Japan: Leitzinsen könnten weiter steigen


02.05.25 12:21
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Nach der erwarteten Leitzinserhöhung Ende Januar und der Zinspause im März sehen die Swap-Märkte das Potenzial für weitere, geringe Zinsschritte, so die Analysten von Postbank Research.

Aufgrund starker Nachfrage würden zehnjährige japanische JGBs nun allerdings wieder spürbar unter ihrem im März erzielten 17-Jahreshoch rentieren. An den Swap-Märkten würden bis zum Jahresende jedoch nur noch rund 15 Basispunkte an weiteren Zinserhöhungen eingepreist.

Kräftige Lohnerhöhungen im Rahmen der Frühjahrsverhandlungen könnten den Inflationsdruck hoch halten. Die Verbraucherpreisinflation sei im März zwar unerwartet von 3,7 auf 3,6 Prozent gefallen. Die Kernrate, die Preise für frische Lebensmittel und Energie ausklammere, sei aber von 3,0 auf 3,2 Prozent gestiegen.

Der Einkaufsmanagerindex sei im März kräftig von 52,0 auf 48,9 Punkte gesunken, wobei der der Industrie von 49,0 auf 48,4 Punkte und der der Dienstleistungen von 53,7 auf 53,0 gefallen sei. Der Tankan-Index habe ein gemischtes Bild geliefert. Daten zu Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion hätten zuletzt enttäuscht.

Auf Sicht von sechs Monaten könnte der Yen nahe EUR/JPY 161 und somit ungefähr auf dem aktuellen Niveau notieren, sofern sich Euro und Yen wie zuletzt relativ parallel bewegen würden. Auffällig sei der robuste Anstieg des Yen zum US-Dollar auf unter USD/JPY 140 gewesen, da der JPY im Zuge der durch die US-Handelspolitik ausgelösten Sorgen um die US-Konjunktur als "sicherer Währungshafen" gefragt gewesen sei. Auch der Euro habe jedoch Zuflüsse erhalten, so dass EUR/JPY seitwärts gelaufen sei, was die kommenden sechs Monate weiter der Fall sein dürfte. (Währungsbulletin Mai 2025) (02.05.2025/alc/a/a)





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