Inflationsindexierte Anleihen: USA bevorzugt


16.04.12 14:07
AXA Investment Managers

Köln (www.anleihencheck.de) - Im März haben TIPS nominalverzinsliche Anleihen deutlich hinter sich gelassen, so die Experten von AXA Investment Managers.

Das lasse einige Zweifel an den weiteren Aussichten für diese Assetklasse aufkommen. Man bedenke, dass die zehnjährige Break-even-Inflation in den USA 2,35% betrage und damit nicht weit von den langfristigen Inflationserwartungen entfernt sei.

Kurzfristig könnte man versucht sein, das Risiko etwas zu verringern. Dennoch würden die Experten bei ihrer langfristigen Einschätzung bleiben, dass man sich mit inflationsindexierten Anleihen recht günstig gegen einen überraschenden Inflationsanstieg absichern könne. Dies gelte umso mehr, als dass die Inflationserwartungen zurzeit niedrig seien. Weitere Fortschritte am Arbeitsmarkt sowie höhere Ölpreise könnten aber die Inflationsangst fördern.

Unterdessen hätten sich europäische inflationsindexierte Anleihen schwächer entwickelt als nominalverzinsliche Papiere. Entscheidend für die Gesamterträge inflationsindexierter Anleihen sei noch immer der kontinuierliche Rückgang der Realrenditen - selbst wenn die Inflationsrate in diesem Jahr (aufgrund der hohen Ölpreise und der Mehrwertsteuererhöhungen in vielen Ländern, einer Folge der Konsolidierungsbemühungen) über dem 2-Prozent-Ziel der EZB liege. Insgesamt spreche die Wirtschaftslage aber kaum für eine merklich höhere Teuerung. Schließlich würden sich viele Mittelmeerländer in der Rezession befinden. (Ausgabe vom 05.04.2012) (16.04.2012/alc/a/a)