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Japan: Schwache US-Inflation beflügelt JPY
23.07.24 12:04
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Der von der BoJ ausgegebene Tankan-Index, der das Geschäftsklima unter großen Unternehmen misst, stieg im zweiten Quartal für die Industrie mit 13 Punkten auf den höchsten Stand seit zwei Jahren, so die Analysten von Postbank Research.
Die Geschäftserwartungen seien dabei so hoch wie zuletzt Anfang 2019 gewesen. Im Dienstleistungsbereich sei der Index leicht eingeknickt, bewege sich aber abgesehen von Q1 weiterhin auf Niveaus, die zuvor Anfang der 1990er beobachtet worden seien.
Aufgrund herausfallender Basiseffekte und steigender Strompreise habe sich die Verbraucherpreisinflation im Mai von 2,5 auf 2,8 Prozent beschleunigt. Die Kernrate, die Preise für frische Lebensmittel und Energie ausklammere, habe von 2,4 auf 2,1 Prozent zurückgesetzt. Der Konsens habe 2,3 Prozent erwartet. Für Juni werde ein leichter Anstieg der Inflation erwartet.
Nachdem der Yen am 10. Juli noch mit 175,35 je Euro auf dem tiefsten Stand seit 1992 notiert habe, habe er am Folgetag nach der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten um zwei Prozent auf EUR/JPY 171,8 korrigiert. Dabei habe es sich ggf. um eine Intervention der BoJ gehandelt, die diese jedoch noch nicht kommentiert habe.
Die schwachen Inflationszahlen könnten stattdessen auch Händler bewegt haben, ihre Yen-Short-Positionen zu überdenken. Bei der Sitzung am 31. Juli dürften die Währungshüter über sinkende Anleihekäufe diskutieren. Eine Zinserhöhung um 0,1 Prozentpunkte sei mit 50 Prozent eingepreist.
Auf Sicht von sechs Monaten könnte der Yen auf EUR/JPY 163 zulegen, falls die Bank of Japan ihre Geldpolitik weiter straffe. (Ausgabe Währungsbulletin August 2024) (23.07.2024/alc/a/a)
Die Geschäftserwartungen seien dabei so hoch wie zuletzt Anfang 2019 gewesen. Im Dienstleistungsbereich sei der Index leicht eingeknickt, bewege sich aber abgesehen von Q1 weiterhin auf Niveaus, die zuvor Anfang der 1990er beobachtet worden seien.
Nachdem der Yen am 10. Juli noch mit 175,35 je Euro auf dem tiefsten Stand seit 1992 notiert habe, habe er am Folgetag nach der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten um zwei Prozent auf EUR/JPY 171,8 korrigiert. Dabei habe es sich ggf. um eine Intervention der BoJ gehandelt, die diese jedoch noch nicht kommentiert habe.
Die schwachen Inflationszahlen könnten stattdessen auch Händler bewegt haben, ihre Yen-Short-Positionen zu überdenken. Bei der Sitzung am 31. Juli dürften die Währungshüter über sinkende Anleihekäufe diskutieren. Eine Zinserhöhung um 0,1 Prozentpunkte sei mit 50 Prozent eingepreist.
Auf Sicht von sechs Monaten könnte der Yen auf EUR/JPY 163 zulegen, falls die Bank of Japan ihre Geldpolitik weiter straffe. (Ausgabe Währungsbulletin August 2024) (23.07.2024/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 21.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


