Inflationsflaute in der Eurozone hält an


03.05.18 10:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Trotz eines deutlich gestiegenen Ölpreises und einer insgesamt robusten Konjunkturentwicklung in der Eurozone - das BIP-Wachstum im 1. Quartal lag gemäß vorläufiger Schätzung bei 0,4% gg. Vq. - konnte die Inflationsrate im März mit 1,3% nur minimal von ihrem Jahrestief bei 1,1% im Februar nach oben klettern, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Auch für den April dürfte sich daran nach Erachten der Analysten nur geringfügig etwas ändern. So würden die Analysten zwar einen weiteren leichten Anstieg der Teuerungsrate auf 1,4% erwarten. Für die Kernrate würden die Analysten hingegen mit einem Rückgang auf 0,9% gg. Vj. rechnen (März: 1,0% gg. Vj.), sodass die Erreichung des EZB-Inflationsziels von unter aber nahe 2% weiterhin nicht in Sicht sei. Damit dürfte die europäische Notenbank vorerst kaum neue Argumente für einen baldigen Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm erhalten.

Eine stärker als erwartet anziehende Inflationsrate könnte die Hoffnungen auf einen schnelleren Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik beflügeln und somit den Euro zum US-Dollar über der Marke von 1,20 USD stabilisieren. (03.05.2018/alc/a/a)