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Inflationsgebunde Staatsanleihen werden attraktiv
30.04.20 13:45
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - In diesen volatilen und unsicheren Zeiten setzen viele Investoren auf defensive Anlagen, so Jonathan Baltora, Head of Sovereign, Inflation und FX bei AXA Investment Managers.
Von allen Anleihe-Strategien würden die Experten vor allem inflationsgebundene Anleihen für eine interessante Anlagemöglichkeit halten.
Denn diese sollten vor allem durch die Wiederaufnahme und Ausweitung der quantitativen Lockerungsprogramme der Zentralbanken gestützt werden. Da sie meist von gut bewerteten Staaten ausgegeben würden, seien sie für Anleger insbesondere aufgrund der damit einhergehenden Zahlungsfähigkeit interessant. Darüber werde die Liquidität der meisten inflationsgebundenen Anleihen unterstützt, da sie Bestandteil von Programmen zur quantitativen Lockerung seien.
Aufgrund des jüngsten Anstiegs der Realzinsen sinke das Inflationsniveau. Aus Sicht der Experten sei das eine Chance.
Historisch gesehen sei eine der Hauptwirkungen der Programme zur quantitativen Lockerung die Tatsache gewesen, dass die realen Renditen nach unten gedrückt und damit die Bewertungen inflationsgebundener Anleihen unterstützt worden seien.
Die Experten seien der Meinung, dass die Realzinsen im Vergleich zu den Geldmarkterwartungen einer längerfristigen lockeren Geldpolitik zu hoch seien.
Die Inflationserwartungen würden durch den Rückgang der Ölpreise und der Erwartung eines wesentlich langsameren Wirtschaftswachstums in Zukunft gedämpft.
Zwar werde die Inflation im Jahr 2020 vermutlich nahe bei 0 Prozent liegen, doch die kombinierte Wirkung der weltweit größten koordinierten geldpolitischen Lockerung und der fiskalischen Stimuli bleibe abzuwarten.
Die darauffolgende Erholung der Wirtschaft könnte einen erheblichen Inflationsdruck mit sich bringen, wie dies während der Rezession nach der Finanzkrise von 2008 und der nuklearen Katastrophe von Fukushima in Japan der Fall gewesen sei. In jedem Fall könnte der Markt bis zu einem gewissen Grad eine höhere Inflation einpreisen müssen. Aus dieser Perspektive scheinen die derzeitigen Marktniveaus zu niedrig, so die Experten von AXA Investment Managers.
Die Coronavirus-Pandemie habe Auswirkungen auf die Ölpreis-Nachfrage: In den USA seien die Preise zum ersten Mal überhaupt in einen negativen Bereich gestürzt. Auch das werde die Inflationsaussichten in naher Zukunft trüben.
Jedoch sollte nicht vergessen werden, dass die Nahrungsmittel- und Energiepreise zwar am stärksten zur Volatilität der Inflation beitragen würden, aber nur marginal zum tatsächlichen Inflationsniveau. Kurz gesagt, die Ölpreisbewegung, so dramatisch sie auch sein möge, mache nur viel Lärm. Ein großer Teil des Ölpreisrückgangs sei bereits eingepreist.
Die Experten würden davon ausgehen, dass die Realzinsen weiter sinken würden und glauben, dass in einem Umfeld, in dem die Zentralbanken Geld drucken würden, um Haushaltsausgaben zu finanzieren, inflationsgebundene Staatsanleihen wieder attraktiv würden. (30.04.2020/alc/a/a)
Von allen Anleihe-Strategien würden die Experten vor allem inflationsgebundene Anleihen für eine interessante Anlagemöglichkeit halten.
Denn diese sollten vor allem durch die Wiederaufnahme und Ausweitung der quantitativen Lockerungsprogramme der Zentralbanken gestützt werden. Da sie meist von gut bewerteten Staaten ausgegeben würden, seien sie für Anleger insbesondere aufgrund der damit einhergehenden Zahlungsfähigkeit interessant. Darüber werde die Liquidität der meisten inflationsgebundenen Anleihen unterstützt, da sie Bestandteil von Programmen zur quantitativen Lockerung seien.
Aufgrund des jüngsten Anstiegs der Realzinsen sinke das Inflationsniveau. Aus Sicht der Experten sei das eine Chance.
Historisch gesehen sei eine der Hauptwirkungen der Programme zur quantitativen Lockerung die Tatsache gewesen, dass die realen Renditen nach unten gedrückt und damit die Bewertungen inflationsgebundener Anleihen unterstützt worden seien.
Die Inflationserwartungen würden durch den Rückgang der Ölpreise und der Erwartung eines wesentlich langsameren Wirtschaftswachstums in Zukunft gedämpft.
Zwar werde die Inflation im Jahr 2020 vermutlich nahe bei 0 Prozent liegen, doch die kombinierte Wirkung der weltweit größten koordinierten geldpolitischen Lockerung und der fiskalischen Stimuli bleibe abzuwarten.
Die darauffolgende Erholung der Wirtschaft könnte einen erheblichen Inflationsdruck mit sich bringen, wie dies während der Rezession nach der Finanzkrise von 2008 und der nuklearen Katastrophe von Fukushima in Japan der Fall gewesen sei. In jedem Fall könnte der Markt bis zu einem gewissen Grad eine höhere Inflation einpreisen müssen. Aus dieser Perspektive scheinen die derzeitigen Marktniveaus zu niedrig, so die Experten von AXA Investment Managers.
Die Coronavirus-Pandemie habe Auswirkungen auf die Ölpreis-Nachfrage: In den USA seien die Preise zum ersten Mal überhaupt in einen negativen Bereich gestürzt. Auch das werde die Inflationsaussichten in naher Zukunft trüben.
Jedoch sollte nicht vergessen werden, dass die Nahrungsmittel- und Energiepreise zwar am stärksten zur Volatilität der Inflation beitragen würden, aber nur marginal zum tatsächlichen Inflationsniveau. Kurz gesagt, die Ölpreisbewegung, so dramatisch sie auch sein möge, mache nur viel Lärm. Ein großer Teil des Ölpreisrückgangs sei bereits eingepreist.
Die Experten würden davon ausgehen, dass die Realzinsen weiter sinken würden und glauben, dass in einem Umfeld, in dem die Zentralbanken Geld drucken würden, um Haushaltsausgaben zu finanzieren, inflationsgebundene Staatsanleihen wieder attraktiv würden. (30.04.2020/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


