Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihe auf Amazon.com, Booking Holdings und Chipotle - Anleihenanalyse


16.03.22 10:15
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Amazon.com (ISIN US0231351067 / WKN 906866), Booking Holdings und Chipotle eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Bei einem Aktiensplit handle es sich um eine Form von Corporate Action. Es erlaube Firmen, die Anzahl herausgegebener Aktien zu erhöhen und gleichzeitig den Nennwert einer einzelnen Aktie zu verringern. Dies geschehe immer in einem festgelegten Verhältnis. Bestehende Investoren würden so für jede Aktie, die sich in Ihrem Besitz befinde, neu herausgegebene Aktien in entsprechendem Verhältnis erhalten. Ein prominentes Beispiel sei der 4:1-Aktiensplit von Apple im August 2020 gewesen. Für jede Apple-Aktie hätten investierte Anleger vier weitere hinzu erhalten. Der Aktienkurs sei entsprechend von 499,23 US-Dollar auf nur noch 124,81 US-Dollar (Verhältnis 1:4) gesunken.

Unternehmen würden Aktiensplits in erster Linie durchführen, um den Aktienkurs optisch günstiger und die Aktie attraktiver zu machen für ein möglichst breites Investoreninteresse. Ein Aktiensplit sei häufig die Folge eines über mehrere Jahre florierenden Geschäftsverlaufs. Wenn das makro-ökonomische Umfeld es zulasse und die Aktien eines Unternehmens in der Folge immer wieder neue Höchststände markieren würden, würden die Aktien für manche Anleger ab einem gewissen Punkt unerschwinglich. Bekanntestes Beispiel für eine Firma, die nie einen Aktiensplit gemacht habe, sei Berkshire Hathaway. Ihre Kategorie A-Aktie habe sich im Dezember 2021 auf 420.000 US-Dollar belaufen. Nur die wenigsten nicht institutionellen Anleger seien gewillt oder in der Lage, diesen Betrag für den Kauf einer Aktie zu investieren.

Für bestehende Aktionärinnen und Aktionäre ändere sich ökonomisch gesehen durch einen Aktiensplit nichts, da sie exakt das gleiche "Exposure" an der Firma besitzen würden wie zuvor. Sie würden zwar mengenmäßig mehr Aktien besitzen, aber jede einzelne Aktie für sich gesehen mache einen kleineren Anteil an der Eigentümerschaft der Unternehmung aus. Abgesehen davon bestünden für Anleger durchaus die Chancen von Kursgewinnen, da die Aktie durch den Split bezahlbarer geworden sei.

Wenn ein Aktiensplit durchgeführt werden solle, würden Aktionäre eine Vorankündigung erhalten. Sobald sich die Geschäftsleitung bzw. das Management für einen Aktiensplit aussprächen, seien sie verpflichtet, es der Börsenaufsicht mindestens zehn Tage im Voraus zu melden. Zu diesem Zweck mache das Unternehmen eine formelle, öffentliche Ankündigung an seine Aktionäre. Wenn ein Unternehmen einen Aktiensplit ankündige, würden in der Regel zwei Daten bekannt gegeben: Der Stichtag und der sogenannte "Ex-Tag". Um als Aktionär den Aktiensplit mitmachen zu können, müsse die betreffende Aktie bis zum Closing vom Stichtag gehalten werden. Die Anpassung der Anzahl Aktien und dessen Wert würden effektiv am Ex-Tag erfolgen.

Laut einer Studie der Bank of America hätten Aktiensplits einen positiven Einfluss auf die Performance einer Aktie. Den Erkenntnissen der Studie zur Folge betrage das Kursplus von Aktien in den zwölf Monaten nach der erstmaligen Ankündigung der Maßnahme im Schnitt 25,4%. Die Untersuchung sei für die im S&P 500 befindlichen Firmen durchgeführt worden und gehe bis 1980 zurück. So könne die erhöhte Nachfrage nach der Aktie nach einem Split sich kursstützend auswirken. Es sei an dieser Stelle jedoch anzumerken, dass die vergangene Performance keinerlei Hinweise auf die zukünftige Wertentwicklung gebe.

Alphabet habe nach dem exzellenten Geschäftsergebnis einen Aktiensplit im Verhältnis 20:1 angekündigt, der im Juli dieses Jahres durchgeführt werden solle. Somit würde sich der Kurs einer Aktie von ungefähr 2970 US-Dollar (Hoch vom 10.03.2022) auf unter 150 US-Dollar reduzieren. Alphabets Chief Financial Officer Ruth Porat habe klar festgehalten, dass das Unternehmen durch diesen Schritt die Aktien zugänglicher machen möchte. Ein weiterer Grund könnte eine Aufnahme in den Dow Jones Industrial sein. Da es sich dabei um einen kursgewichteten Index handle, würden Aktien mit hohen vierstelligen Kursen die Aufnahme verwehrt bleiben. Eine Aufnahme in den Dow Jones könnte sich weiter positiv auf den Kurs auswirken, da Fonds und ETF, die den Index abbilden würden, die Aktie automatisch kaufen müssten.

Laut dem Börsenmagazin "Der Aktionär" seien Top-Kandidaten für einen Split der E-Commerce-Riese Amazon, dessen Aktienkurs jenseits der 3.000 US-Dollar-Marke notiere. Es werde schon länger spekuliert, ob und wann die Firma von Gründer Jeff Bezos einen Aktiensplit ankündigen könnte. Immerhin sei Amazon nur noch eines von sieben Unternehmen im S&P 500, dessen Aktienkurs im vierstelligen Bereich und höher notiere. Außerdem liege der letzte Aktiensplit von Amazon bereits stolze 23 Jahre zurück. Ebenfalls für einen Split infrage kämen Unternehmen wie das Reiseportal Booking Holdings und die Fast-Food-Kette Chipotle Mexican Grill.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto auf Amazon.com, Booking Holdings und Chipotle. Der Kupon sei auf 9,25% festgelegt worden. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 55,00%. Der Nennbetrag liege bei 1.000,00 EUR. Der Bewertungstag sei der 17.03.2023, fällig sei die Anleihe am 24.03.2023. Der Zeichnungsschluss sei am 28.03.2022. (Stand: 16.03.2022, 09:30)

Ausgewählte Risiken:

Marktrisiko/Preisänderungsrisiko: Der Wert des Zertifikats kann während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts fällt.

Währungsrisiken: Da die Währung des zugrundeliegenden Index US-Dollar ist und der Index Aktien und Wertpapiere enthält, die in Nicht-Euro Währungen notieren (z.B. US-Dollar), hängt der Wert des Zertifikats auch vom Umrechnungskurs zwischen der jeweiligen Fremdwährung (z.B. US-Dollar) und Euro (Währung des Zertifikats) ab. Dadurch kann der Wert des Zertifikats (in Euro) über die Laufzeit erheblich schwanken.

Emittenten-/Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 15.03.2022) (16.03.2022/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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