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Japan: Weitere Zinserhöhungen erst auf mittlere Sicht
01.10.24 08:20
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Hatte der Yen Mitte September noch bei etwa 155 Yen pro Euro notiert, gab er in den letzten Tagen wieder nach, und zwar auf rund EUR/JPY 161, so die Analysten von Postbank Research.
Nachdem die Leitzinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) auf 0,25 Prozent am 31. Juli Marktturbulenzen ausgelöst habe, wollten die Währungshüter ähnlich starke Marktbewegungen nun anscheinend vermeiden. Nach der September-Sitzung habe sich BoJ-Gouverneur Ueda eher etwas taubenhaft geäußert. Trotz weiterhin sinkender Renditedifferenzen habe der Yen deshalb nicht weiter zulegen können. Es bleibe abzuwarten, inwieweit der neue Regierungschef eine Änderung der fiskalpolitischen Rahmenbedingungen auf den Weg bringen werde.
Das mit annualisiert 2,9 Prozent leicht abwärts revidierte BIP-Wachstum in Q2 unterstreiche die solide wirtschaftliche Erholung Japans, die vor allem auf starke Binnennachfrage angesichts des Anstiegs der Haushaltseinkommen zurückzuführen sei.
Die Verbraucherpreisinflation habe sich im August von 2,8 auf 3,0 Prozent beschleunigt. Die Kernrate, die Preise für frische Lebensmittel und Energie ausklammere, steige von 1,9 auf 2,0 Prozent.
Auf Sicht von sechs Monaten könnte der Yen nahe EUR/JPY 150,5 notieren, sofern die Bank of Japan im Dezember den nächsten Zinsschritt wage, während die EZB ihren Senkungszyklus fortsetze. (Ausgabe Währungsbulletin Oktober 2024) (01.10.2024/alc/a/a)
Nachdem die Leitzinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) auf 0,25 Prozent am 31. Juli Marktturbulenzen ausgelöst habe, wollten die Währungshüter ähnlich starke Marktbewegungen nun anscheinend vermeiden. Nach der September-Sitzung habe sich BoJ-Gouverneur Ueda eher etwas taubenhaft geäußert. Trotz weiterhin sinkender Renditedifferenzen habe der Yen deshalb nicht weiter zulegen können. Es bleibe abzuwarten, inwieweit der neue Regierungschef eine Änderung der fiskalpolitischen Rahmenbedingungen auf den Weg bringen werde.
Die Verbraucherpreisinflation habe sich im August von 2,8 auf 3,0 Prozent beschleunigt. Die Kernrate, die Preise für frische Lebensmittel und Energie ausklammere, steige von 1,9 auf 2,0 Prozent.
Auf Sicht von sechs Monaten könnte der Yen nahe EUR/JPY 150,5 notieren, sofern die Bank of Japan im Dezember den nächsten Zinsschritt wage, während die EZB ihren Senkungszyklus fortsetze. (Ausgabe Währungsbulletin Oktober 2024) (01.10.2024/alc/a/a)


