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Inflationsrate im Euroraum weiterhin schwach
02.07.19 12:45
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate in der Eurozone bleibt nach wie vor sehr niedrig und verharrt auf dem Vormonatsstand von 1,2%, so die Analysten der Nord LB.
Einzig die Kerninflationsrate - ein um volatile Komponenten wie Energie- und Lebensmittelpreise bereinigtes Maß - habe zulegen können, und betrage nun mehr 1,1%. Die EZB sei weiterhin meilenweit davon entfernt, ihr Inflationsziel von nahe 2% zu erreichen. Und schlimmer noch: Die Wirksamkeit ihrer Geldpolitik werde von den Investoren zunehmend in Frage gestellt. Selbst wenn die EZB zu weiteren Zinssenkungen und einer Neuauflage ihres Aufkaufprogramms greifen sollte, dürfte eine signifikante Wende im Marktvertrauen fraglich sein. Eine Medizin, die seit Jahren nur bedingt gewirkt habe, werde sich künftig sicherlich nicht als Allheilmittel erweisen.
Am vergangenen Sonntag habe die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ihren jährlichen Wirtschaftsbericht veröffentlicht. In dem Schreiben sei darauf aufmerksam gemacht worden, dass "die Geldpolitik nicht länger der Hauptmotor des Wirtschaftswachstums sein könne". Die Baseler Ökonomen hätten stattdessen dazu aufgerufen, dass "es Zeit sei, alle Motoren zu starten". So sei explizit auf eine bessere Gewichtung von Geldpolitik, Strukturreformen, Fiskalpolitik und makroprudenziellen Maßnahmen hingewiesen worden. Diese Stellungnahme decke sich mit der Tonart, die zuletzt von Mario Draghi auf dem EZB-Zentralbankforum in Sintra zu vernehmen gewesen sei. Ausgangspunkt einer neuen Debatte über makroökonomische Stabilisierungspolitik?
Die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Trump und Xi sei von den Märkten mit Freude aufgenommen worden. Sollten die am kommenden Freitag erscheinenden US-Arbeitsmarktdaten - wie erwartet - positiv ausfallen, würden die Konjunkturaussichten merklich beflügelt. Da sich die Zeichen für eine konstruktive Lösung im Handelsstreit zunehmend verdichten würden, könnte eine etwaige Zinssenkung der FED vorerst auf Eis gelegt werden. (Ausgabe vom 01.07.2019) (02.07.2019/alc/a/a)
Einzig die Kerninflationsrate - ein um volatile Komponenten wie Energie- und Lebensmittelpreise bereinigtes Maß - habe zulegen können, und betrage nun mehr 1,1%. Die EZB sei weiterhin meilenweit davon entfernt, ihr Inflationsziel von nahe 2% zu erreichen. Und schlimmer noch: Die Wirksamkeit ihrer Geldpolitik werde von den Investoren zunehmend in Frage gestellt. Selbst wenn die EZB zu weiteren Zinssenkungen und einer Neuauflage ihres Aufkaufprogramms greifen sollte, dürfte eine signifikante Wende im Marktvertrauen fraglich sein. Eine Medizin, die seit Jahren nur bedingt gewirkt habe, werde sich künftig sicherlich nicht als Allheilmittel erweisen.
Am vergangenen Sonntag habe die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ihren jährlichen Wirtschaftsbericht veröffentlicht. In dem Schreiben sei darauf aufmerksam gemacht worden, dass "die Geldpolitik nicht länger der Hauptmotor des Wirtschaftswachstums sein könne". Die Baseler Ökonomen hätten stattdessen dazu aufgerufen, dass "es Zeit sei, alle Motoren zu starten". So sei explizit auf eine bessere Gewichtung von Geldpolitik, Strukturreformen, Fiskalpolitik und makroprudenziellen Maßnahmen hingewiesen worden. Diese Stellungnahme decke sich mit der Tonart, die zuletzt von Mario Draghi auf dem EZB-Zentralbankforum in Sintra zu vernehmen gewesen sei. Ausgangspunkt einer neuen Debatte über makroökonomische Stabilisierungspolitik?
Die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Trump und Xi sei von den Märkten mit Freude aufgenommen worden. Sollten die am kommenden Freitag erscheinenden US-Arbeitsmarktdaten - wie erwartet - positiv ausfallen, würden die Konjunkturaussichten merklich beflügelt. Da sich die Zeichen für eine konstruktive Lösung im Handelsstreit zunehmend verdichten würden, könnte eine etwaige Zinssenkung der FED vorerst auf Eis gelegt werden. (Ausgabe vom 01.07.2019) (02.07.2019/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,80 % | |||


