in Japan veröffentlicht: Arbeitsmarkt, Einzelhandelsumsätze, Industrieproduktion und Baubeginne, so die Analysten von Postbank Research.
Alle Daten dürften eine Konjunkturschwäche bestätigen. Der vorläufige umfassende Einkaufsmanagerindex der Jibun Bank für Oktober sei in der vergangenen Woche auf 49,4 zurückgegangen, was auf eine nachlassende Wirtschaftsdynamik im vierten Quartal hindeuten würde. Die Tatsache, dass die Verbraucherpreisinflation in Tokio für Oktober letzte Woche auch auf 1,8% zurückgegangen sei, habe die Erwartung verstärkt, dass die BoJ ihren Zielsatz auf der Sitzung in dieser Woche nicht ändern dürfte. Eine in den Marktpreisen reflektierte Wahrscheinlichkeit von etwa 22% stelle sogar eine Zinserhöhung im Dezember in Frage.
Die Devisenmärkte hätten mit einer zunehmenden Schwäche des JPY reagiert. Obwohl der aktuelle JPY/USD-Kurs noch weit von seinem 38-Jahres-Tief von 162 im Juli entfernt sei, wachse die Sorge der Anleger über mögliche Währungsinterventionen des Finanzministeriums.
Fazit: Die Wirtschaftsdaten sprächen für eine abwartende Haltung der BoJ, während die Schwäche des JPY eher für eine Zinserhöhung sprechen würde. Die meisten Marktteilnehmer würden auf der BoJ-Sitzung in dieser Woche keine Änderung des Zielsatzes erwarten. (Ausgabe vom 28.10.2024) (29.10.2024/alc/a/a)
Alle Daten dürften eine Konjunkturschwäche bestätigen. Der vorläufige umfassende Einkaufsmanagerindex der Jibun Bank für Oktober sei in der vergangenen Woche auf 49,4 zurückgegangen, was auf eine nachlassende Wirtschaftsdynamik im vierten Quartal hindeuten würde. Die Tatsache, dass die Verbraucherpreisinflation in Tokio für Oktober letzte Woche auch auf 1,8% zurückgegangen sei, habe die Erwartung verstärkt, dass die BoJ ihren Zielsatz auf der Sitzung in dieser Woche nicht ändern dürfte. Eine in den Marktpreisen reflektierte Wahrscheinlichkeit von etwa 22% stelle sogar eine Zinserhöhung im Dezember in Frage.
Die Devisenmärkte hätten mit einer zunehmenden Schwäche des JPY reagiert. Obwohl der aktuelle JPY/USD-Kurs noch weit von seinem 38-Jahres-Tief von 162 im Juli entfernt sei, wachse die Sorge der Anleger über mögliche Währungsinterventionen des Finanzministeriums.
Fazit: Die Wirtschaftsdaten sprächen für eine abwartende Haltung der BoJ, während die Schwäche des JPY eher für eine Zinserhöhung sprechen würde. Die meisten Marktteilnehmer würden auf der BoJ-Sitzung in dieser Woche keine Änderung des Zielsatzes erwarten. (Ausgabe vom 28.10.2024) (29.10.2024/alc/a/a)


