Japan: Inflation in Tokio im Blickpunk


25.11.25 12:33
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - In Japan werden in dieser Woche die Daten zur Tokio Verbraucherpreisinflation im September veröffentlicht, so die Analysten von Postbank Research.

Dieser Wert werde als Frühindikator für die landesweite Verbraucherpreisinflation Japans herangezogen. Die Verbraucherpreisinflation in Tokio habe im Oktober bei 2,8% ggü. Vorjahr gelegen, nach 2,5% im Vormonat, was einen anhaltenden Inflationsdruck in der Volkswirtschaft zeige. Die landesweite Verbraucherpreisinflation sei im Oktober ebenfalls gestiegen, auf 3% ggü. Vorjahr (von 2,9% im Vormonat), und habe damit den höchsten Stand seit drei Monaten erreicht. Die Lebensmittelpreise würden weiterhin zu den wichtigsten Inflationsfaktoren gehören. Postbank Research gehe davon aus, dass die Inflationsrate in Tokio im November durch einen weiterhin schwachen Yen gestützt werde, der zu einer weiteren Importinflation führen dürfte. Die neue japanische Premierministerin sei dabei, neue Konjunkturpakete umzusetzen. Die expansive Politik der Regierung könnte den Inflationsdruck noch erhöhen. Infolgedessen sei es durchaus möglich, dass die Bank of Japan (BoJ) eine baldige Anhebung der Leitzinsen in Betracht ziehe.

Fazit: Während der Ausblick für Japans Volkswirtschaft durch die US-Zölle negativ beeinflusst werden könnte, würden immer mehr Vertreter der Bank of Japan angesichts der höheren Inflation im Inland eine Anhebung der Leitzinsen befürworten. Postbank Research rechne in den kommenden zwölf Monaten mit zwei Zinserhöhungen der BoJ um insgesamt 50 Basispunkte. (PERSPEKTIVEN Week up front vom 24.11.2025) (25.11.2025/alc/a/a)