Inflationsrate in Mexiko sinkt auf Rekordtief


09.10.15 10:58
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In Mexiko hat sich der Inflationsanstieg im September auf ein Rekordtief verlangsamt, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Die gestern veröffentlichte Jahresrate sei von 2,6% im August nun auf 2,5% gesunken. Im Monatsvergleich sei die Teuerung jedoch um 0,37% gestiegen, ebenso wie die Kerninflation. Der allgemeine Preisauftrieb sei dabei durch höhere Ausgaben für Agrarprodukte verursacht worden, vor allem für Obst und Gemüse. Demgegenüber habe man bei den Energiepreisen infolge verringerter Tarife für Erdgas und teilweise gesunkener Kraftstoffpreise einen Rückgang verzeichnet. Gestiegen seien hingegen die Stromkosten, wofür die Regierung aber bereits eine Herabsetzung der Preise angekündigt habe. Die Preissteigerungen für Dienstleistungen seien vor allem durch die Anhebung des Schulgeldes zustande gekommen, die durch günstigere Telefontarife und Flugkosten verringert worden seien.

Insgesamt zeige sich im September trotz einer weiteren Abnahme der Inflation im Jahresvergleich, dass die Abwertung des heimischen Pesos zunehmend zu steigenden Güterpreisen führe. Die Analysten würden daher bereits ab dem laufenden Oktober mit einer wieder leicht anziehenden Inflation auf eine Jahresrate von 2,9% per Ende 2015 rechnen. (09.10.2015/alc/a/a)