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Japan: Märkte rechnen mit verzögerter Zinswende
25.01.24 10:15
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Das PMI des Verarbeitenden Gewerbes in Japan lag im Dezember bei 47,9 Punkten und wies trotz einer Aufwärtsrevision um 0,2 Punkte auf eine sich beschleunigende Kontraktion des Sektors hin, so die Analysten von Postbank Research.
Im Gegensatz dazu dürfte der Dienstleistungssektor den 16. Monat in Folge gewachsen sein. Der entsprechende PMI habe nach leichter Abwärtsrevision bei soliden 51,5 Zählern gelegen.
Die Teuerungsrate der Verbraucherpreise sei im Dezember erwartungsgemäß über fast alle Messgrößen zurückgegangen. Die Gesamtinflation sei von 2,8 auf 2,6 Prozent gesunken und die "neue" Kernrate, bei der die Preise für frische Lebensmittel und Energie nicht berücksichtigt würden, von 3,8 auf 3,7 Prozent.
Dies dürfte den Druck von der BoJ nehmen, ihre immer noch ultralockere Geldpolitik unverzüglich zu straffen. Habe der Markt Mitte Dezember noch mit einer 45-prozentigen Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung um zehn Basispunkte auf der Sitzung am 23. Januar eingepreist, so werde nun einem Zinsschritt vor Juni aktuell nur eine Wahrscheinlichkeit von rund 30 Prozent beigemessen. Nachdem sich aber die Anzeichen dafür mehren würden, dass sich die Lohnerhöhungen auf höherem Niveau verfestigen würden, könnten sich die Markterwartungen als zu taubenhaft erweisen und sich zunehmend auf den April fokussieren.
Unter den G10-Währungen sei der Yen zuletzt die schwächste gewesen. Gegenüber dem Euro habe er wieder über die Marke von EUR/JPY 160 abgewertet. Auf Sicht von sechs Monaten könnte sich der Yen aber auf EUR/JPY 157,0 berappeln, sofern neue Konjunkturdaten nicht enttäuschen würden. (Ausgabe Währungsbulletin Februar 2024) (25.01.2024/alc/a/a)
Im Gegensatz dazu dürfte der Dienstleistungssektor den 16. Monat in Folge gewachsen sein. Der entsprechende PMI habe nach leichter Abwärtsrevision bei soliden 51,5 Zählern gelegen.
Dies dürfte den Druck von der BoJ nehmen, ihre immer noch ultralockere Geldpolitik unverzüglich zu straffen. Habe der Markt Mitte Dezember noch mit einer 45-prozentigen Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung um zehn Basispunkte auf der Sitzung am 23. Januar eingepreist, so werde nun einem Zinsschritt vor Juni aktuell nur eine Wahrscheinlichkeit von rund 30 Prozent beigemessen. Nachdem sich aber die Anzeichen dafür mehren würden, dass sich die Lohnerhöhungen auf höherem Niveau verfestigen würden, könnten sich die Markterwartungen als zu taubenhaft erweisen und sich zunehmend auf den April fokussieren.
Unter den G10-Währungen sei der Yen zuletzt die schwächste gewesen. Gegenüber dem Euro habe er wieder über die Marke von EUR/JPY 160 abgewertet. Auf Sicht von sechs Monaten könnte sich der Yen aber auf EUR/JPY 157,0 berappeln, sofern neue Konjunkturdaten nicht enttäuschen würden. (Ausgabe Währungsbulletin Februar 2024) (25.01.2024/alc/a/a)


