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Japan: Anhaltend hohe Renditedifferenzen belasten Yen
24.05.24 12:17
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Entgegen der Konsenserwartung eines annualisierten Rückgangsum 1,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal schrumpfte das japanische BIP im ersten Quartal 2024 um 2,0 Prozent, so die Analysten von Postbank Research.
Der erhöhte Preisdruck habe die Nachfrage privater Haushalte nach Gütern belastet. Vorausblickend sollte sich die Konjunktur aufgrund anziehender Reallöhne aber wieder aufhellen.
Auf eine anstehende Beschleunigung der Wirtschaft hätten auch die PMIs im April hingedeutet. Der Index des verarbeitenden Gewerbes sei von 48,2 auf 49,6 Punkte geklettert, der des Dienstleistungssektors von 54,1 auf 54,3 Zähler.
Die Inflation habe sich in der Metropolregion Tokio im April merklich abgeschwächt. Die "neue" Kernrate sei von 2,9 auf 1,8 Prozent gesunken. Analysten hätten einen Rückgang auf 2,7 Prozent prognostiziert. Die Gesamtrate habe von 2,6 auf 1,8 Prozent zurückgesetzt.
Auf ihrer April-Sitzung hätten die Währungshüter das Leitzinsband bei 0,0 bis 0,1 Prozent belassen. Die Inflationserwartungen für die "neue" Kernrate im Fiskaljahr 2024 und 2025 sei mit je 1,9 Prozent auch unverändert geblieben. Die neue Schätzung für 2026 prognostiziere eine Teuerung von 2,1 Prozent. Die Erwartung für das BIP-Wachstum im Jahr 2024 sei von 1,2 auf 0,8 Prozent gesenkt worden. In den zwei Folgejahren solle es je 1,0 Prozent wachsen.
Der Yen sei zuletzt auf das tiefste Niveau seit dem Jahr 1992 gefallen. Aktuell handele er bei EUR/JPY 169,60. Auf Sicht von sechs Monaten könnte er sich auf EUR/JPY 153,00 erholen, falls die Bank of Japan ihre Geldpolitik weiter straffen werde. (Währungsbulletin Juni 2024) (24.05.2024/alc/a/a)
Der erhöhte Preisdruck habe die Nachfrage privater Haushalte nach Gütern belastet. Vorausblickend sollte sich die Konjunktur aufgrund anziehender Reallöhne aber wieder aufhellen.
Die Inflation habe sich in der Metropolregion Tokio im April merklich abgeschwächt. Die "neue" Kernrate sei von 2,9 auf 1,8 Prozent gesunken. Analysten hätten einen Rückgang auf 2,7 Prozent prognostiziert. Die Gesamtrate habe von 2,6 auf 1,8 Prozent zurückgesetzt.
Auf ihrer April-Sitzung hätten die Währungshüter das Leitzinsband bei 0,0 bis 0,1 Prozent belassen. Die Inflationserwartungen für die "neue" Kernrate im Fiskaljahr 2024 und 2025 sei mit je 1,9 Prozent auch unverändert geblieben. Die neue Schätzung für 2026 prognostiziere eine Teuerung von 2,1 Prozent. Die Erwartung für das BIP-Wachstum im Jahr 2024 sei von 1,2 auf 0,8 Prozent gesenkt worden. In den zwei Folgejahren solle es je 1,0 Prozent wachsen.
Der Yen sei zuletzt auf das tiefste Niveau seit dem Jahr 1992 gefallen. Aktuell handele er bei EUR/JPY 169,60. Auf Sicht von sechs Monaten könnte er sich auf EUR/JPY 153,00 erholen, falls die Bank of Japan ihre Geldpolitik weiter straffen werde. (Währungsbulletin Juni 2024) (24.05.2024/alc/a/a)


