Inflationsrate dürfte erst im März spürbar weiter sinken


24.02.23 12:12
Merck Finck

München (www.anleihencheck.de) - Am Mittwoch ist es so weit: Die vorläufigen deutschen Inflationszahlen für Februar stehen an, so die Experten von Merck Finck a Quintet Private Bank.

"Ich rechne erst im März wieder mit einem stärkeren Rückgang der Inflationsraten", sage Robert Greil auch mit Blick auf die Rate für die gesamte Eurozone, die am Donnerstag anstehe. Der Chefstratege von Merck Finck rechnet "vor allem aufgrund von Basiseffekten bei den Energiepreisen, die nach Kriegsbeginn vor einem Jahr deutlich nach oben sprangen, im März und auch im April mit einem klarem weiteren Rückgang." Greil: "Die Inflationsraten werden zwar in den nächsten Monaten insgesamt sinken, aber nicht geradlinig. Die Kernrate ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise dürfte dabei immer mehr in den Fokus rücken."

Außer den Inflationszahlen - am Freitag stünden diese auch in Japan an - sollten nächste Woche vor allem US-Daten im Fokus der Finanzmärkte stehen: Hierzu würden nach amerikanischen Auftrags- und Häusermarktzahlen zu Wochenbeginn vor allem das US-Verbrauchervertrauen am Dienstag sowie die ISM-Einkaufsmanagerberichte für Februar am Mittwoch für das verarbeitende Gewerbe und am Freitag für die Dienstleistungssektoren gehören. Auch in China würden am Mittwoch und Freitag die diversen Einkaufsmanagerberichte für den Monat Februar publiziert.

In Europa stünden neben den Inflationszahlen und den finalen Einkaufsmanagerindices für den Februar (am Mittwoch und Freitag) im Euroraum, vor allem am Montag das Februar-Wirtschaftsvertrauen sowie am Freitag die Januar-Produzentenpreise für die Eurozone im Rampenlicht. In Deutschland kämen neben Einzelhandelszahlen der Arbeitsmarktbericht für Februar (Mittwoch) sowie die Handelsbilanz für Januar (Freitag). (24.02.2023/alc/a/a)