Inflationsdruck in der Eurozone lässt weiter nach


17.04.19 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die finalen Daten zur Inflationsentwicklung in der Eurozone im März dürften heute keine großen Veränderungen zur Vorabschätzung aufweisen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Demnach sollte die Teuerungsrate mit 1,4% gg. Vj. auf das 12-Monatstief vom Januar zurückfallen. Auch die Kerninflationsrate würde demnach mit 0,8% so niedrig ausfallen wie zuletzt im April 2018. Der geringe Inflationsdruck in der Eurozone erhöhe damit in Kombination mit der zuletzt ebenfalls nur geringen Konjunkturdynamik den Druck auf die EZB, da dies die Erreichung des Inflationsziels von "unter aber nahe 2%" mittelfristig immer unwahrscheinlicher mache.

In diesem Zusammenhang hätten die europäischen Währungshüter aber zuletzt betont, dass man über ausreichende geldpolitische Instrumente verfüge, um im Falle einer weiteren konjunkturellen Abschwächung gegensteuern zu können. Gestrige Medienberichte hätten aber darauf hingedeutet, dass zumindest die zuletzt in diesem Zusammenhang ins Spiel gebrachte Einführung eines sog. "Tiering-Systems" für die Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB von den Ratsmitgliedern aktuell nicht favorisiert werde.

Da die Inflationsdaten im Vergleich zur Vorabschätzung kaum Überraschungspotential bieten würden, dürften die Marktreaktionen überschaubar ausfallen. (17.04.2019/alc/a/a)