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Inflationserwartungen gesunken - durch den Rückgang des Ölpreises
26.08.24 11:30
DekaBank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Ein fallender Rohölpreis unterstützte die Aktienkurse in der vergangenen Handelswoche, so die Analysten der DekaBank.
Durch den Rückgang des Ölpreises, einem entscheidenden Kostenfaktor für viele Industriegüter, seien auch die Inflationserwartungen gesunken. Diese Entwicklung biete den Zentralbanken international mehr Spielraum, wenn es um die Frage gehe, wie schnell und stark die anstehenden Leitzinssenkungen erfolgen könnten. Unterstützung sei auch - insbesondere für die Eurozone - durch ein schwächeres Lohnwachstum und eine nach wie vor schwächelnde Konjunktur gekommen. Die Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik habe die Märkte beflügelt: Sowohl Aktien als auch Gold hätten kräftig zugelegt. Der Goldpreis habe mit 2.500 US-Dollar pro Feinunze ein neues Allzeithoch erreicht.
Trotz eines gemischten Bilds bei den ökonomischen Zahlen dies- und jenseits des Atlantiks hätten sich die Aktienmärkte nur zwei Wochen nach der kurzzeitigen Korrektur vom Monatsanfang wieder in Richtung ihrer historischen Höchststände bewegt. Trotz, oder vielmehr gerade wegen der positiven Marktentwicklung sollte man jetzt nicht in Euphorie verfallen. Die Hoffnungen auf umfangreiche Leitzinssenkungen könnten schnell enttäuscht werden, wenn bei den nächsten Veröffentlichungen der Inflationszahlen überraschend hohe Werte gemeldet würden. Die jüngsten Daten zur Inflation in der Eurozone hätten dies sogar nahegelegt: Zwar seien die Preise für Industriegüter nur noch sehr geringfügig angestiegen, allerdings liege die Inflationsrate bei Dienstleistungen nach wie vor bei etwa 4% und damit deutlich zu hoch für eine vollständige Entwarnung. Die Zinspolitik der Zentralbanken bleibe damit weiterhin im Spannungsfeld zwischen Inflationsbekämpfung und Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung.
Diese Woche stünden Preisdaten aus Euroland und den USA im Fokus der Anleger. Zudem berichte mit NVIDIA eines der US-Tech-Schwergewichte, und das Economic Sentiment liefere neue Einblicke in die wirtschaftliche Stimmung in Euroland. (26.08.2024/alc/a/a)
Durch den Rückgang des Ölpreises, einem entscheidenden Kostenfaktor für viele Industriegüter, seien auch die Inflationserwartungen gesunken. Diese Entwicklung biete den Zentralbanken international mehr Spielraum, wenn es um die Frage gehe, wie schnell und stark die anstehenden Leitzinssenkungen erfolgen könnten. Unterstützung sei auch - insbesondere für die Eurozone - durch ein schwächeres Lohnwachstum und eine nach wie vor schwächelnde Konjunktur gekommen. Die Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik habe die Märkte beflügelt: Sowohl Aktien als auch Gold hätten kräftig zugelegt. Der Goldpreis habe mit 2.500 US-Dollar pro Feinunze ein neues Allzeithoch erreicht.
Trotz eines gemischten Bilds bei den ökonomischen Zahlen dies- und jenseits des Atlantiks hätten sich die Aktienmärkte nur zwei Wochen nach der kurzzeitigen Korrektur vom Monatsanfang wieder in Richtung ihrer historischen Höchststände bewegt. Trotz, oder vielmehr gerade wegen der positiven Marktentwicklung sollte man jetzt nicht in Euphorie verfallen. Die Hoffnungen auf umfangreiche Leitzinssenkungen könnten schnell enttäuscht werden, wenn bei den nächsten Veröffentlichungen der Inflationszahlen überraschend hohe Werte gemeldet würden. Die jüngsten Daten zur Inflation in der Eurozone hätten dies sogar nahegelegt: Zwar seien die Preise für Industriegüter nur noch sehr geringfügig angestiegen, allerdings liege die Inflationsrate bei Dienstleistungen nach wie vor bei etwa 4% und damit deutlich zu hoch für eine vollständige Entwarnung. Die Zinspolitik der Zentralbanken bleibe damit weiterhin im Spannungsfeld zwischen Inflationsbekämpfung und Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung.
Diese Woche stünden Preisdaten aus Euroland und den USA im Fokus der Anleger. Zudem berichte mit NVIDIA eines der US-Tech-Schwergewichte, und das Economic Sentiment liefere neue Einblicke in die wirtschaftliche Stimmung in Euroland. (26.08.2024/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 22.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


