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Japan: Konjunkturelle Bremsspuren, BoJ senkt Inflationsprognose
29.01.19 10:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die japanische Notenbank ändert nichts an ihrem geldpolitischen Werkzeugkasten, so die Analysten der Nord LB.
Allerdings habe sich die Bank of Japan (BoJ) wahrscheinlich zähneknirschend genötigt gesehen, die Inflationsprognose deutlich nach unten zu korrigieren: Für das Fiskaljahr 2019/20 erwarte sie nur noch eine Preissteigerung von 0,9% statt 1,4%. Das Inflationsziel werde also nun auch offiziell deutlich verfehlt. Die Forecasts seien Bestandteil des quartalsweise veröffentlichten Ausblicks. Der Ölpreisentwicklung werde aktuell die "Hauptschuld" in die Schuhe geschoben. Immerhin - die Wachstumsprognose sei leicht nach oben korrigiert worden, sei aber nach Erachten der Analysten reichlich optimistisch. Sie würden für das Fiskaljahr 2019/20 nur rund die Hälfte des von der Notenbank mit 0,9% veranschlagten BIP-Wachstums sehen.
Mit Handelskrieg, Brexit und der konjunkturellen Abkühlung in China gebe es durchaus Downside-Risiken, die potenziell Rufe sogar nach eher noch mehr Expansivität laut werden lassen könnten. Nach Erachten der Analysten habe die BoJ hier aber das Limit erreicht. Notenbankgouverneur Kuroda sei sichtlich bemüht gewesen, Optimismus in Bezug auf die handelspolitischen Auseinandersetzungen zu streuen. Eines dürfe ebenfalls nicht vergessen werden: Die Regierung plane derzeit weiterhin die Erhöhung der Konsumsteuer im Oktober. Dies könnte im zweiten Halbjahr zu hausgemachten Problemen führen. Allerdings dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktion abgeblasen werde, angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung gestiegen sein.
Es habe dann doch einige negative Überraschungen bei den Konjunkturveröffentlichungen gegeben, die es nahelegen würden, dass auch aus der japanischen Konjunktur die Luft heraus sei und sich auch die Erwartungen an die zukünftige Entwicklung am aktuellen Rand verschlechtern würden. So hätten trotz gestiegener Reallöhne die Einzelhandelsumsätze unter den Erwartungen gelegen. Die Exporte hätten im Dezember mit -3,8% Y/Y negativ überrascht und die Maschinenbauaufträge ebenso wie die Eco-Watchers Indices würden wenig Besserung für den Jahreswechsel verheißen. Das neue Kalenderjahr beginne so schwierig, wie das alte geendet sei. (Ausgabe Februar 2019) (29.01.2019/alc/a/a)
Allerdings habe sich die Bank of Japan (BoJ) wahrscheinlich zähneknirschend genötigt gesehen, die Inflationsprognose deutlich nach unten zu korrigieren: Für das Fiskaljahr 2019/20 erwarte sie nur noch eine Preissteigerung von 0,9% statt 1,4%. Das Inflationsziel werde also nun auch offiziell deutlich verfehlt. Die Forecasts seien Bestandteil des quartalsweise veröffentlichten Ausblicks. Der Ölpreisentwicklung werde aktuell die "Hauptschuld" in die Schuhe geschoben. Immerhin - die Wachstumsprognose sei leicht nach oben korrigiert worden, sei aber nach Erachten der Analysten reichlich optimistisch. Sie würden für das Fiskaljahr 2019/20 nur rund die Hälfte des von der Notenbank mit 0,9% veranschlagten BIP-Wachstums sehen.
Mit Handelskrieg, Brexit und der konjunkturellen Abkühlung in China gebe es durchaus Downside-Risiken, die potenziell Rufe sogar nach eher noch mehr Expansivität laut werden lassen könnten. Nach Erachten der Analysten habe die BoJ hier aber das Limit erreicht. Notenbankgouverneur Kuroda sei sichtlich bemüht gewesen, Optimismus in Bezug auf die handelspolitischen Auseinandersetzungen zu streuen. Eines dürfe ebenfalls nicht vergessen werden: Die Regierung plane derzeit weiterhin die Erhöhung der Konsumsteuer im Oktober. Dies könnte im zweiten Halbjahr zu hausgemachten Problemen führen. Allerdings dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktion abgeblasen werde, angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung gestiegen sein.
Es habe dann doch einige negative Überraschungen bei den Konjunkturveröffentlichungen gegeben, die es nahelegen würden, dass auch aus der japanischen Konjunktur die Luft heraus sei und sich auch die Erwartungen an die zukünftige Entwicklung am aktuellen Rand verschlechtern würden. So hätten trotz gestiegener Reallöhne die Einzelhandelsumsätze unter den Erwartungen gelegen. Die Exporte hätten im Dezember mit -3,8% Y/Y negativ überrascht und die Maschinenbauaufträge ebenso wie die Eco-Watchers Indices würden wenig Besserung für den Jahreswechsel verheißen. Das neue Kalenderjahr beginne so schwierig, wie das alte geendet sei. (Ausgabe Februar 2019) (29.01.2019/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


