Inflationsprobleme auch in der Schweiz


07.10.15 10:23
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Gestern am frühen Vormittag veröffentlichte das Schweizer Bundesamt für Statistik die Inflationsziffern für September, so die Analysten der Oberbank.

Die Prognosen hätten sich auf 0,0% (gg. Vm.) und -1,5% (gg Vj.) belaufen. Die aktuellen Werte seien leicht besser ausgefallen: +0,1% laute der Wert gegenüber dem Vormonat und "nur" -1,4% gegenüber dem Vorjahr. Der niedrige Ölpreis habe bereits für die schwachen Juli- und Augustwerte als Erklärung herhalten müssen.

Den Tiefpunkt für die Inflation prognostiziere die SNB für das 4. Quartal 2015. Sollte sich dann keine entsprechende Entspannung zeigen, stelle sich die Frage, welche Optionen die Schweiz habe. Weitere Zinssenkungen dürften keine Alternative sein. Eine Möglichkeit wären freilich neuerliche Interventionen am Devisenmarkt. Der Kurs EUR/CHF sei seit Ende Juli von 1,0450 auf aktuell ca. 1,0920 gestiegen. Der Franken habe also leicht verloren und bewege sich seit Mitte September in einer Seitwärtsrange zwischen 1,0820 und knapp unter 1,1000. (07.10.2015/alc/a/a)