Japan: Wird die Zentralbank den Leitzins weiter senken?


06.06.19 10:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Sowohl die Flucht in sichere Häfen aufgrund des wieder aufgeflammten Handelsstreits zwischen den USA und China als auch die neu angedrohten US-Strafzölle gegen Mexiko stärkten den Yen im Mai deutlich, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Zwar habe der Yen nach Erreichen eines Zweijahreshochs Ende Mai gegenüber dem Euro rund ein Prozent abgewertet, dennoch bleibe Japans Währung insgesamt weiterhin stark. Der Markt erwarte inzwischen sogar eine weitere Lockerung der japanischen Geldpolitik, um eine zu starke Aufwertung des Yen gegenüber dem Dollar zu verhindern. Auslöser sei die US-Notenbank gewesen, die zuletzt ihre Bereitschaft zu einer Leitzinssenkung signalisiert habe. Basierend auf Terminkontrakten werde bis Juni nächsten Jahres eine Reduzierung der japanischen Leitzinsen um zehn Basispunkte eingepreist, die laufende Verzinsung zweijähriger japanischer Staatsanleihen sei deshalb seit Ende Mai um sechs Basispunkte auf den niedrigsten Wert seit 2016 gesunken. Neben der Geldpolitik könnte sich der Handelskrieg auch auf Premierminister Abes Wirtschaftspolitik auswirken. Zwar zeige sich Abe weiterhin zuversichtlich, die Mehrwertsteuer wie angekündigt zu erhöhen. Angesichts einer global schwachen Konjunkturentwicklung könnte Japans Wirtschaftswachstum jedoch zu gering sein, um eine Steueranhebung tatsächlich zu verkraften. (06.06.2019/alc/a/a)




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