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Ist Musk der wahre König der Zentralbanken?
21.05.21 11:15
BlueBay Asset Management
London (www.anleihencheck.de) - Die Aktivitäten bei den Kryptowährungen sorgten zuletzt für viele Schlagzeilen, so Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management.
Nachdem der Bitcoin im April die Marke von 63.000 US-Dollar überschritten habe, sei er in dieser Woche bis auf 30.000 US-Dollar abgestürzt. Der Grund seien Befürchtungen gewesen, dass Tesla der Cyberdevise den Rücken kehren könnte, sowie die Sorge, dass China gegen die Nutzung der Währung durch seine Bürger vorgehen wolle.
Dennoch habe ein Tweet von Musk - "Tesla hat", und dann seien die Emoji-Symbole Diamant und Hände folgt (die mit Diamanten besetzten Hände würden auf die erneute Absicht hindeuten, an der Position festzuhalten, die Musk mit seinen spekulativen Verheißungen gegenüber dem Publikum angehäuft habe - für eine Trendwende zurück über 40.000 US-Dollar in einem wilden Intraday-Handel gesorgt. In regulierten Märkten würde man sich am Kopf kratzen und fragen, ob Rufe nach einer Untersuchung solcher Bewegungen laut werden sollten - doch Kryptowährungen seien von Haus aus unreguliert. Ein weiterer Aspekt, der gegen Bitcoin und andere Kryptowährungen spreche; nachdem bereits die Umweltauswirkungen des Schürfens und das Wissen, dass diese Währungen zur Finanzierung ruchloser und illegaler Aktivitäten verwendet würden, mehr als ein ungutes Gefühl hinterlassen würden.
An den Devisenmärkten im weiteren Sinne habe sich der US-Dollar in den vergangenen Tagen weiterhin etwas schwächer gezeigt, da sich die US-Renditen seitwärts bewegen würden, während die Anleiherenditen andernorts steigen würden. Die Experten seien jedoch der Meinung, dass die ins Haus stehenden US-Wachstumsdaten die global zu erwartenden Daten übertreffen würden. Daher seien sie der Ansicht, dass die US-Notenbank angesichts der sich abzeichnenden Makrotrends die Geldpolitik letztlich weitaus stärker straffen müsse als andere Zentralbanken. Das sollte den US-Dollar in den nächsten Wochen unterstützen.
Derzeitiges Mantra der Notenbanken sei es, in der Geldpolitik eher reaktiv als präventiv zu agieren. Schon jetzt sei klar: Die Zentralbanker könnten dann letztlich nur mit einer mehr oder weniger großen Verzögerung auf die Entwicklungen in der Realwirtschaft reagieren. In der Vergangenheit hingegen sei eine ausgeprägt präventive Geldpolitik gefahren worden - es sollte eine zu schnelle oder aggressive Straffung vermieden werden, um sicherzustellen, dass die Politik keinesfalls zu weit hinter der steil ansteigenden Inflationskurve zurückbleibe.
In manchen Kreisen, so würden die Experten aus vielen Gesprächen erfahren, habe man zunehmend den Eindruck, dass Jerome Powell und seine Kollegen sich Elon Musk als dem wahren König des Zentralbankwesens unterordnen würden: Mit einem bloßen Wink von Musks Hand würden sich die immer stärker korrelierten Märkte nach Gutdünken bewegen. Hoffentlich ende nicht alles in Tränen für den Diamantenhände-Kauz und die Massen seiner Gefolgsleute. (21.05.2021/alc/a/a)
Nachdem der Bitcoin im April die Marke von 63.000 US-Dollar überschritten habe, sei er in dieser Woche bis auf 30.000 US-Dollar abgestürzt. Der Grund seien Befürchtungen gewesen, dass Tesla der Cyberdevise den Rücken kehren könnte, sowie die Sorge, dass China gegen die Nutzung der Währung durch seine Bürger vorgehen wolle.
An den Devisenmärkten im weiteren Sinne habe sich der US-Dollar in den vergangenen Tagen weiterhin etwas schwächer gezeigt, da sich die US-Renditen seitwärts bewegen würden, während die Anleiherenditen andernorts steigen würden. Die Experten seien jedoch der Meinung, dass die ins Haus stehenden US-Wachstumsdaten die global zu erwartenden Daten übertreffen würden. Daher seien sie der Ansicht, dass die US-Notenbank angesichts der sich abzeichnenden Makrotrends die Geldpolitik letztlich weitaus stärker straffen müsse als andere Zentralbanken. Das sollte den US-Dollar in den nächsten Wochen unterstützen.
Derzeitiges Mantra der Notenbanken sei es, in der Geldpolitik eher reaktiv als präventiv zu agieren. Schon jetzt sei klar: Die Zentralbanker könnten dann letztlich nur mit einer mehr oder weniger großen Verzögerung auf die Entwicklungen in der Realwirtschaft reagieren. In der Vergangenheit hingegen sei eine ausgeprägt präventive Geldpolitik gefahren worden - es sollte eine zu schnelle oder aggressive Straffung vermieden werden, um sicherzustellen, dass die Politik keinesfalls zu weit hinter der steil ansteigenden Inflationskurve zurückbleibe.
In manchen Kreisen, so würden die Experten aus vielen Gesprächen erfahren, habe man zunehmend den Eindruck, dass Jerome Powell und seine Kollegen sich Elon Musk als dem wahren König des Zentralbankwesens unterordnen würden: Mit einem bloßen Wink von Musks Hand würden sich die immer stärker korrelierten Märkte nach Gutdünken bewegen. Hoffentlich ende nicht alles in Tränen für den Diamantenhände-Kauz und die Massen seiner Gefolgsleute. (21.05.2021/alc/a/a)


