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Inflationsgeschützte Anleihen schützen vor Inflations-bedingter Unsicherheit
01.04.22 08:45
Degroof Petercam
Brüssel (www.anleihencheck.de) - Als Anleiheinvestoren gehen davon aus, dass wir von einem "inflationären Aufschwung" auf einen "inflationären Abschwung" zusteuern, so die Experten von DPAM.
- Der Konflikt in der Ukraine dürfte die Märkte auf absehbare Zeit belasten.
- Anleger müssten sich wegen der hohen Inflation und der negativen Marktstimmung vermutlich auf einen inflationären Abschwung einstellen.
- Ein adäquater Nachhaltigkeitsrahmen könne Portfolios vor "Schwarzer-Schwan-Ereignissen" schützen.
- Inflationsgeschützte Anleihen würden in den Portfolios von Anlegern einen wirklichen Unterschied bewirken.
- Schwellenländeranleihen in Lokalwährung aus Ländern außerhalb Europas würden bei risikoreicheren Anlagen als interessantes Diversifikationsinstrument fungieren.
Konjunkturaussichten aus der Anleiheperspektive:
Die US-Notenbank richte ihren Fokus vollständig auf das Thema Inflation, und die EZB sei ihrem Beispiel gefolgt. Angesichts dieser Erwartungen zu den Straffungsmaßnahmen und der daraus resultierenden Zinsvolatilität hätten sich die Spreads von Unternehmensanleihen bereits seit Ende 2021 ausgeweitet. Mit dem Ausbruch des Ukraine-Konflikts seien die Credit-Spreads unter Aufwärtsdruck geraten, und in den Schwellenländern, insbesondere in Osteuropa, sei es zu erheblichen Bewertungsanpassungen gekommen.
Im Hinblick auf Währungsauswirkungen habe sich der Euro stark unterdurchschnittlich gegenüber den anderen großen Währungen entwickelt, selbst gegenüber dem Schweizer Franken. Deshalb würden die Experten ihr Engagement weg vom Euro verlagern.
Ausgehend von der bisherigen Definition eines nachhaltigen Landes würden die Experten automatisch nicht-demokratische oder autoritär geführte Länder aus ihrem Anlageuniversum ausschließen. Das heiße, sie würden nicht in Staatsanleihen aus Ländern wie Ägypten, Belarus, Irak, Kasachstan, Saudi-Arabien oder Venezuela investieren. Darüber hinaus würden sie auch russische Staatsanleihen ausschließen.
Die aktuelle Positionierung der Experten bei Anleihen gestalte sich daher wie folgt:
Sie würden vorsichtig bleiben und stünden Hochzinspapieren und Investment-Grade-Unternehmensanleihen weiterhin neutral gegenüber. Der wirklich "risikoarme Vermögenswert" in dieser Krise seien inflationsgeschützte Anleihen.
Bereits vor dem Krieg in der Ukraine hätten sich die Experten entschieden, weiter in inflationsgeschützten Anleihen engagiert zu bleiben, da sie vor der inflationsbedingten Unsicherheit schützen würden. Sie würden kurzfristig das Engagement in inflationsgeschützten Anleihen beibehalten, da die Unsicherheit mit Blick auf die Inflationsentwicklung erhöht bleibe.
Schwellenländeranleihen in Lokalwährung aus Ländern außerhalb Europas bei risikoreicheren Anlagen würden als interessantes Diversifikationsinstrument fungieren. In weiter entfernten Regionen wie Lateinamerika und Asien würden die Experten nach wie vor besseres Wertpotenzial sehen.
Die Experten würden ihre Allokation in diesen sicheren Häfen beibehalten und sich auf Rohstoffwährungen konzentrieren, um ihre Portfolios zusätzlich zu schützen. Mit Blick auf die Zinsen würden sie vorsichtig bleiben. Vor dem Hintergrund des Inflationsdrucks und des Ablassens des durch die Risikoscheu ausgelösten Drucks seien sie in Bezug auf die Duration untergewichtet. (01.04.2022/alc/a/a)
- Der Konflikt in der Ukraine dürfte die Märkte auf absehbare Zeit belasten.
- Anleger müssten sich wegen der hohen Inflation und der negativen Marktstimmung vermutlich auf einen inflationären Abschwung einstellen.
- Ein adäquater Nachhaltigkeitsrahmen könne Portfolios vor "Schwarzer-Schwan-Ereignissen" schützen.
- Inflationsgeschützte Anleihen würden in den Portfolios von Anlegern einen wirklichen Unterschied bewirken.
- Schwellenländeranleihen in Lokalwährung aus Ländern außerhalb Europas würden bei risikoreicheren Anlagen als interessantes Diversifikationsinstrument fungieren.
Konjunkturaussichten aus der Anleiheperspektive:
Im Hinblick auf Währungsauswirkungen habe sich der Euro stark unterdurchschnittlich gegenüber den anderen großen Währungen entwickelt, selbst gegenüber dem Schweizer Franken. Deshalb würden die Experten ihr Engagement weg vom Euro verlagern.
Ausgehend von der bisherigen Definition eines nachhaltigen Landes würden die Experten automatisch nicht-demokratische oder autoritär geführte Länder aus ihrem Anlageuniversum ausschließen. Das heiße, sie würden nicht in Staatsanleihen aus Ländern wie Ägypten, Belarus, Irak, Kasachstan, Saudi-Arabien oder Venezuela investieren. Darüber hinaus würden sie auch russische Staatsanleihen ausschließen.
Die aktuelle Positionierung der Experten bei Anleihen gestalte sich daher wie folgt:
Sie würden vorsichtig bleiben und stünden Hochzinspapieren und Investment-Grade-Unternehmensanleihen weiterhin neutral gegenüber. Der wirklich "risikoarme Vermögenswert" in dieser Krise seien inflationsgeschützte Anleihen.
Bereits vor dem Krieg in der Ukraine hätten sich die Experten entschieden, weiter in inflationsgeschützten Anleihen engagiert zu bleiben, da sie vor der inflationsbedingten Unsicherheit schützen würden. Sie würden kurzfristig das Engagement in inflationsgeschützten Anleihen beibehalten, da die Unsicherheit mit Blick auf die Inflationsentwicklung erhöht bleibe.
Schwellenländeranleihen in Lokalwährung aus Ländern außerhalb Europas bei risikoreicheren Anlagen würden als interessantes Diversifikationsinstrument fungieren. In weiter entfernten Regionen wie Lateinamerika und Asien würden die Experten nach wie vor besseres Wertpotenzial sehen.
Die Experten würden ihre Allokation in diesen sicheren Häfen beibehalten und sich auf Rohstoffwährungen konzentrieren, um ihre Portfolios zusätzlich zu schützen. Mit Blick auf die Zinsen würden sie vorsichtig bleiben. Vor dem Hintergrund des Inflationsdrucks und des Ablassens des durch die Risikoscheu ausgelösten Drucks seien sie in Bezug auf die Duration untergewichtet. (01.04.2022/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


